Sicherlich ist diverse Romantik nicht zielführend und entspricht auch nicht der Realität. Dass primär Fanatiker und ungebildete Syrer hier nach Dtl. kommen, dies wüsste ich gern mal belegt.
1. ist es insofern unlogisch, als dass Fanatiker ja in Syrien genau die Bedingungen vorfinden, in denen sie ihren Fanatismus ausleben können. Warum sollten Fanatiker hier nach Dtl. kommen um hier eben nicht an den Schalthebeln sitzen zu können? Im Gegenteil, diverse Fanatiker die hier in Dtl. nicht zum Zuge kommen reisen eher nach Syrien als das Fanatiker aus Syrien nach Dtl. flüchten.
2. Ist es logisch, dass das Bildungsniveau nicht dem europäischen Schnitt entspricht. Wäre dem anders, wäre Syrien wirtschaftlich wohl besser aufgestellt. Aber ich finde, wenn man sich mal die Zahlen anschaut, dass es keinesfalls primär nur Deppen sind die hier herkommen.
15% haben eine Hochschule besucht 16% ein Gymnasium 35% Mittelschule 24% Grundschule 11% keine Schule
http://www.welt.de/wirtschaft/article145745112/...ng-auf-die-Uni.html
Somit kann man grob sagen, dass 1/3 weitestgehend ungebildet sind und sicherlich sehr schwer integrierbar und damit potenzielle Risiken (Kriminalität) darstellen. Aber daneben 1/3 den Schritt in die Facharbeiterwelt schaffen können und ein letztes Drittel durchaus Perspektiven zu mehr hat. Gerade junge Männer und Frauen sind meiner Meinung nach noch formbar und anpassungsfähig, WENN ja WENN man sie nicht sich selbst überlässt, wenn man den hohen Aufwand für die Integration nicht scheut und wenn man weiterhin eine Willkommenskultur lebt.
Wobei ich dir vollkommen recht gebe ist, dass man die finanziellen Mittel an anderen Stellen hätte wesentlich effektiver investieren können.
Mit etwas mehr Vorausschau hätte man Beispielsweise im Libanon oder auch der Türkei gemeinsam mit den dortigen Behörden und Hilfswerken Flüchtlingszentren mit Weitblick errichtet. Z.B. indem man den Menschen dort ein attraktives Taschengeld zahlt und Möglichkeiten zur Bildung anbietet. Z.B. indem junge Männer Schulabschlüsse nachholen oder handwerkliche Berufe erlernen können. Z.B. indem man den motivierten Flüchtlingen die Möglichkeit auf eine fortführende Berufsausbildung in Dtl. mit evt. Perspektive zur Einwanderung in Aussicht stellt. Ich meine, wir haben einen massiven Mangel an Azubis, allen voran im Bereich der Pflege, so dass mit einer gewissen integrativen Vorbereitung viele Unternehmen sehr gern bereit wären jene Flüchtlinge auszubilden.
Man muss es den Flüchtlingen vor Ort nur attraktiv genug machen, so dass es sich nicht mehr lohnt in Masse nach Europa zu kommen. Ich denke kein Flüchtling wird seine Heimat einfach so verlassen, da muss schon wahrlich sehr viel Ohnmacht und Perspektivlosigkeit dabei sein, dass Menschen für Immer ihrer Heimat Ade sagen und zudem noch die Strapazen der Flucht auf sich nehmen.
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