Impfpflicht in Frankreich, richtig oder falsch?

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eröffnet am: 21.03.15 13:09 von: potzzzblitz Anzahl Beiträge: 46
neuester Beitrag: 28.03.15 11:46 von: ex nur ich Leser gesamt: 7338
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21.03.15 13:09 #1 Impfpflicht in Frankreich, richtig oder falsch?
Meiner Ansicht nach ist eine Impfpflicht ein grober Menschenrechtsverstoß. Das Recht der Eltern, über prophylaktische medizinische Eingriffe bei ihrem Kind zu entscheiden, wiegt für mich deutlich mehr als die Verpflichtung des Staates, sich um die Gesundheit der Bevölkerung zu kümmern.

Das zur Pflicht erklärte Impfen stellt die Evolution infrage. Es impliziert, dass Menschen nur mithilfe der Pharmaindustrie zu gesunden/ungefährlichen Erdenbewohnern werden können. Abweichler, die einfach so "wie die Natur sie schuf" leben, werden als Gefahr gebrandmarkt, was ich für ein staatsphilosophisches Verbrechen halte. Es reduziert den Menschen zu einem Produkt des Staates oder seinem Eigentum.

Das ist ein gefährlicher Weg, auf dem Frankreich sich befindet.
Frankreich: Verfassungsrat entscheidet gegen Impfgegner | Telepolis
Elternpaar hatte das "Recht auf Gesundheit" angeführt, um den Verstoß gegen die Impfpflicht für ihre Kinder zu begründen
 
21.03.15 14:17 #2 Es gibt Impfungen, die ich gut finde, aber
eine Pflicht ist abartig.

"Damit müssen die Eltern, die vorgeschriebene Impfungen für ihre dreijährige Tochter und den noch jüngeren Sohn verweigerten, nun in ihrem anhängigen Verfahren vor einem Gericht in Auxerre eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren und Geldstrafe bis zu 30.000 Euro befürchten."
Quelle #1

Das ist heftigst.  
21.03.15 14:22 #3 Die spinnen, die Gallier!
Kann aber gut sein, daß Impfpflicht bald EU-Standard wird.
Paßt eh prima zur allgemeinen Bevormundung der Bürger in allen Lebensbereichen.  
21.03.15 14:25 #4 genau potzi
Warum helfen wir denn den Ebolaregionen überhaupt. Wen interessiert das Menschenrecht der Leute da unten, an Ebola zu sterben. Die Gesundheit der Bevölkerung geht den Staat nix an. Soll sich jeder selbst drum kümmern. Und über das eigene Balg dürfen nur die Eltern entscheiden. Das Kind fragen wir besser auch nicht.
Warum mischen wir uns weltweit mit Gesundheitsprogrammen ein, wo doch die ganzen Einwohner der Entwicklungsländer einfach "wie die Natur sie schuf" sterben könnten.

Du bist ein Hardcoredarwinist, oder?
Warum geben wir Hungrigen eigentlich was zu essen? Die Natur regelt doch alles von alleine.  
21.03.15 14:40 #5 #4 Du vergleichst eine Epidemienbekämpfung mit
prophylaktischen Zwangsimpfungen.

Mir geht es nicht um die wissenschaftliche Wirksamkeit in dieser Diskussion oder um potentielle Impfschäden.

Ich spreche hier vom grundsätzlichen Freiheitsverständnis als menschliches Lebewesen. Frankreich geht einen Weg, der die Bürger dort wie Farmtiere behandelt, die man von oben herab - unter Umgehung des Willens der Eltern -  bis in ihre körperliche Unversehrtheit hinein managen will.  
21.03.15 15:08 #6 Manche Kinder
muss man vor der Dummheit ihrer Eltern schützen. Deshalb macht eine Impfpflicht durchaus Sinn.  
21.03.15 15:17 #7 Und wer schützt die Menschen vor der Dummhei.
der Medizin, wenn quasi per Dekret und Lobbyismus entschieden wird, welche Substanzen zwangsweise in die Menschenkörper gespritzt werden?

Ich denke, dieser Eingriff über die Köpfe der Eltern hinweg, ist ein Rückfall in vergangene Zeiten. Die DDR-hatte entsprechend ihrem Menschen- und Gesellschaftsbild noch eine Impfpflicht. Von der völkischen Wohlfahrtsdiktatur der Nazis ganz zu schweigen.

Nein, eine freie Gesellschaft muss auch den freien Willen der Eltern ertragen. Auch wenn es ein geringes Restrisiko gibt, dass Dritte einer Gesellschaft geschädigt werden könnten.  
21.03.15 15:49 #8 Die dritten, die geschädigt werden,
sind die Kinder. Und die können die Entscheidung der Eltern nicht rückwirkend ändern. Natürlich darf es kein Impfen um des Impfens willen geben. Aber es gibt ausreichend fundierte Erkenntnisse welche Impfungen in Bezug auf Chance zu Risiko Sinn machen und welche nicht. Auf Kinderkrankheiten wie Röteln oder Windpocken trifft dies beispielsweise zu.  
21.03.15 15:59 #9 Für mich ist das eine ähnlich gefährliche
Ideologie wie die Vorratsdatenspeicherung. Individualrechte und -freiheiten werden zugunsten eines wie auch immer stimulierten "Volksempfindens" geopfert.

Wer die Macht hat, dieses Volksempfinden durch das Schüren von Ängsten zu manipulieren, übt auch Macht über die Individualrechte der Menschen aus.

Gerade um nicht eine Konditionierung der Menschen durch eine Minderheit zuzulassen, ist es elementar für eine freie Gesellschaft, den freien Willen zu schützen.  
21.03.15 16:03 #10 Eine Fortführung dieser Ideologie könnte z. B.
sein, dass man in zehn oder zwanzig Jahren Kinder nach der Geburt mit Computer-Chips versieht.

Begründen könnte man das mit einer Statistik, die eine Gefahr von Kindesentführungen und -missbrauch ausweist. Um zu verhindern, dass Eltern ihrer Obhutspflicht nicht nachkommen, wird mittels Chip geprüft, wie lange sie Kinder unbeobachtet lassen, wo sie sich befinden oder wer mit ihnen in Kontakt steht.

Das klingt verrückt? Ich bin mir da nicht mehr so sicher.  
21.03.15 16:35 #11 Die Entführer haben dann halt ne Spritze
und ein Skalpell im Handgepäck um den Chip wieder rauszuschnipseln.
Aber ich mit dir einig, irgendwann hört's mal auf mit Vorschriften.
 
21.03.15 16:44 #12 von einer Impfpflicht...
halte auch ich nix. Andererseits sollten Jene die sich nicht impfen lassen, entsprechend auch die Verantwortung dafür tragen.
Wenn Beispielsweise wie in Berlin ein Kleinkind wegen Masern ums Leben gekommen ist, so finde ich, sollte man jene Eltern zur Verantwortung ziehen, welche die Masern über ihre Kinder herangetragen haben.
Dann wäre es durchaus gerecht, dass jene Eltern mal paar Tausender an die Opferfamilie zahlen. Dies macht das Kind zwar auch nicht wieder lebendig, doch finde ich es ebenfalls unangemessen, wenn Andere dafür mit ihrem Leben zahlen müssen, weil der Idealismus größer als die Vernunft ist.  
21.03.15 16:47 #13 Aber sonst gehts dir noch gut, Tony?
21.03.15 16:55 #14 Wieder mal typischer Fordismus
Findet die Pflicht schlecht, will aber im Zweifelsfall die Eltern hart bestrafen, was dann gleichbedeutend mit einer Pflicht ist.

Das versteht nur er selbst.  
21.03.15 17:09 #15 #14...
sowas nennt man Verantwortung für sein Handeln tragen.  
21.03.15 17:38 #16 Beispiel...
ein Kind leidet unter einer Immunschwäche und erkrankt durch ein ungeimpftes Kind an Masern und stirbt daraufhin an Masern oder erleidet Langzeitschäden.
Im Klartext heißt das, dass der Idealismus (Impfgegnerschaft) einiger Eltern zu lasten  des betroffenen verstorbenen Kindes geht und durch eine Impfung vermeidbar gewesen wäre.  
21.03.15 18:06 #17 Die Eltern sind im Todesfall
sowieso schon strengstens "bestraft" oder vom Schicksal getroffen - da braucht´s nicht noch eine extra Sanktion. Und Verantwortung tragen, ist ein Witz in einer Welt, in der die größten Verbrecher seltenst Verantwortung für ihr Handeln zu tragen haben. Außerdem gibt/gab es mal sowas wie eine Volksgemeinschaft, bzw. Generationenvertrag. Wird eh alles über Bord geworfen, weil es die "freie Entfaltung" (oder auch bewußte Ausbeutung/Gängelung) sowohl des Einzelnen als auch ganzer Gruppen behindert.  
21.03.15 18:10 #18 Solidargemeinschaft
anstatt Volksgemeinschaft.

Meine "Festplatte" hat auch Wochenende ;-)  
21.03.15 18:11 #19 #1, komisch, beim Gesetz das die Bescheneidun.
von Jungen in Deutschland erlaubt, haste dich doch auch nicht aufgeregt. Hier geht es doch auch um die körperliche Unversehrtheit von Schutzbefohlenen.  
21.03.15 18:13 #20 #16, das ist Nazi-Ideologie.
Am Schluss sind wir wieder bei ethnischen Säuberungen.  
21.03.15 18:13 #21 Beschneidung von Jungen erfolgt unter
Betäubung und dient der Hygiene. Ausserdem freuen sich die Frauen drüber.

Aber da du hier ja so beliebt bist, hast du natürlich Recht.  
21.03.15 18:18 #22 Ein Akt der Hygiene wäre es, wenn du dich m.
samt deiner Board Schickeria vom Acker machst.

 
21.03.15 18:18 #23 Über die Impfdebatte
Gegen Argumente resistent

Bei jeder Masernmeldung prallen sie im Kommentarbereich aufeinander: Impfbefürworter und Impfgegner. Warum ist das Diskutieren über das Impfen so konfrontativ? von Annika von Taube und Christoph Schattleitner
http://www.zeit.de/community/2015-03/impfdebatte-konflikt-argumente
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.
21.03.15 18:18 #24 21. wenn
Der liebe Gott das gewollt hätte, hätte er die Männer anders gebaut;)) kann ja jeder nach Volljährigkeit machen.......  
21.03.15 18:27 #25 Beschneidung war vielleicht vor zig hundert
Jahren mal eine hygienische Maßnahme. Heute definitv nicht mehr, es ist religiöser Firlefanz, der nicht nur nichts bringt, sondern einfach nur archaische Riten protegiert.  
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