Der schleichende Tod Eine Reise nach Tschernobyl Ein Film von Albrecht Reinhardt
Einbetonierungsarbeiten am zerstörten Reaktorblock 4 (Quelle: PHOENIX/WDR/dpa)
20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl macht sich ARD-Korrespondent Albrecht Reinhardt auf Spurensuche.
In den heute noch besonders radioaktiv belasteten Gegenden der Ukraine und Weißrusslands erzählen die Menschen dem Reporter, wie die Rettungsarbeiter von damals elendig an der Strahlung gestorben sind. Und warum es Menschen dennoch wieder in die gefährliche Heimat gezogen hat.
Offiziell gilt Entwarnung in Sachen Tschernobyl. Eine groß angelegte Studie der UN kommt zu dem überraschenden Ergebnis, die befürchteten Langzeitschäden für Menschen und Umwelt seien nicht eingetreten.
SendeterminDo, 04.11.10, 05.00 Uhr Das sei total unhaltbar, sagen andere Wissenschaftler. Die Studie verharmlose die tatsächliche Gefahr, die von Tschernobyl ausgegangen sei und immer noch ausgehe. Dieser Meinung ist auch der renommierte weißrussische Atomphysiker Nestarenko, den Albrecht Reinhardt in Minsk trifft. Nestarenko leitet ein Forschungsinstitut, das Tausende Kinder betreut, die an der Schilddrüse erkrankt sind. Eine Spätfolge von Tschernobyl, sagt der Atomphysiker.
Albrecht Reinhardts Film zeigt zugleich, wie die Reaktorkatastrophe das Leben der Menschen in der ehemaligen Sowjetunion noch heute prägt.
Tschernobyl ist aktueller denn je
http://www.phoenix.de/content/phoenix/...e_tod/70486?datum=2010-11-04 |