Es gibt gerade zu diesem Thema wissenschaftliche Untersuchungen des Magazins "Harvard Business Manager" und hier kam man zu dem Ergebnis, dass schlechte Publicity auch positive Effekte haben kann.
So werden Verbraucher auf ein Produkt aufmerksam, das sie sonst nicht wahrgenommen hätten. Die Studie deutet zudem darauf hin, dass im Laufe der Zeit zwar die Kritik in Vergessenheit gerät, aber nicht das Produkt selbst.
Doch solche shitstorms, richten in den meisten Fällen keinen nachhaltigen Schaden an, da sie zum einen mit einer Dauer von etwa zwei Wochen nur eine begrenzte Lebensdauer haben und zum anderen die Meinung von Social-Media-Nutzern oft nicht der der Gesamtbevölkerung entspricht, zumal viele der Online-Kritiker nicht zum Kundenstamm zählen.
Für diese These gibt es zig Beispiele...
Untermauert wird diese These beispielsweise vom Fall Amazon: Nachdem der Onlinehändler wegen seiner Arbeitsbedingungen insbesondere online harter Kritik ausgesetzt war, hatte dies im Nachhinein zumindest für die Kontaktzahl keine negativen Folgen: Während des Shitstorms verlor das Unternehmen zwar rund 1.000 seiner 2,8 Milliarden Social-Media-Kontakte, doch selbst dieser verschwindend geringe Verlust konnte innerhalb weniger Wochen mit mehr als 5.000 neuen Facebook-Followern wieder ausgeglichen werden.
Im Falle der IngDiba, die aufgrund eines im TV-Spot Wurst essenden Dirk Nowitzkis von Vegetariern kritisiert wurde, hatte der Shitstorm laut Studie „Virtual Shitstorms, The Dynamics of Intense Indignation“ sogar positive Folgen. Nicht zuletzt da viele der Fans online für das Unternehmen Partei ergriffen.
Im besten Falle ist ein Shitstorm damit eine Möglichkeit, erhöhte Aufmerksamkeit sowohl on- als offline zu erzielen, die Social-Media-Kontaktzahl zu erhöhen und die wahren Fans zu aktivieren – gerade bei etablierten Marken.
Aber wie gesagt...ihr werdet es besser wissen.:-))
Wünsche noch einen netten Abend.. ----------- "In schlechten Zeiten müsst ihr Schalker sein. In guten haben wir genug davon" ©Charly Neumann |