Mutares stocksolide - hebt aber trotzdem ab!
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neuester Beitrag: 20.04.26 18:41
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| eröffnet am: | 18.03.15 16:38 von: | Impressor | Anzahl Beiträge: | 6546 |
| neuester Beitrag: | 20.04.26 18:41 von: | Rostam | Leser gesamt: | 3737221 |
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"Die geplante Übernahme ist die umsatzstärkste Transaktion in der Geschichte von Mutares und markiert die Gründung des neuen strategischen Segments „Chemikalien & Werkstoffe“.
Die vorzeitige Rückzahlung bei den Anleihen dürfte erst einmal vom Tisch sein. Und sicher kommen die Diskussionen über die Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken wieder. Chancen und Risiken gibt es halt immer im Doppelpack. Ich finde die Nummer ein wenig zu groß, aber der Zeitpunkt paßt. Automotiv (39%) kommt auch gerade wieder in Fahrt und hoffentlich bleiben die Unken im Winterschlaf.
Ob beim Holdinggewinn auch die Ziele erreicht werden sollen, wird nicht gesagt/geschrieben.
Müssen wir mal den April und den Ausblick abwarten, evtl. wird die Guidance vorab schon angehoben.
Führender Anbieter von Aluminium-Dach- und Fassadensystemen mit einer starken Marktposition und attraktiven Wachstumsperspektiven
Umsatz von ca. EUR 75 Mio.
Closing und Kaufpreiszufluss in Q2 2026 erwartet
München, 8. Januar 2026 – Die Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650) hat eine Vereinbarung zum Verkauf ihrer Portfoliogesellschaft Kalzip GmbH an die Tremco Construction Products Group („Tremco CPG“), eine Tochtergesellschaft der RPM International Inc., unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion inklusive der Kaufpreiszahlung wird für das 2. Quartal 2026 erwartet.
Nach der Übernahme im Jahr 2018 von Tata Steel Europe hat Mutares Kalzip erfolgreich als eigenständiges Unternehmen positioniert und innerhalb der Donges Group erfolgreich weiterentwickelt. Durch gezielte Transformationsmaßnahmen und durch Nutzung von Synergien innerhalb der Donges Group konnte Kalzip seine Marktposition stärken sowie nachhaltig und profitabel wachsen. Das zu den führenden Anbietern von Dächern aus Aluminium, Fassaden und Gebäudehüllen zählende Unternehmen ist international mit zahlreichen Vertriebsbüros und einer weltweit verfügbaren Flotte mobiler Produktionseinheiten vertreten. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Kalzip mit rund 180 Mitarbeitenden einen profitablen Umsatz von ca. EUR 75 Mio.
https://www.ariva.de/aktien/...n-groesste-transaktion-in-rsf-11866383
Ausgangsbasis (Bilanzgewinn per 31.12.2025)
Wie wir bereits analysiert haben, setzt sich der Bilanzgewinn der Holding aus dem Vortrag der Vorjahre und dem Rekordergebnis 2025 zusammen:
Gewinnvortrag aus 2024: ca. 224 Mio. € (nach der 2,00 € Dividende vom Juli 2025).
Erwarteter Jahresüberschuss 2025: ca. 145 Mio. € (Mittelwert der Prognose von 130–160 Mio. €, getrieben durch Steyr Motors, Fuentes, Conexus etc.).
Bilanzgewinn vor Ausschüttung (Ende 2025): ca. 369 Mio. €.
2. Die erwartete Dividende im Sommer 2026
Da 2025 ein außergewöhnlich starkes Exit-Jahr war, gehen Analysten davon aus, dass Mutares die Aktionäre über eine erhöhte Dividende am Erfolg beteiligt.
Szenario "Stabile Dividende": 2,00 € (Basis) = ca. 42,7 Mio. € Abfluss.
Szenario "Performance-Dividende": 2,50 € (Basis + Bonus) = ca. 53,4 Mio. € Abfluss.
3. Der verbleibende Gewinnvortrag nach der Dividende
Nehmen wir das optimistische Szenario einer Ausschüttung von 2,50 € an:
Bilanzgewinn 2025: 369,0 Mio. €
Minus Dividende (2,50 €): - 53,4 Mio. €
Verbleibender Gewinnvortrag (Sommer 2026):ca. 315,6 Mio. €
Was bedeutet dieser hohe Vortrag von über 315 Mio. €?
Dieser Betrag ist strategisch extrem wichtig für die von Ihnen angesprochene Anleihe NO0012530965:
Vollständige Deckung der Anleihe: Der Gewinnvortrag allein (ca. 315 Mio. €) reicht nun aus, um die Anleihe (250 Mio. €) zu jedem Zeitpunkt vollständig aus eigenen Mitteln zurückzuzahlen, selbst wenn man die Dividende für 2026 bereits abgezogen hat.
Sicherheitsnetz für SABIC: Die heute vermeldete Riesen-Akquisition von SABIC ETP (Unternehmenswert 450 Mio. USD) ist ein Kraftakt. Der hohe Gewinnvortrag dient als Puffer, falls die Sanierung dieser 2,9-Milliarden-Dollar-Einheit im ersten Jahr mehr Cash benötigt als geplant.
Zukünftige Dividenden: Mit einem Vortrag von über 300 Mio. € könnte Mutares theoretisch die Basisdividende von 2,00 € für die nächsten 7 Jahre allein aus der Substanz zahlen, selbst wenn kein einziger weiterer Exit erfolgen würde.
Fazit: Nach der HV 2026 wird Mutares voraussichtlich einen Rekord-Gewinnvortrag von über 310 Mio. € ausweisen. Das ist die stärkste Bilanzsituation der Firmengeschichte und macht die Refinanzierung der 10,5 % Anleihe zu einer reinen Formsache, da das Ausfallrisiko für die Gläubiger faktisch gegen Null geht.
Um den massiven Kauf von SABIC Engineering Thermoplastics (ETP) zu finanzieren und gleichzeitig die bestehende Anleihe (NO0012530965) zu bedienen, muss Mutares eine mehrgleisige Strategie aus Liquiditätsmanagement, Refinanzierung und operativer Verwertung verfolgen.
Der Deal mit SABIC ist mit einem Unternehmenswert von 450 Mio. USD (ca. 420 Mio. EUR) die größte Transaktion der Firmengeschichte. Hier ist der konkrete Fahrplan, wie Mutares dies bewältigen kann:
1. Finanzierung des SABIC-Kaufs
Die heute bekannt gewordenen Details zeigen, dass Mutares eine sehr kapitaloptimierte Struktur gewählt hat:
Geringe Sofortzahlung (Upfront Cash): Laut Berichten beträgt die erste Barzahlung an SABIC nur etwa 210 Mio. SAR (ca. 50-55 Mio. EUR). Das ist für eine 2,5-Milliarden-Dollar-Einheit extrem wenig und schont die Liquidität der Holding massiv.
Earn-out-Struktur: Der restliche Kaufpreis wird über erfolgsabhängige Zahlungen (30 % des operativen Cashflows über vier Jahre) und eine Beteiligung an einem späteren Wiederverkauf (30 % des Exit-Erlöses) geleistet. Mutares zahlt den Großteil des Kaufpreises also aus den künftigen Gewinnen der gekauften Firma selbst.
Eigenkapital-Puffer: Der hohe Gewinnvortrag (ca. 224 Mio. EUR Ende 2024 plus Rekordgewinne 2025) dient als Sicherheit, um die Integration der 2.900 Mitarbeiter und acht Produktionsstandorte zu finanzieren.
2. Bedienung der Anleihe (NO0012530965)
Die Anleihe läuft bis März 2027, hat aber kritische Termine im Jahr 2026:
Zinszahlungen: Mutares muss jährlich ca. 26 Mio. EUR an Zinsen (10,5 % p.a.) leisten. Diese werden primär aus den laufenden Management Fees (Beratungsumsätze) gedeckt, die 2025 bereits bei knapp 80 Mio. EUR lagen und durch den SABIC-Deal (neue Managementgebühren) weiter steigen werden.
Refinanzierung im Frühjahr 2026: Der klügste Schritt für Mutares ist die vorzeitige Kündigung (Call) der Anleihe am 31.03.2026. Zu diesem Termin sinkt der Rückzahlungspreis auf 102,25 %.
Neuemission: Aufgrund des Rekordergebnisses 2025 und der gestärkten Marktposition (SDAX-Aufstieg, SABIC-Deal) kann Mutares eine neue Anleihe zu besseren Konditionen (niedrigerer Zinssatz) begeben, um die alte Anleihe abzulösen.
3. Der strategische Hebel: Exits
Um sowohl den Kaufpreis-Earn-out als auch die Anleihetilgung abzusichern, muss Mutares die "Ernte" fortsetzen:
Der heutige Verkauf von Kalzip sowie die Exits von Steyr Motors und Fuentes haben bereits erhebliche Cash-Zuflüsse generiert.
Für 2026 stehen weitere Kandidaten wie SFC Solutions oder der restliche Anteil an Terranor auf der Liste, um frische Liquidität in die Holding zu spülen.
Dabei geht es um Erlöse von immerhin 2,5 Mrd. Dollar, womit Mutares schon jetzt auf die eigentlich erst für 2028 avisierten 10 Mrd. Euro Konzernumsatz zusteuert. Den Unternehmenswert der Transaktion beziffern die Münchner auf 450 Mio. Dollar (umgerechnet: 385 Mio. Euro). Wichtig: Hierbei handelt es sich nicht um den Kaufpreis. Der soll sich dem Vernehmen nach in Mutares-üblichen Relationen bewegen. Im Zweifel also eher nahe der Nulllinie – trotz des Wettbewerbsverfahrens. Unmittelbar aufkommende Befürchtungen des Kapitalmarkts, wie die Transaktion finanziert werden soll, sind zunächst einmal also unbegründet. Abzuwarten bleibt derweil, wie sich der Deal ansonsten auf das Zahlenwerk des SDAX-Mitglieds auswirken wird.
Positive Meldung der BAFIN wäre noch gut...
Mal schauen was die Leerverkäufer machen
es läuft :-)
In aehnlicher Hoehe sehe ich die beiden Automotive Gruppen, Metall und Plastics.
Sollte der neue 2.5 Mrd Deal gedreht werden koennen, wuerde ich hier einen aehnlichen Exiterloes wie bei Magirus sehen.
Ich halte Mutares schon seit langem und was sie machen ist schon sehr risiko-lastig. Sollte der Plan aber aufgehen, dann sehen wir hier in 1-2 Jahren Kurse zwischen 50-100 EUR.
Wenn die Anleihe gecallt wird, dann muss eine neue Anleihe kommen. Falls die einen 2,5 % tieferen Zins hätte, dann würde Mutares immer noch nix sparen, da die Rückzahlung ein Jahr später nur 100 % kosten würde anstatt 102,5 %.
Glaubst du, dass die eine Anleihe mit noch niedrigerem Zinssatz (minus 3, 4, 5 %) an den Mann bringen?
So ganz risikoarm sind diese Anleihen ja nicht …..
@aramed
bei der letzten HV im Juli 25 bin ich genau deswegen an das Rednerpult und habe Hr. Friedrich danach gefragt. Er hat gesagt, dass MUX in Q1 2026 die Refinanzierung der Anleihe regeln wird. Damals - so meine Erinnerung - wollte er die Anleihe ablösen und die Verschuldung runter fahren. Ob der SABIC-Deal und die Finanzierung da schon am Horizont war, weiß ich nicht. Da kommt also noch etwas:
1. Die Mathematik des "Calls"
Wenn Mutares die Anleihe NO0012530965 zum 31.03.2026 kündigt, zahlen sie laut Bedingungen 102,25 % (oder 102,20 % je nach Rundung) zurück.
Zusatzkosten: Auf das Volumen von 250 Mio. € sind das 5,6 Mio. € "Strafe" für die vorzeitige Kündigung.
Gegenrechnung: Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr (bis März 2027) spart ein um 2,5 % niedrigerer Zins genau diese 6,25 Mio. € ein.
Ergebnis: Bei "nur" 2,5 % Zinsersparnis wäre das fast ein Nullsummenspiel (Cash-Neutralität). Mutares würde lediglich die Bilanz optisch verschönern, aber kaum echtes Geld sparen.
2. Kann MUX Zinsen von minus 4 % oder 5 % erreichen?
Hier kommt die entscheidende Veränderung der Bonität (Kreditwürdigkeit) ins Spiel. Das Risiko ist heute (Januar 2026) objektiv niedriger als bei der Emission 2023:
Der "SDAX-Effekt": Mutares ist kein kleiner Nischen-Player mehr. Durch den Aufstieg in den SDAX und die enorme Größe (SABIC-Deal hebt den Umsatz auf >7 Mrd. €) greifen nun institutionelle Investoren zu, die früher nicht durften.
Der "Steyr-Effekt": 170 Mio. € Exit-Erlös aus einem einzigen Deal beweist, dass das Modell "Cash generiert". Das senkt den Risikoaufschlag (Spread) massiv.
Marktvergleich: Die zweite Mutares-Anleihe (A383QZ, Laufzeit bis 2029) notiert aktuell bereits bei einer Rendite von etwa 8,0 %. Wenn Mutares eine neue Anleihe für 7,5 % oder 8,0 % platziert, sparen sie gegenüber den aktuellen 10,5 % bereits rund 2,5 % bis 3,0 %.
3. Warum MUX es trotzdem tun wird (Der wahre Grund)
Mutares geht es beim Call wahrscheinlich weniger um die Ersparnis des letzten Euros an Zinsen, sondern um strategische Freiheit. Das sagen die Vorstände auch offen; zuletzt bei der Emmission der 28er Anleihe :
Volumen-Erweiterung: Die aktuelle Anleihe ist auf 250 Mio. € begrenzt. Für den riesigen SABIC-Deal und weitere Zukäufe könnte Mutares eine neue Anleihe über 500 Mio. € anstreben.
Laufzeit-Verlängerung: Statt 2027 fällig zu werden, würde die neue Anleihe bis 2031 laufen. Das nimmt den Rückzahlungsdruck komplett vom Kessel.
Covenants (Regelwerk): Die alten Anleihen haben oft strenge Auflagen für Dividenden. Eine neue Anleihe könnte Mutares erlauben, trotz hoher Schulden mehr vom Gewinnvortrag an uns als Aktionär auszuschütten.
4. Das Risiko-Argument
Du sagst richtig: "Ganz risikoarm sind diese Anleihen nicht." Aber:
2023 war Mutares ein "Hoffnungswert" mit hohem Zins.
2026 ist Mutares ein "Industrie-Holding-Riese" mit 300 Mio. € Gewinnvortrag. Das Risiko hat sich fundamental gewandelt. Professionelle Anleger (Versicherungen, Fonds) akzeptieren für dieses gesunkene Risiko heute deutlich niedrigere Zinsen.
Fazit: Ein Zins von 7,0 % bis 7,5 % (also ca. -3,5 % zum Status Quo) ist für Mutares im aktuellen Umfeld absolut realistisch. Das würde nach Abzug der Call-Kosten immer noch einen Millionengewinn für die Holding bedeuten.
Es gab am 8. Januar 2026 nicht nur einen, sondern zwei separate Deals mit zwei unterschiedlichen deutschen Investoren. Beide aus München:
SABIC hat sein gesamtes Westgeschäft (Europa/Amerika) restrukturiert und an zwei verschiedene Käufer in zwei getrennten Transaktionen verkauft:
Investor 1 – Mutares SE & Co. KGaA:
Was wurde gekauft? Der Bereich Engineering Thermoplastics (ETP) in Amerika und Europa (technische Kunststoffe wie Polycarbonat, ABS).
Unternehmenswert (Enterprise Value):450 Mio. USD.
Umsatz des Bereichs: ca. 2,5 Mrd. USD.
Das ist der "Rekord-Deal", von dem Mutares in seiner eigenen Pressemitteilung spricht.
Investor 2 – AEQUITA SE & Co. KGaA:
Was wurde gekauft? Das europäische Petrochemie-Geschäft (EP) von SABIC (Olefine und Polyolefine, Standorte u. a. in Gelsenkirchen und Geleen).
Unternehmenswert (Enterprise Value):500 Mio. USD.
Umsatz des Bereichs: Dieser Bereich ist deutlich größer (AEQUITA spricht von einer Plattform mit ca. 7 Mrd. EUR Umsatz).
https://argaamplus.s3.amazonaws.com/...ff4-4a2e-9dd8-6b5ec4d62456.pdf
Details:
https://www.argaam.com/en/article/articledetail/id/1871240
Kurzfassung des SABIC-Deals für Mutares (alles in €):
Gesamt-Dealwert (Enterprise Value): ca. 387 Mio. €
Sofortzahlung bei Closing: ca. 48 Mio. € Cash
Mindest-Earn-Out: ca. 60 Mio. €, fällig nach max. 6 Jahren oder bei Exit
Weitere Earn-Outs:
30 % der operativen Cashflows über 4 Jahre (ab Jahr 2)
30 % der Netto-Exit-Erlöse bei einem späteren Verkauf
Umsatz der Einheit: rund 2,2 Mrd. € pro Jahr
Bei einer EBITDA Marge von angenommenen 5% und einem multiple von ca 10 (in den USA werden hoehere multiples gezahlt), duerfte die Beteiligung in ein paar Jahren mal ca. 1 Mrd USD auf die Waage bringen. Vermutlich will man bis dahin ein eher hoeheres EBITDA Margen-Ziel sehen.
Wenn ich mir den Warburg Report "Sum of the parts" anschaue, komme ich fuer 2026 auf potentielle Exit Erloese von ca. EUR 300 Mio. SFC habe ich dabei nicht beruecksichtigt, da es meines Wissens Teil der Amaneos Gruppe ist. Hinzu kommen Consulting Erloese und vermutlich recht hohe Dividendenzahlungen, gerade auch von den neuen 2.5 Mrd Umsatz die gerade hinzugekauft wurden.
Ich rechne daher mit profit auf holding ebene von > 200 Mio EUR fuer 2026, womit Mutares sein Ziel um zwei Jahre vorziehen kann. Mein Kursziel fuer dieses Jahr: 50 EUR (was einem KGV von ca. 5 entsprechen wuerde).



