„Die Homosexuellen sind genauso gefährlich wie die Hamas und genauso gefährlich wie Nazis zu religiösen Personen.“
Oder wie einig sich Vertreter der Religionen auch sein können!
Samstag, 15. Juli 2006 Top News Heiliges Land ist nicht Homo-Land Im August soll in Jerusalem das große internationale Gay-Festival stattfinden. Dies verärgert viele Gruppen, bringt jedoch auch ansonsten sich fern stehende Gruppen zusammen.
Orthodoxe Juden, Moslem und Christen schlossen sich zusammen, um zu versuchen, diese einwöchige Zusammenkunft von Homosexuellen und Lesben aus aller Welt in der Hauptstadt Israels zu unterbinden.
Gläubige in Jerusalem haben bereits einige Gebetsversammlungen diesbezüglich in der Stadt abgehalten, während Rabbiner und moslemische Kleriker eine gemeinsame Pressekonferenz abhielten, die dieses Happening verurteilt und anprangert. Rabbi Jehuda Levin sowie arabische Knessetabgeordnete nahmen daran teil. Mindestens 45 weitere Abgeordnete unterzeichneten eine Petition gegen diese Parade.
„Dies ist das Heilige Land und kein Homo-Land“, so Rabbi Levin – ein Moralaktivist aus den USA, der nach Israel kam, um sich gegen diese Parade einzusetzen – zu „israel today“. „Die Homosexuellen sind genauso gefährlich wie die Hamas und genauso gefährlich wie Nazis zu religiösen Personen.“
Jedoch ist Jerusalems Stadtrat durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes Israels gebunden und hat keinen Weg, sich da heraus zu ziehen. Levin beschuldigt dafür liberale Politiker und säkulare Juden, wie Ministerpräsident Ehud Olmert, dessen Tochter eine bekennende Lesbe ist, dass solch ein Ereignis überhaupt stattfinden kann.
Die Sünde der Homosexualität konnte dem Volk Israel das Land kosten, so Rabbi Levin. Die Bibel lehrt das Volk nicht in den Wegen der der Kanaaniter und der Ägypter zu gehen, die entsprechend der Torahgelehrten Homosexualität als normale Tätigkeit im tagtäglichen Leben hatten, um nicht das gelobte Land zu verlieren.
Noa Sattath, die Vorsitzende des „Jerusalem Open House“, einer Anlaufstelle für Homos und Lesben, und eine der Organisatoren dieses Ereignisses, konterte jedoch die Aussage Levins.
„Die Sünde, die zur Zerstörung Sodoms und Gomorrahs führte, war die, dass die Fremden schlecht behandelt wurden. Ich hoffe dass Israel diesen Fehler nicht erneut begehen wird“, so Sattath.
Sie besteht weiterhin auf ihrer Meinung, dass die Parade und die Aktivitäten dieser Woche nicht provokativ sein und auch die religiösen Aspekte der Stadt in Bedacht nehmen würden. Außerdem soll die sexuelle Seite heruntergedreht werden und keinerlei Happenings in dessen Rahmen würden neben einem religiösen Wohnviertel stattfinden.
In den letzten drei Jahren fanden bereits Homo-Paraden in Jerusalem statt, die jeweils bis zu zehntausend Teilnehmer anzogen. Jedoch wird für dieses internationale Festival mit bedeutend mehr Teilnehmern aus aller Welt gerechnet.
- Nicole Jansezian - http://www.nai-israel.com/ |