http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,739760,00.html Unruhen in Nordafrika Gaddafi hadert mit aufständischen Tunesiern REUTERS Libyscher Machthaber Muammar al-Gaddafi: "Was in Tunesien geschieht, tut mir sehr weh" Die Tunesier haben ihren Präsidenten verjagt - und im Nachbarland wird die Staatsspitze nervös. Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi kritisierte die Proteste: Die Bürger hätten voreilig gehandelt. Fürchtet er ein Überspringen der Wut? Rabat/Tunis - US-Diplomaten beschreiben den libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi als Mann, der geplagt ist von Paranoia, Ängsten und Neurosen. Die jüngsten Äußerungen Gaddafis aber haben einen sehr realen Hintergrund: Im Nachbarland Tunesien haben wütende Bürger gerade ihren Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali abgesetzt, der musste ins Ausland fliehen. Gaddafi kritisierte das Vorgehen der Menschen. "Es tut mir sehr weh, was in Tunesien geschieht", sagte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur Jana. Die Tunesier erlebten Blutvergießen und Gesetzlosigkeit, weil die Menschen in aller Eile versucht hätten, ihren Präsidenten loszuwerden. Dabei habe Ben Ali ihnen doch versichert, nach drei Jahren sein Amt aufzugeben, erklärte Gaddafi . Es gebe keinen besseren Staatschef als ihn. |