Sehr guter Artikel, den aber zu wenige zu lesen bekommen:
Wieviel kostet Corona? 500 Milliarden zusätzliche Staatsausgaben für die Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen? 1000 Milliarden, wenn man Steuerausfälle dazu zählt? 1500 Milliarden, weil Italien und Spanien auf Hilfe angewiesen sind? Oder sind es 2000, wenn, was zu befürchten ist, die Wirtschaft nicht so schnell wie erwartet anspringt und die Arbeitslosigkeit enorm ansteigt, vielleicht wieder auf 10 oder noch mehr Prozent? Wie berechnet man Selbstmorde aus Verzeiflung, den Ruin des unternehmerischen Mittelstands, die Zerstörung wirtschaftlicher Strukturen? Wie lange können Haushalte von Arbeitnehmern durchhalten, wenn das Kurzarbeitergeld gesenkt wird, weil die öffentlichen Kassen leer sind?
In diese Überlegungen platzt eine Nachricht. Ab kommendem Jahr soll der Preis von Sprit, Heizöl und Erdgas schnell steigen – aufgrund des CO2-Preises. Darauf hatten sich die Grünen über den Bundesrat mit der Bundesregierung geeinigt. Nun hat die Partei an die Vereinbarung erinnert. „Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass die Ergebnisse des Vermittlungsausschusses vom Dezember umgesetzt werden“, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer der Deutschen Presse-Agentur. Und weiter: „Gerade beim nationalen Emissionshandel braucht es ein Zeichen, dass wir nach der Corona-Krise anders wirtschaften wollen“, so Krischer.
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Krischer lebt in einem CO2-Wolkenkuckucksheim, in dem man sich eine Wirklichkeit malt, weil die vorgefundene nicht seinen Vorstellungen entspricht. Alle Menschen haben ihm zu dienen und seinen Plänen zu folgen.
Man kann nur den Kopf schütteln über so viel Weltfremdheit. Nichts von den Plänen der Grünen wird umgesetzt; auch wenn seine Schwester im Geist, Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), ähnliche Ideen hinausposaunt und Corona und Klima irgendwie gleichsetzt, denn Bildung ist auch etwas, was in der fernen Vergangenheit verloren gegangen ist. Wir werden dieses Land wieder aufbauen müssen und auf die Kosten achten und die wirtschaftlichen Folgen wegräumen müssen – neue Phantasiesteuern braucht keiner.
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/...ufgabe-einer-partei/
Man wird sehen, ob sich diese realistische Einschätzung an den Wahlurnen widerspiegeln wird. Ich fürchte, dass sie das nicht wird, da die Grünen-Wähler immer noch genug Geld und Lebensqualität haben werden, als dass es ihren Glauben erschüttern könnte.
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