CA0158571053 - Algonquin Power and Utilities
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neuester Beitrag: 18.04.26 23:58
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| eröffnet am: | 05.04.23 23:16 von: | MrTrillion3 | Anzahl Beiträge: | 20 |
| neuester Beitrag: | 18.04.26 23:58 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 7514 |
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Über diesen Bericht kam ich nach langer Zeit mal wieder dazu, mich mit Wasserinvestments zu beschäftigen. Algonquin Power kommt jetzt erst mal mit auf die Watchlist: Interessante Dividendenrendite, sicher in Kanda basiert, Diversifikation in CAD und der Kurs ist auch in einem Momentum, das zumindest Aufmerksamkeit verdient. Schulden sind allerdings nicht ohne und der Free Cash-Flow - na ja... ich bleib erst mal noch auf der Seitenlinie.
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Zeitpunkt: 08.04.23 12:31
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers
What’s Next for Algonquin Power & Utilities Stock?
Despite a 30% surge in Algonquin Power & Utilities’s stock price, I believe the uptrend to continue, given its improving financials and attractive valuation.
Rajiv Nanjapla - Published April 5, 2:30 pm EDT
Algonquin Power Stock: Challenges Could Weigh on Investor Returns
Although Algonquin Power stock has returned 30% this year, but it remains a risky buy.
Vineet Kulkarni - The Motley Fool
Published April 5, 4:00 pm EDT
National Bank of Canada FI Acquires Nearly 80% More Shares in Algonquin Power & Utilities Corp. During Q4
by Yasmim Mendonça
April 3, 2023
Algonquin Power & Utilities Faces Challenging Future That May Limit Returns
Feb. 22, 2023 7:35 AM ET
George Atuan, CFA
Two 13% Yields To Buy In April
Apr. 05, 2023 7:35 AM ET
Rida Morwa
Algonquin Power & Utilities Corp. and American Electric Power Mutually Agree to Terminate Kentucky Power Transaction
Company Release - 4/17/2023
Is Algonquin Power Stock a Buy as it Undergoes a Strategic Review?
Algonquin Power and Utilities could dispose or spin-off renewable energy assets. Time to buy AQN stock?
Algonquin: Strategic Review And A Play We Like
May 12, 2023 2:40 PM ET
Starboard builds greater than 5% stake in Algonquin Power - WSJ
Jun. 30, 2023 7:15 AM ET
Algonquin Power & Utilities ist heute nicht mehr die alte Wachstumsstory aus erneuerbaren Energien, sondern nach dem Verkauf des nicht regulierten Wind- und Solargeschäfts im Januar 2025 im Kern ein deutlich stärker auf klassische, regulierte Strom-, Gas- und Wassernetze zugeschnittener Versorger. Genau das ist der entscheidende Punkt für die Aktie: Sie ist inzwischen weniger Fantasiepapier und mehr Restrukturierungs- und Re-Rating-Story. Zum 17. April 2026 lag der NYSE-Kurs bei 6,38 US-Dollar; bei 768,35 Millionen ausstehenden Aktien ergibt das eine Marktkapitalisierung von rund 4,9 Milliarden US-Dollar. Das operative Netzgeschäft bedient rund 1,272 Millionen Kundenanschlüsse in den USA, Kanada, Bermuda und Chile. (SEC)
Die Geschichte des Unternehmens erklärt gut, warum Algonquin heute so aussieht. Gegründet wurde die Firma 1988 zunächst als Entwickler von Wasserkraftprojekten in Kanada. 2001 begann der Einstieg in regulierte Wasser- und Abwasserinfrastruktur in Arizona, 2004 kam Windkraft hinzu, ab 2010 dann der Ausbau in regulierte Strom- und Gasnetze. Mit der Übernahme von Empire District Electric 2017 wurde Algonquin deutlich größer, 2020 kamen mit BELCO in Bermuda und ESSAL in Chile weitere regulierte Versorgungsaktivitäten dazu, 2022 New York Water. Der jüngste große Einschnitt war 2025 der Verkauf des nicht regulierten Renewables-Geschäfts; damit ist Algonquin nun im Wesentlichen eine Pure-Play-Utility mit verbliebener Hydro-Sparte. Rechtlich in der heutigen Form entstand AQN 2009 im Zuge der Umstrukturierung und Umbenennung zu Algonquin Power & Utilities Corp. (algonquinpower.com)
Fundamental ist das Bild für 2025 klar besser als noch 2024. Der Konzern erzielte 2025 einen Umsatz von 2,434 Milliarden US-Dollar und einen Net Revenue von 1,794 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn für Stammaktionäre aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 208,0 Millionen US-Dollar bzw. 0,27 US-Dollar je Aktie; bereinigt waren es 258,8 Millionen US-Dollar bzw. 0,34 US-Dollar je Aktie. Das regulierte Geschäft allein verdiente 351,0 Millionen US-Dollar und profitierte von genehmigten Tariferhöhungen sowie deutlich geringeren Zinskosten nach Schuldenabbau. In der Bilanz standen zum Jahresende 2025 14,14 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten, 5,05 Milliarden US-Dollar Eigenkapital und 6,53 Milliarden US-Dollar zinstragende Schulden inklusive kurzfristigem Anteil; die liquiden Mittel waren mit 32,7 Millionen US-Dollar niedrig. Das ist für eine Utility nicht ungewöhnlich, zeigt aber auch: Die Kapitalstruktur bleibt ein zentrales Thema. (SEC)
Bei der Dividende ist Algonquin nach den Kürzungen der letzten Jahre deutlich glaubwürdiger geworden, aber die alte Großzügigkeit ist weg. Für 2025 wurden insgesamt 0,26 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet, nach 0,347 US-Dollar 2024 und 0,434 US-Dollar 2023. Die aktuelle Quartalsdividende beträgt 0,065 US-Dollar je Aktie, also ebenfalls 0,26 US-Dollar auf Jahresbasis. Auf Basis des Schlusskurses vom 17. April 2026 entspricht das einer Dividendenrendite von rund 4,1 Prozent. Gemessen am bereinigten 2025er Gewinn liegt die Ausschüttungsquote bei etwa 76 Prozent; auf Basis des 2026er Gewinnmittelpunkts wären es rund 72 Prozent. Das ist nicht üppig billig, aber für eine regulierte Utility tragfähig, solange die operative Disziplin hält. (SEC)
Der Investment-Case steht und fällt mit drei Punkten. Erstens: Die operative Vereinfachung funktioniert. Das Management hat 2025 gezeigt, dass der “Back to Basics”-Ansatz tatsächlich in bessere Ergebnisse übersetzt werden kann. Zweitens: Der Schuldenabbau war real; nach dem Verkauf des Renewables-Geschäfts wurden laut Unternehmen rund 1,6 Milliarden US-Dollar Schulden zurückgeführt, und die Gesellschaft hält weiter BBB-Ratings von S&P, DBRS und Fitch. Drittens: Das Wachstum ist jetzt planbarer. Algonquin bestätigt für 2026 ein bereinigtes EPS von 0,35 bis 0,37 US-Dollar und für 2027 von 0,38 bis 0,42 US-Dollar. Das Unternehmen plant rund 0,8 Milliarden US-Dollar Utility-Capex im Jahr 2026 und rund 3,2 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2026 bis 2028 insgesamt; daraus soll ein Rate-Base-Wachstum von 5 bis 6 Prozent pro Jahr entstehen. Außerdem erwartet das Management keine Eigenkapitalerhöhung bis 2027. Für einen ehemals chaotisch wirkenden Versorger ist das genau die Art von Botschaft, die der Markt hören will. (businesswire.com)
Trotzdem ist die Aktie kein Selbstläufer. Algonquin hat weiter echte Problemzonen. In Kalifornien läuft das Apple-Valley-Verfahren weiter, nachdem ein Berufungsgericht 2025 die frühere Entscheidung zugunsten von Liberty Apple Valley aufgehoben hatte; das Verfahren liegt nun beim Supreme Court of California. Ebenfalls schwerwiegend ist der Gasunfall in Lexington, Missouri, vom 9. April 2025 mit Todesopfer und Schwerverletzten; der NTSB untersucht. Dazu kommt das Mountain-View-Fire-Thema bei CalPeco: Der Konzern hat für Ansprüche 178,4 Millionen US-Dollar an Verlusten erfasst, 116,0 Millionen US-Dollar Versicherungsrecoveries und 71,5 Millionen US-Dollar über den Wildfire Expense Memorandum Account gegengebucht, weist aber selbst darauf hin, dass mögliche Mehrverluste nach oben nicht verlässlich quantifizierbar sind. Darüber hinaus nennt Algonquin regulatorische Verzögerungen, Inflationsdruck und neue US-Zölle auf Ausrüstung und Materialien als Risiken für Margen und Projektkosten. Das ist kein Nebengeräusch, sondern der Hauptgrund, warum die Aktie trotz Turnaround noch keinen klaren Qualitätsaufschlag verdient. (SEC)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre sehe ich Algonquin nicht als spektakulären Gewinner, sondern als potenziell ordentlich laufenden Versorger, falls die Reorganisation sauber durchgezogen wird. Das Unternehmen hat heute eine vernünftigere Struktur als vor zwei Jahren, ein besser fokussiertes Portfolio und eine plausiblere Kapitalallokation. Aber es bleibt ein Konzern mit Altlasten, regulatorischen Baustellen und begrenztem organischem Wachstum. Das Chance-Risiko-Profil ist deshalb anders als bei erstklassigen nordamerikanischen Utilities: weniger Qualität, dafür mehr Aufholpotenzial. Gelingt die operative Normalisierung, kann aus AQN ein solider Dividenden- und moderater Wachstumswert werden. Misslingen Regulierung, Kostenkontrolle oder Rechtsfälle, bleibt die Aktie ein Value Trap. (businesswire.com)
Bewertung und Kursziele: Auf Basis des 17.-April-Kurses von 6,38 US-Dollar und des Mittelpunkts der 2026er Guidance von 0,36 US-Dollar wird Algonquin mit rund 17,7-mal dem erwarteten bereinigten Jahresgewinn bewertet. Das Buchwertverhältnis liegt bei etwa 1,06. Für eine erstklassige, sauber wachsende Utility wäre das nicht billig, für einen Turnaround-Versorger mit Sonderrisiken aber auch nicht absurd teuer. Deshalb liegt mein 12-Monats-Basiskursziel bei 7,00 US-Dollar je Aktie auf NYSE-Basis. Mein bullishes Szenario liegt bei 8,50 US-Dollar, falls die Regulierungsfortschritte anhalten, Rechtsrisiken nicht eskalieren und der Markt Algonquin stärker als berechenbare Utility statt als Problemfall bewertet. Mein bearishes Szenario liegt bei 5,00 US-Dollar, falls bei den Altlasten neue Rückschläge kommen. Für 5 bis 15 Jahre halte ich im guten Verlauf eher eine ordentliche, aber keine herausragende Gesamtrendite für realistisch: Dividende plus mittleres Gewinnwachstum, nicht die Art von Aktie, die man wegen explosiver Fantasie kauft, sondern höchstens wegen einer allmählichen Rehabilitierung. (businesswire.com)
Mein Fazit ist deshalb eindeutig: Algonquin ist 2026 deutlich besser aufgestellt als noch in der Schwächephase 2023/2024, aber die Aktie ist für mich eher ein vorsichtig interessantes Turnaround-Investment als ein herausragender Langfristwert. Positiv sind die Vereinfachung des Geschäfts, der Schuldenabbau, die wieder besser planbare Dividende und das regulierte Wachstumsprofil. Negativ sind die rechtlichen und regulatorischen Unsicherheiten, die nach wie vor dünne Vertrauensbasis des Marktes und die Tatsache, dass ein Teil der Ergebnisverbesserung 2025 schlicht aus niedrigeren Zinskosten und dem Umbau stammt, nicht aus einem strukturell überlegenen Geschäftsmodell. Wer Stabilität und höchste Qualität sucht, findet im Utility-Sektor Besseres. Wer eine angeschlagene, aber inzwischen geordnetere Utility mit Re-Rating-Potenzial sucht, kann Algonquin auf diesem Niveau vertretbar finden. Für einen großen Sicherheitsabstand ist mir die Aktie bei 6,38 US-Dollar allerdings noch nicht billig genug. (businesswire.com)
Autor: ChatGPT


