habe ich mein Restinvestment in Gazprom als Totalverlust abgeschrieben. Da ich noch vor dem Krieg bei 7,50 € 66 % der Anteile verkauft habe und einen Einstiegskurs von unter 4 € hatte und seit 2015 Dividende kassiert habe, habe ich trotz eines möglichen Totalverlustes der restlichen 33 % eine Rendite von über 60 %. Natürlich hatte ich mich auf Dividendenrenditen von 10 - 20 % bezogen auf mein Einstiegkurs in den nächsten Jahren gefreut. Aber mit dem Krieg hat sich leider alles verändert.
Ich tausche auf keinen Fall meine ADR's um, da sich die mittelfristigen Aussichten von Gazprom ganz klar seit Kriegsbeginn verschlechtert haben. Russland hat leider keine entsprechende Infrastruktur nach China und Indien, um die wegfallenden Absätze in Europa zu kompensieren. Man musste sogar in den letzten Wochen Rohöl zu Ramschpreisen an China "verschenken", weil keiner russischer Erdöl will. Aktuell profitiert man noch von den hohen Rohstoffpreisen. Diese werden aber auf absehbarer Zeit wieder fallen. Sicher wird Energie nicht mehr so billig wie vor dem Krieg. Aber es stehen genügend Unternehmen am Spielfeldrand, um die wegfallenden Absätze aus Russland zu übernehmen. Was in 10 Jahren ist, ob dann China, Indien und Südostasien deutlich mehr Gas aus Russland importieren wird sich zeigen.
Daher warte ich ab. Wenn ich irgendwann Geld aus einen Verkauf der ADR's bekommen sollte, dann freue ich mich darüber. Aber aktuell gehe ich von einen Totalverlust aus und konzentriere mich meine Sparpläne und andere Investments. |