Gaza-Vorfall: Zentralrat der Juden ruft zur Besonnenheit auf Der Zentralrat der Juden hat in der Debatte über den Angriff Israels auf einen internationalen Hilfskonvoi zur Besonnenheit aufgerufen. «Ich bin dafür, dass wir kühlen Kopf bewahren, statt heiße Luft zu verbreiten», sagte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Natürlich könne man sich zu Recht Fragen stellen, ob die israelische Aktion verhältnismäßig gewesen sei. Er halte «die Kaskade von Hass», die nun auf Israel niedergehe, aber für übertrieben. Seine Kritik richtete er insbesondere an die Linkspartei.
Graumann äußerte Bedauern über den Vorfall vor der Küste des Gaza-Streifens, bei dem nach Angaben des israelischen Militärs mindestens neun Menschen ums Leben kamen. «Wenn es Opfer gibt, ist das immer ein Grund für Trauer und für Schmerz - ohne jeden Zweifel.» Graumann begrüßte den Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), den Vorfall unter Einbeziehung internationaler Beobachter aufzuklären. (1.6.2010) |