Natürlich wird es irgendwann eine sehr hohe Durchseuchung geben.
Die Frage ist nur, wie geht man den Weg dorthin?
Eine schnelle Durchseuchung würde entweder jetzt oder im kommenden Winter eine totale Überlastung des Systems mit sich bringen und zu mehr Toten als nötig führen, da die Sterberate durch die Überlastung des Systems höher wäre als bei einer "geordneten Durchseuchung" mit der Option währenddessen einen Impfstoff zu finden, der dann im Sommer/Herbst 2021 möglichst kommen soll.
Bis dahin finde ich es völlig logisch, dass führende Virologen aber auch Gesundheitsfachleute davor warnen, zu früh zu lockern, sowohl weil es psychologisch den Eindruck auf die Bürger macht, die Sache wäre fast überstanden und man könnte sich wieder freier ohne neue Schutzmassnahmen wie Masken bewegen, als auch weil das zu wieder steigender Kurve führen würde, und wir so nie den Punkt erreichen, wo wir das Virus nachverfolgen können. Klar, wer der Meinung ist, eine schnelle Durchseuchung wäre gut, der will ja auch gar nicht an den Punkt zurück, wo wir das Virus nachverfolgen können. Ich fände das schwerwiegend, weil es nach dem Motto gedacht wird, die Ärmsten und Schwächsten müssen sehen wo sie bleiben. Zumal ihr ja hier selbst diskutiert, dass auch jüngere Menschen Folgeschäden einer Behandlung davon tragen könnten. Die Folgen für die Gesellschaft in den nächsten 1-2 Jahrzehnten sind gesellschaftlich wie wirtschaftlich kaum absehbar, wenn wir in 2020/21 nicht nur hohe Todesraten hätten, sondern auch noch viele Menschen, die Folgeschäden erleiden. ----------- the harder we fight the higher the wall |