das Paket Herz / Leber sind.
Das medizinische Novum bei einen katastrophaler Ausbau von Ersatzteilen. (Ausbeinen)
Auszug aus: http://www.faz.net/aktuell/politik/...-von-ersatzteilen-12536010.html
Mit jedem Herzschlag strömte das Blut raus. Sie müssen sich vorstellen: Sie haben da einen OP-Tisch mit einem Körper, der ist vom Hals bis knapp über dem Schambereich völlig geöffnet, und das Blut läuft Ihnen links und rechts vom Tisch runter. Literweise. Eine groteske Situation. Und es gab dann auch Streit im OP. Weil die Organe ja verloren waren in dem Moment, in dem die Patientin reanimationspflichtig wurde, weil diese Blutung nicht zu stoppen war. Ein angeschocktes Herz, das defibrilliert wurde, das kann man nicht transplantieren, und die Leber dann auch nicht.
Sie sprechen von Reanimationspflicht bei einer bereits hirntoten Person?
Ja. Das Herz hatte vor der Entnahme aufgehört zu schlagen. Also gab es Streit. Die Operateure haben uns Dilettantismus vorgeworfen. Die Stimmung war so geladen, es hätte beinahe eine Schlägerei gegeben. Da ist dann ein anderer Operateur reingekommen und hat gesagt: „Jetzt lasst mal, ist ja gut, das ist pietätlos.“ Und da die Patientin dann eh tot war, sind wir als Anästhesisten auch abgetreten. Es hat dann noch von einem anderen Team die Explantation der einen Niere stattgefunden, und ich glaube, die Augenkliniker haben die Hornhaut explantiert.
Das war für Sie ein Wendepunkt.
Das war ein katastrophaler Ausbau von Ersatzteilen.
War das ein visueller Schock?
Ich hatte bei anderen Operationen auch Blut gesehen, aber nie diese Mengen. Wir haben ja noch literweise Transfusionen gegeben, um das irgendwie zu halten. Der ganze OP schwamm. Die OP-Pfleger hatten Gummistiefel an. Und dieser ausgeweidete Körper. Das hat mich sehr schockiert. Diese Stresssituation mit dem ständigen Telefongeklingel, die vielen Menschen, die dabei waren. Und der Geruch! Wenn ein Körper aufgesägt wird, dieser Brandgeruch, die Knochenspäne, die besonders riechen, und dann darüber dieses Blut. Das war echt elend. |