Falls ihr noch nichts besseres vorhabt: Heute Abend ARD one
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Für Magdalena Miedl vom ORF handelt es sich bei dem Film um einen Politthriller: „Es sind die absurden Details, die den Film lebendig machen, etwa dass neben dem Lager eine McDonald’s-Filiale steht, dass der Flughafen der Marinebasis einen Geschenkeshop mit Gefängnis-Merchandise hat, oder dass im Internierungslager zwar das Misshandeln von Leguanen unter Strafe steht, aber offenbar nicht das Foltern von Häftlingen.“[21] Die zentrale und bittere Erkenntnis des Filmes ist laut Miedl mit Blick auf das Gefangenenlager Guantanamo Bay, dass „das Internierungslager nicht auf US-Boden errichtet wurde, um die Gefangenen möglichst weit weg unterzubringen, sondern vielmehr in einem de facto rechtsfreien Raum, um die Folterer vor den Konsequenzen ihrer Verbrechen zu schützen […]“[21] Der Mauretanier sei ein Film, der fassungslos mache, wie unmoralisch sich ein Staat verhalte, der sich die Demokratie an die Fahnen geheftet habe. Zugleich sei er aber auch die Erzählung von der Widerstandskraft eines Menschen, der unter teils entsetzlichsten Umständen inhaftiert war und trotz allem seine Fähigkeit zur Lebensfreude bewahrt habe. |