dürfte tatsächlich das geringste Problem sein für Schwarz-Grün. Die Reform, die Schwarzgelb seinerzeit versucht hat durchzusetzen - Erhöhung des Freibetrages plus minimale Abflachung der Progressionskurve hätte ca. 6 Mrd. Mindereinnahmen bedeutet. Beidem können die Grünen zustimmen, weil ihr Konzept sich letztlich nur darin unterschied, dass sie im oberen Bereich - mittels Erhöhung des Spitzensteuersatzes - Mehreinnahmen generieren wollte.
Da kann man sich drauf einigen, dass das 0:0 ausgeht. Also moderate Erhöhung oben zum Ausgleich der 6 Mrd., aber keine Mehreinnahmen. Absolut kompromissfähig.
Da sieht es bei einer Reihe von Themen schwieriger aus. Reform der EEG-Umlage, Energiewende, Mindestlohn u.a.
Dazu kommt, dass die grünen Wähler das derzeit eher ablehnen würden. Mit den 8,x% sind die Grünen ausschließlich von ihrer treuen Stammwählerschaft bedient worden. Und die hat da schlicht Vorbehalte. Bei einer internen Abstimmung über die Koalition würde diese garantiert derzeit durchfallen. Auch die CDU kann es sich letztlich nicht leisten. Da gibt es im (alten, auch altersmäßig) Stammwählerbereich zu große Vorbehalte. Den hat Merkel mit ihrer Wende zur "modernen" CDU eh schon sehr getriezt.
Also eher unwahrscheinlich. Jedenfalls unwahrscheinlicher als die große Koalition. Die wäre zumindest kein "Kulturbruch". Gabs ja schon. ----------- Vegetarier aller Länder verneigt euch! ONE BIG ONION! |