"Ein Gespenst geht um in Europa: das Gespenst einer wachsenden Aufmüpfigkeit und Protestbereitschaft. Die begreift sich explizit nicht als „links“ und sorgt somit bei politischen Akteuren und Kommentatoren für einige Verwirrung. Ganz gleich, ob man sich die „gilets jaunes“ (Gelbwesten) in Frankreich, das Aufbegehren italienischer, spanischer, katalanischer, ungarischer und griechischer Wähler oder aber der britischen Brexit-Wähler ansieht: Der Protest gegen alte politische Strukturen und Prozesse geht an der politischen Linken völlig vorbei.....
.... Ursprünglich entzündeten sie sich an Steuererhöhungsplänen. Mittlerweile geht es aber um weit mehr. In den französischen Medien wird eine beeindruckende Liste von mehr als 40 Forderungen der Gelbwesten diskutiert. Es geht nicht nur um die Senkung der Steuern auf Kraftstoffe, sondern auch um grundlegende Veränderungen in den Bereichen Arbeit, Bildung, Finanzen, Gesundheits-, Migrations- und Wohnungspolitik. Zudem sollen plebiszitäre Elemente und Bürgerräte gestärkt, das Parlament neu gewählt und der Senat wie auch zahlreiche Sonderregelungen für Spitzenpolitiker abgeschafft werden. ....."
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