cui bono? die grossen vier! 3600km neue Stromtrassen werden mindestens benötigt,aber die Bundesregierung hat immer die grossen vier unterstützt statt regionale Konzepte zu begünstigen.Die verfahren für die grossen Stromtrassen,die natürlich gerade für die Offshoreprojekte und Träume wie das Wüstenprojekt in Afrika erforderlich werden,brauchen Raumordnungsverfahren und Umweltverträglichkeitsverfahren und dann die Planfeststellung .Diese Verfahren brauchen Jahre.Sie sind bei der Bevölkerung in hohem Grade unbeliebt und führen zu heftigem Bürgerwiderstand
Die FTD schreibt hierzu Rückkehr der Kleinversorger ......Leprich hingegen setzt vor allem auf den schnellen Ausbau einer verbrauchsnahen Erzeugung, die teilweise den Ausbau von Netzen überflüssig mache und zudem die regionale Wertschöpfung stärke: "Vor allem die Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes garantiert die Existenz eines energiewirtschaftlichen Mittelstands, der im Unterschied zu den Energiekonzernen mit moderaten Renditen gut leben kann." Der Energieexperte plädiert zudem für einen zügigen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), der gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme: "Die frühere Bundesregierung hatte in ihrem Meseberg-Programm einen KWK-Ausbau von 25 Prozent bis zum Jahr 2020 postuliert, ein Ziel, von dem wir heute meilenweit entfernt sind." Deshalb müsse es hier dringend neue gesetzgeberische Impulse geben. Gefördert werden müsse das Kraftwerk im Heizkeller und nicht mehr das fossile Großkraftwerk auf der grünen Wiese.
"Gas ist die ideale Ergänzung zu der zunehmenden Ökostromeinspeisung" In diese Richtung äußert sich auch Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung: "Ich warne davor, Atomkraftwerke künftig durch Kohlekraftwerke zu ersetzen, dann bekommen wir massive Probleme mit dem Kohlendioxidausstoß." Im gleichen Atemzug erteilt sie auch der sogenannten CCS-Technik eine Absage. Mithilfe von Carbon Capture and Storage sollen die klimaschädlichen CO2-Mengen aus Kohlekraftwerken gebunden und anschließend unterirdisch gelagert werden. "CCS ist zu teuer und zu unwirtschaftlich. Zumindest in Deutschland wird diese Technik keine Rolle spielen", sagt Kemfert. Stattdessen plädiert sie für den Bau neuer Gaskraftwerke, die viel schneller und flexibler dem Strombedarf angepasst werden: "Das ist die ideale Ergänzung zu der zunehmenden Ökostromeinspeisung." Dass Gaskraftwerke künftig auch vermehrt Regelenergie bereitstellen, sprich für die Stabilität des Stromversorgungssystems sorgen, ist für Michael Feist eine ausgemachte Sache. Zudem zeichnet sich für den Vorstandschef der Stadtwerke Hannover ab, "dass die Energieversorgung demnächst deutlich dezentraler sein wird als heute." Dabei werde es laut Feist einen weitaus größeren Technologiemix als derzeit geben - von Windenergie, Fotovoltaik, Wärmepumpen bis hin zu kleinen Blockheizkraftwerken, den Kellerkraftwerken.
Vor Kurzem verabschiedeten sich die Stadtwerke Hannover von dem Plan, sich an dem Eon-Kohlekraftwerk Staudinger nahe Hanau zu beteiligen. "Bei der unsicheren Genehmigungslage hätte eine solche Beteiligung eine unproduktive Kapitalbindung bedeutet", begründet Feist die Umschichtung dieser Gelder. Denn bis 2020 wollen die Hannoveraner 500 Mio. Euro in erneuerbare Energien investieren. Schwerpunkte sind dabei Windprojekte an Land und auf hoher See sowie Biomasseanlagen. Dabei haben sich die Stadtwerke Hannover ein ambitioniertes Ziel gesetzt: "Wir wollen bis 2020 alle unsere Haushaltskunden mit Ökostrom aus eigenen Anlagen versorgen." Ein ähnliches 100-Prozent-Ziel verfolgen derzeit nur die Stadtwerke München, die bereits bis 2015 all ihren Privatkunden grünen Strom aus eigenen Kraftwerken liefern wollen.(Die Stadtwerke Ulm freuen sich bereits darüber,dass sie auf Eigenversorgung gesetzt haben,was zu Zeiten des Atomstroms noch wenig erfolgversprechend war) Der Umbau der Energieversorgung sei auch für die Bevölkerung mit Belastungen verbunden, sagt Peter Asmuth, Vorstand der Stadtwerke Aachen: "Wir können über den Umfang des Netzausbaus trefflich streiten, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir für Ökostromausbau am Netzausbau auf allen Ebenen nicht vorbeikommen." Für den Kieler Wirtschaftsminister de Jager kommt es darauf an, zu schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren für neue Trassen zu kommen. Bei allen Forcierungsplänen setzt der Minister auf die Einbindung der Bevölkerung: "Wir sollten alle unsere Lehren aus Stuttgart 21 gezogen haben."
Die Proteste gegen neue Stromtrassen im Land halten an. Mit am bekanntesten ist der Widerstand gegen die sogenannte Rennsteigtrasse in Thüringen sowie gegen die Höchstspannungsleitung zwischen dem niedersächsischen Wahle und Mecklar in Nordhessen. Ende März hat die Anhörung gegen dieses 100 Kilometer lange Projekt des Netzbetreibers Tennet TSO begonnen. Vor der Anhörung hatte es erneut einen Protestzug gegeben. Verschiedene Bürgerinitiativen hatten gegen die geplante Freileitung mehr als 10.000 schriftliche Einwendungen gesammelt. Sie plädieren stattdessen für Erdkabel, die Tennet TSO aus Kostengründen ablehnt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Stimmungslage entlang der geplanten Stromtrasse untersuchen lassen. "Die Bürger wollen viel früher über das Bauvorhaben informiert werden, wobei die Planungsdaten viel, viel früher veröffentlicht werden müssen", fasst der DUH-Projektleiter zusammen..... http://www.ftd.de/unternehmen/...-kraft-aus-der-provinz/60047526.html
eines ist klar inzwischen:die Abhängigkeit von den grossen Vier führte zu ständig steigenden Strompreisen für die Normalbürger,die grossen Gewerbebetriebe kriegten ja immer Sonderkonditionen.Da liegt es nahe dass die Kleinversorger zu bevorzugen sind deren Netze bei weitem nicht so störend sind wie riesige Strommasten ,unter denen ohnehin wegen der Strahlung kein Mensch mehr leben will und kann. |