Mutares stocksolide - hebt aber trotzdem ab!
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neuester Beitrag: 16.04.26 17:39
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| eröffnet am: | 18.03.15 16:38 von: | Impressor | Anzahl Beiträge: | 6544 |
| neuester Beitrag: | 16.04.26 17:39 von: | Mauli1 | Leser gesamt: | 3733465 |
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Auf Basis der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 geht der Vorstand von Mutares davon aus, dass eine in den Anleihebedingungen der Anleihen 2023/2027 (ISIN NO0012530965) sowie 2024/2029 (ISIN NO0013325407) enthaltene Bedingung zum Verhältnis von Konzern-Nettoverschuldung zu Konzern-Eigenkapital nicht eingehalten werden kann. Hintergründe hierfür sind neben Bewertungseffekten eine geringere Anzahl von abgeschlossenen Transaktionen mit positivem Effekt auf das Konzern-Eigenkapital („Bargain Purchase“) im vierten Quartal 2025 sowie deutlich erhöhte Verbindlichkeiten für Leasing. Der Vorstand geht aufgrund der bereits unterzeichneten Erwerbe von Wartsila Gas Solutions und dem ETP Geschäft von SABIC davon aus, dass die Finanzkennzahl zu Ende Juni 2026 wieder eingehalten und signifikant unterschritten wird. Mutares wird daher die Anleihegläubiger zeitnah gemäß eines in den Anleihebedingungen vorgesehenen schriftlichen Verfahrens („Written Resolution“) um den Verzicht auf die Einhaltung der Finanzkennzahl bezogen auf Konzern-Nettoverschuldung zu Konzern-Eigenkapital für das Geschäftsjahr 2025 ersuchen. Ferner wird die Gesellschaft beantragen, die Einhaltung dieser Finanzkennzahl bis zum 29. Juni 2026 auszusetzen.
Bezogen auf die Verschuldung der Mutares-Holding ist geplant, die Anleihen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 auf einen Nominalbetrag von EUR 250 Mio. bis EUR 300 Mio. zu reduzieren. Dazu beabsichtigt der Vorstand, beginnend mit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 pro Quartal jeweils mindestens EUR 25 Mio. der Anleihe 2023/2027 zurück zu erwerben. Der Vorstand von Mutares ist überzeugt davon, dass eine Zustimmung zu den beschriebenen Anträgen im Rahmen des schriftlichen Verfahrens gegeben wird und geht mit einer Zustimmung der Anleihegläubiger bis zum 5. April 2026 aus. In diesem Zusammenhang bietet Mutares den Anleihegläubigern die Zahlung einer Gebühr von 1,50 % des Nominalvolumens an, sofern die notwendige Zustimmung zu den Anträgen erzielt wird.
Ausgehend von Minimum Umsatz 2026 8 Milliarden und 165 Mio. Nettogewinn
Kommt man in 2030 auf ca. 20 Milliarden Umsatz und 400 Mio Nettogewinn und die Aussage ist mindestens
Also das gibt n krassen Wachstumskurs. Allerdings sieht man auch man operiert an der Grenze...
Das gute, wir werden immer Internationaler und damit unabhängiger von Ländermärkten und die letzten Erwerbe haben mir sehr gut gefallen.
Denke Magirus wird das nächste Unternehmen mit ner Sonderkonjnktur, siehe Middleeast. Die suchen Qualität.. und sicher Vorrang Lieferbarkeit vor Preis..
Wenn das alles so kommt, werden die Dividenden ab 2030 recht üppig
Zahlen
Das Management ist extrem optimistisch und hat die mittelfristigen Ziele massiv angehoben:
25 % jährliches Wachstum: Sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Holding-Gewinn soll es bis 2030 jedes Jahr um durchschnittlich 25 % nach oben gehen.
Globaler Fokus: Das Wachstum soll vor allem durch die Expansion in den USA und Asien getrieben werden. Das bedeutet: Die Transaktionswelle fängt gerade erst an.
Prognose 2026: Für das laufende Jahr erwartet Mutares einen Holding-Gewinn von 165 Mio. € bis 200 Mio. €. Das ist ein gewaltiger Sprung von den jetzigen 130 Mio. €.
Anleihe
Bisher ging der Markt davon aus, dass Mutares die teure 23/27er Anleihe einfach nur durch eine neue, günstigere Anleihe ersetzt ("Refinanzierung").
Die neue Ansage: Mutares will die Schuldenlast der Holding aktiv verringern. Das Ziel von 250 bis 300 Mio. € Gesamtschulden bedeutet, dass man die Liquidität aus den jüngsten Exits (Relobus, inTime, Peugeot etc.) nutzt, um Schulden zu tilgen, anstatt sie nur umzuschichten.
Der Quartals-Plan: Ab Q2 2026 pro Quartal mindestens 25 Mio. € zurückzukaufen, ist ein extrem starkes Signal. Es zeigt, dass Mutares mit einem konstanten und sehr hohen Cashflow aus weiteren Exits im Jahr 2026 rechnet.
Dass Mutares die Gläubiger um Zustimmung bittet und dafür eine "Prämie" zahlt, deutet darauf hin, dass sie die Bedingungen der Anleihe flexibler gestalten wollen, um diese Rückkäufe einfacher oder in größerem Stil durchführen zu können.
Die 1,50 % "Lockvogel-Prämie": Mutares ist bereit, Geld in die Hand zu nehmen (ca. 3,75 Mio. € bei 250 Mio. € Volumen), um die Zustimmung bis zum 5. April 2026 zu sichern. Das zeigt, wie eilig und wichtig ihnen dieser Schuldenabbau ist.
Pos #6428 Anleihebedingung (Covenant) verletzt
Mutares hat offenbar gegen Regeln bezüglich „Restricted Payments“ oder spezifische Verschuldungskennzahlen verstoßen. In den Bedingungen der 2023/2027er Anleihe ist genau festgelegt, wie viel Geld Mutares für Dividenden oder neue Zukäufe ausgeben darf, abhängig davon, wie hoch der Cash-Bestand und der Gewinn sind.
Durch die extrem hohe Schlagzahl (viele Zukäufe wie SABIC und die geplante hohe Dividende) wurden diese Grenzen – vermutlich unbeabsichtigt – überschritten. Man spricht hier von einem „Technical Default“.
Das war 2024 schon einmal so (siehe Geschäftsbericht).
Dass Mutares proaktiv an die Gläubiger herantritt und eine Zustimmungsgebühr (Consent Fee) von 1,50 % anbietet, ist eine klassische Flucht nach vorn.
Damit sichert sich Mutares die Zustimmung fast garantiert. Welcher Anleihegläubiger sagt nein zu einer Extrazahlung von 1,5 % für eine rein technische Regelanpassung, während das Unternehmen gleichzeitig Rekordgewinne verkündet?
Sobald die Gläubiger bis zum 5. April zustimmen, ist das Thema rechtlich „geheilt“. Der Weg für die 2,00 € Dividende ist damit frei. Ohne diese Anpassung hätten die Gläubiger die Dividende theoretisch blockieren können.
Die Regelverletzung ist ein „Wachstumsschmerz“. Mutares ist schlicht schneller gewachsen, als das alte Vertragswerk der Anleihe erlaubt hat. Durch das Angebot der 1,5 % Gebühr wird dieser Fehler teuer, aber effektiv korrigiert.
Im vergangenen Jahr stiegen die Erlöse von 5,3 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte deutlich von rund 117 Millionen Euro im Vorjahr auf 733,5 Millionen Euro. Analysten hatten bei beiden Kennziffern jedoch mehr erwartet.
Das insbesondere um Einflüsse aus Veränderungen des Portfolios bereinigten operative Ergebnis (Ebitda) lag bei minus 27,8 Millionen Euro nach einem Verlust von 85,4 Millionen Euro im Vorjahr. Dies war dem Unternehmen zufolge vor allem von den Zukäufen geprägt, allen voran Buderus. Unter dem Strich wurde ein Holding-Gewinn von 130,4 Millionen Euro verzeichnet nach 108,3 Millionen Euro im Vorjahr.
Quelle: dpa-AFX
Ich bin recht dick in die Anleihe investiert und nehme sehr gerne extra 1.5% mit, da es mir egal ist, ob diese Kennziffer mal fuer ein paar Monate ueberschritten wird.
...und hier die Analyse von Warburg (enthält den SABIC Deal noch nicht - s. comments " We did not include the SABIC deal ahead of its closure expected in Q2 26. Sabic generated around USD 2.5bn in 2024. " )
https://ir.mutares.com/wp-content/uploads/2026/03/...M-17.03.2026.pdf
Es wird immer von Abstimmung bzw. Zustimmung der Anleihengläubiger gesprochen - klingt alles so, als wenn das rel. sicher wäre...kann nur vermuten, dass MUT hoffentlich u. tatsächlich mit den Großanlegern der Anleihe schon gesprochen hat u. sich deswegen recht sicher mit der Zustimmung ist.
Zahlen u. insbesondere Ausblick finde ich ansonsten recht stark (urspgl. Ziel 2028 könnte nächstes Jahr schon erreicht werden). Vorgesehene Reduzierung der Schulden halte ich für den richtigen Weg.
Wie immer, nur meine Meinung dazu
Absurd.
Meine Einschaetzung ist, dass das Wachstum extrem ist. Bei Mutares sind Wachstumsquoten zwischen 20 und 30% an der Tagesordnung. Auf der anderen Seite "verheddert" man sich dadurch ab und zu bei Compliance Sachen, wie dem Bafin Reporting oder der Bond Kennzahl. Das ist unschoen und vermutlich auch unnoetig und vermutlich der Tatsache geschuldet, dass hier 100-200 Leute Transaktionen in Milliardenhoehe fahren. Aber man sollte sich ehrlich machen - am Ende des Tages zaehlt Cash. Und wenn Mutares dieses Jahr 160-200 Mio Cash macht, so ist mir dies mehr als Recht.
Terminsache: Eingang bis 26.03.2026 - 16:30 Uhr
Auftrag - Gläubigerabstimmung mit Prämie
Auf der anderen Seite wurden einige Exits in 2026 rein verschoben. Wenn man die Pressemitteilung liest, darf man wohl von einem Exit von Margirus ausgehen. Hier erwarte ich persoenlich ein aussergewoehnliches Resultat, denn das Angebot muss schon sehr gut sein, wenn Mutares bereit ist, sich in diesem fruehen Stadium zu trennen.
Ich gehe davon aus, dass die Progonose von bis zu 200 Mio uebertroffen wird. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, dass ein Margirus Exit alleine die Jahresprognose annaehrend erfuellen sollte.
Die Bewertung von Mutares spiegelt das all nicht wieder. Dieses Jahr werden durch die Sondersituation in Defense und Infrastructure einige Kandidaten aussergewoehnliche Multiples erzielen und naechstes Jahr ruecken langsam die grossen Brocken wie Amaneos in den Vordergrund. Hier reicht jeweils ein Deal fuer die Jahresprognose.
Sollten sich 25% Wachstum pro Jahr verwirklichen lassen und alles halbwegs nach Plan laufen, dann spiegelt der aktuelle Kurs nicht das Potential wieder. Hier sollte eine Verdopplung anstehen, um 200 Mio Netto Gewinn und 25% Wachstum gerecht zu werden.
Nur meine Meinung ...
Ach ja, die Leerverkäufer haben letzte Woche wieder aufgestockt.



