„Jack-ass“ war eine der vielen Singles aus Becks Album „ Odelay “ von 1996. Die täuschend einfache Aufnahme eines wunderschönen Liedes bildet zu Recht das Herzstück des Albums.
Der Song sampelt Van Morrisons erste Band, Them. Diese coverten Bob Dylans „It’s All Over Now, Baby Blue“ und verliehen dem Song einen hypnotischen Groove und eine repetitive Keyboardmelodie. Beck und die Dust Brothers nahmen diese Melodie und fügten sie seinem eigenen Folk-Song hinzu. Bei 2:50 Minuten lassen sie den Them-Groove hinter sich und greifen auf einen funkigeren Beat zurück. Ein raffiniertes Gitarrensolo, atmosphärische Mundharmonika und einige ungewöhnliche, murmelnde Gesangseffekte runden den Song ab (ganz zu schweigen von einem echten Esel).
Textlich erkundet der Song jene geheimnisvolle Berufung, die einen manchmal retten und aus der Traurigkeit befreien kann. Hier beschreibt Beck den Blues als „das Dahintreiben in denselben abgestandenen Schuhen“, „lose Enden, die im Hinterkopf eine Schlinge bilden“, „Faulheit“. Es ist einfach ein Mann, der ziellos umherirrt, vermutlich nach einer Trennung, die ihn leer zurückgelassen hat (er erinnert sich auch an ihr Lächeln, „als die Schwerkraft noch wild war“, was einer meiner absoluten Lieblingszeilen ist).
Das Lied scheint jedoch von jenem Moment zu handeln, in dem man aufhört, ziellos umherzutreiben, wenn sich die Puzzleteile zusammenfügen. Etwas ruft einen, eine seltsame Einladung. Wenn er daraus erwacht, wird er die Kühle des Abends spüren.
Der Text des Liedes ist kurz und einfach, bewahrt aber dennoch ein gewisses Geheimnis, eine gewisse Melancholie und ein gewisses Wortspiel. Es ist seit Langem eines meiner Lieblingslieder, nicht von Beck, sondern von jedem |