Der Lotto-Jackpot ist geknackt
Der Rekord-Lotto-Jackpot von 43 Millionen Euro ist geknackt. Dies teilte der Deutsche Toto-Lotto-Block am Mittwochabend auf Anfrage in Stuttgart mit und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung.
„Es wurden mit einem Super-Systemschein sechs Richtige und die Superzahl getippt. Es kann aber gut möglich sein, dass noch andere Lottospieler den Jackpot knacken konnten“, sagte Sprecher Klaus Sattler der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dies stehe erst am Donnerstagmorgen nach Prüfung aller Tipps fest.
Wie die „Bild“ berichtete, hatte einer der 24 von der Zeitung an Leser verlosten Super-Systemscheine im Wert von jeweils 6009 Euro die sechs Richtigen 9, 10, 24, 28, 39 und 42 sowie die richtige Superzahl 3. Die „Bild“ äußerte sich nicht näher zu dem Gewinner. Auf dem Systemschein seien 16 Zahlen angekreuzt, die nach einem bestimmten System ausgewertet werden. Damit seien die Chancen auf einen Gewinn 1864 Mal höher als bei einem normalen Tipp, bei dem der Spieler sechs von 49 Zahlen ankreuzt. Die Chance auf den Gewinn des Jackpots liegen mit einem normalen Tipp bei 1 zu rund 140 Millionen.
Der Rekord-Jackpot hatte Millionen Menschen in Deutschland und auch in den Nachbarländern in einen Lotto-Rausch versetzt. Die Spieler setzten mehr Geld ein als je zuvor beim Mittwochslotto: 135 Millionen Euro, das bedeutete 60 Prozent mehr als am vorangegangenen Mittwoch. „Es wurden seit Sonntag mehr als 20 Millionen Spielscheine eingereicht“, sagte Sprecher Sattler. Damit wurde der bisherige Rekordeinsatz von 96,7 Millionen Euro an einem Mittwoch aus dem Jahr 2004 deutlich übertroffen.
An den 24500 Annahmestellen drängten sich am Mittwochnachmittag die Glücksjäger. Je näher die Ziehung rückte, desto enger wurde es an den Tischen. Immerhin sprach einiges für diesen Tag, denn schließlich wurden die meisten deutschen Mega-Jackpots an einem Mittwoch geknackt. Doch mit dem Einsatz am Samstag kann der Mittwoch noch nicht mithalten: Zur Ziehung am vergangenen Wochenende setzten die Tipper mit 25 Millionen Tippscheinen 150 Millionen Euro ein. Im Schnitt lagen die Wetteinsätze im vergangenen Jahr am Samstag bei 67 Millionen Euro, am Mittwoch bei 29 Millionen Euro. „Es ist der Traum von finanzieller Unabhängigkeit. Er ist stärker als alle Wahrscheinlichkeitsrechnungen“, erklärte Klaus Sattler, Sprecher der baden-württembergischen Lotto-Zentrale in Stuttgart, den Boom. Die geringe Chance auf den Gewinn des Jackpots schrecke anscheinend nur Wenige.
Der Jackpot hatte sich über 13 Lottoziehungen angesammelt - noch nie in der deutschen Lotto-Geschichte ist der Jackpot in 13 aufeinanderfolgenden Ziehungen nicht geknackt worden.
Auch vor der Bekanntgabe des Jackpot-Siegers standen schon die ersten Gewinner fest: Den Annahmestellen bescherte das Lotto-Fieber nach einem bisher mageren Jahr nun ein kräftiges Einnahmeplus. Mit den derzeit höheren Einnahmen könne das von Januar bis Oktober aufgelaufene Minus von acht Prozent ausgeglichen werden, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Toto- und Lotto-Verkaufsstellen Deutschland, Hermann Teckenburg, am Mittwoch in Flensburg. Nach seinen Angaben erhalten die Stellen im Durchschnitt sechs Prozent des Spieleinsatzes als Provision. „Wir freuen uns, dass wir mit den erhöhten Provisionen die Kosten decken können, die im Laufe des Jahres entstanden sind. Wir brauchten das auch.“ (dpa) ----------- Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer(Sokrates) |