unser Land nicht und kommt so ständig zu Fehleinschätzungen.
"Wulff" als Thema mag für die Medien und den Boulevard (inkl. manche Feuilletonisten) interessant sein, wichtig ist er nicht. Denn er hat nur ein beschränktes Aufgabengebiet und keine politische Macht und ist insofern so (un-)wichtig wie ein Notar oder Steuerberater; man braucht sie manchmal, aber entschieden wird an anderer Stelle.
Und deshalb ist Fr. Merkel wichtig. In der großen Koalition hat man ihr vorgehalten, sie führe nicht. Konnte sie auch nicht, angesichts der Machtverhältnisse bei zwei fast gleichgroßen Koalitionspartnern.
Das ist jetzt völlig anders. Und deshalb steht sie im Blickpunkt, wobei es wohltuend ist, zu sehen, daß sie ihren Job mit Unbestechlichkeit und vor allem mit einer gewissen Ruhe und Zurückhaltung ausführt (was ihr natürlich gleich wieder als "zu zögerlich" vorgehalten wird). Sie regiert ein Land, welches nicht militärisch (Gottseidank), aber wirtschaftlich eine von vier oder fünf Großmächten ist, welches finanziell den von D abhängigen europäischen Block anführt und selbst finanziell gesund dasteht. Deshalb kommt ihr und dem Land die besondere Aufgabe zu, mit dieser "Macht" in Europa und auch weltweit verantwortlich umzugehen und nicht jedem finanziellen Unfug und vor allem nicht jedem Kriegstreiber hinterherzulaufen. Nach wie vor halte ich es für richtig, in Libyen nicht dabeigewesen zu sein. Merkel macht das, ohne aufzutrumpfen, aber durchaus so, daß die übrigen Nationen (inkl.den USA) sehr genau auf D schauen und sehr wohl zur Kenntnis nehmen, daß D seine Interessen kennt und vertritt, und das sehr viel deutlicher als früher. ----------- nemo me impune lacessit |