ein oder zwei Mal Schwarze verteilt. Aber das, was Karlchen hier verbreitete, war zu fett. Ja, meine Toleranz hat Grenzen.
Hier noch ein paar Gedanken aus Israel zu Leuten wie Karlchen: DAS WORT „ mich dem Fremden zu übergeben“ ist die schlimmste Anklage in der jüdischen Tradition. „Der Moser“ ( = der übergibt) war ein Jude, der einen anderen Juden nichtjüdischen Behörden verriet und der den Tod verdiente. Es war genau diese Anklage, die das Schicksal Yitzhak Rabins besiegelte.
Jetzt ist das die Hauptanklage israelischer Faschisten gegen die Linke geworden. Vor kurzem wurde eine extreme Kampagne gegen den „Neuen Israel Fond“ (NIF) erhoben, eine in den USA sitzende Institution, die linke NGOs in Israel unterstützt. Der Fond wird angeklagt, er habe Organisationen finanziell unterstützt, die „Richter Goldstone“, - „den antisemitischen Juden“, der ekelhafte Lügen über den zionistischen Staat verbreitet - mit Material versorgten. ( Übrigens: die Organisation, in der ich aktiv bin, die auch Kriegsverbrechen aufdeckt. hat nie einen Heller erhalten.)
Anat Kam, einer Soldatin, die geheime Dokumente vom Armeekommando „gestohlen“ habe und half, in Haaretz ein Kriegsverbrechen aufzudecken, wird vorgeworfen, „dem Feind zu dienen“. Sie ist wegen „schwerwiegender Spionage“ angeklagt, ein Verbrechen, für das man lebenslange Gefängnisstrafe bekommt.
„Verräter“, „Agenten des Feindes“, „Zerstörer des Vaterlandes“, „Dolchstoß in den Rücken“ – diese Schimpfwörter sind zu einem Teil des Mainstream-Diskurses in Israel geworden. Man sollte sie ernst nehmen.
Vor noch nicht all zu langer Zeit führte genau diese Sprache zu einer historischen Tragödie in Europa.
http://www.uri-avnery.de/...p;cntnt01origid=15&cntnt01returnid=15
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