Biontech & MRNA: Revolution in der Pharmaindustrie

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08.02.26 17:06 #32001 Dividenden bedeuten immer
ein Unternehmen sieht keine eigenen Wachstumsmöglichkeiten mit dem generierten Cashflow. Solche Unternehmen meide ich meist. Rückkauf von Aktien halte ich auch nicht für sinnvoll. Der geringe Freefloat ist bestimmt einer der Gründe warum hier so extrem wenig Liquidität im Kurs ist.  
08.02.26 17:36 #32002 @Artikel 14
Du hast da eine nette Rätselfrage aufgebracht. Ich glaub aber nicht, dass man es so darstellen kann, wie du es machst, und es ist kein Geldkoffer an jeder Akte befestigt. Du kannst eine Kennzahl "Eigenkapital pro Aktie" berechnen. Aber das Geld ist trotzdem immer nur in der Firmenkasse, nicht in der Aktie. Die AG kauft also die Aktie für 90 zurück und hat dadurch 90 Eier weniger in der Kasse. Sie hat keinen Zufluss, auch wenn sich die Rechengröße "Eigenkapital pro Aktie" ändert, denn diese Größe ist rein rechnerisch-hypothetisch.
Du hättest evtl. recht, wenn der Aktionär einen Anspruch hätte, sich seinen Anteil Eigenkapital auszahlen zu lassen, den hat er aber nicht. Wenn man dann dadurch, dass man einem anderen die Aktie abkauft, eine Zahlungsverpflichtung an diesen Aktionär loswürde, hätte man quasi eine Einnahme, so ist es aber nicht.  
09.02.26 16:41 #32003 "ein paar Euro zum tanken..."

Ganz so günstig fährt dieses Auto ja nun auch nicht. Erinnert Ihr euch nicht daran, wie alle hier im chat voll des Lobes waren, dass Biontech noch zu CoVid-Zeiten in seine Infrastruktur investiert hat? Seit 2022 hat man in Singapur investiert zum Aufbau einer mRNA-Produktionsstätte, weitere Länder wie Australien, Ruanda, Türkei, UK, USA führt Biontech selbst auf (https://www.biontech.com/de/de/home/about/...?utm_source=copilot.com) Ob alle dese Standorte mit "ein paar Euro..." am Laufen gehalten werden können?

 
09.02.26 17:06 #32004 @lordslowhand
Wenn Biontech die erste Zulassung zur Krebsbekämpung hat, wird sich diese Infrastruktur bezahlt machen.  
09.02.26 17:50 #32005 Verwaltung, Kosten/Nutzen
Man muss bei diversen Standorten und verschiedenen Bereichen durchaus differenzieren und strategisch denken.
BioNTech geht in vielen Bereichen einen mMn sehr klugen und vorausschauenden Weg. Besonders Verwaltung und Forschung dürften dabei die beiden größten Kostenpunkte sein.

Verwaltung:
BioNTech hat trotz weltweiter Expansion von Standorten, Studien und riesigen Geldreserven zuletzt bis zu 1350 Stellen weltweit abgebaut.
Man spart also selbst dort noch wo man es theoretisch nicht unbedingt müsste, schließlich wird man mehr Menschen benötigen, wenn man diverse Produkte erst einmal am Markt hat und das Geld wäre auf jeden Fall da. Trotzdem spart man das ein. Das spricht für mich ganz klar für einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Kapital.

Forschung:
BioNTech wählt den Weg der größten Chancen. Ein herkömmliches Unternehmen beginnt eine große Studie und buttert dann in großer Hoffnung sehr viel Geld dort rein und stellt eventuell am Ende erst fest, dass man hätte anders anfangen müssen.
Dann ist das Geld weg, man fängt neu an und verliert mit Pech noch das Rennen an die Konkurrenz.

BioNTech startet Studien gleich mit mehreren Armen in verschiedenen Kombinationen. Dann sammelt man die Daten, schaut was am meisten Erfolg verspricht und führt dann lediglich die erfolgreichsten weiter.
Das hat für den nicht groß informierten Marktbeobachter und die Medien zu Folge, dass BioNTech viele Studien abbricht und wird somit als erneuter Fehlschlag negativ bewertet.
In Wirklichkeit ist dieser Weg aber der zu der größten Chance einer Zulassung der erfolgreichsten Kombination am Ende.

Was die vielen Standorte angeht, da ist der Hintergrund strategisch.
Die einen dienen zur nahen Forschung mit diversen Partnern wie Universitäten, während man bei anderen die Produktion direkt vor Ort anstrebt.
Wo geht ein Forscher an einer renommierten Universität mit einer Idee als erstes hin um eine Kooperation zu suchen? Bei BioNTech drei Blocks weiter, oder schreibt er stattdessen Emails an anonyme Vertreter in anderen Kontinenten?
Und wo gibt eine Regierung Aufträge hin, an eine Stelle vor Ort, die Arbeitsplätze schafft, Wählerstimmen sichert und die Produktion sichert ohne dass man sich selbst um Logistik, Versand und diverse geopolitische Probleme kümmern muss, oder bestellt man die zwei Kontinente weiter in der Hoffnung es kommt pünktlich per Frachter über die Weltmeere an?

 
09.02.26 17:51 #32006 Investition
Ich freue mich darüber, dass man an mehreren Standorten startbereit ist.
Beste Ausgangssituation  
09.02.26 18:06 #32007 Full Scale Start
Nachtrag:

Ugur Sahin sagte man möchte ab Tag 1 einer Zulassung produzieren.
Im Hintergrund hat BioNTech bereits ein weltweites Netz aus Produktionskapazitäten, Verwaltung, Vermartkung und Vertrieb aufgebaut.
Ich glaube die meisten Marktteilnehmer sind darauf gar nicht vorbereitet. Wenn BioNTech die Zulassung erhält, fährt man weltweit direkt die Produktion an und erhält direkt die großen Marktanteile und von Tag 1 an direkt die Gelder für die Bestellungen.
Während andere etwas erfinden und die Produktion danach ausbauen oder Partner suchen müssen, wirft BioNTech zeitnah die Produktion für die weltweite Versorgung an.

Und ich glaube das sehen bislang selbst viele Analysten nicht, dass es zwischen Zulassung und effektivem Umsatz und Gewinn für BioNTech kaum Zeit geben wird.

Rein theoretisch kann BioNTech quasi innerhalb von einem Quartal von jetzt auf gleich mehrere Milliarden verdienen wenn die Bestellungen für BNT327 beispielsweise direkt zur Zulassung beginnen.

Die Kurskerze wenn ein Unternehmen aus Verlust schlagartig zu einem mehrere Milliarden Gewinn Konzern wird, dürfte durchaus interessant aussehen ;)  
09.02.26 20:39 #32008 Wenn
der positive Trend morgen bestätigt wird, sieht das Kursbild imho wieder relativ gesund aus  
09.02.26 22:53 #32009 Daran habe ich keinen Zweifel, und
Danke @DBCooper für die sachliche Aufzählung der auch mir bekannten und hier schon vor längerer Zeit diskutierten Vorteile dieser Infrastruktur.
Aber niemand soll so tun, als ob die Kosten für diese Standorte peanuts wären.
Bei einer Zulassung und erfolgreicher Vermarktung hätte es  m.E.  auch ausreichende "Kurskerzen" gegeben, wenn man wie in der CoVid-Zeit Produktionsstätten "geliehen" hätte wie seinerzeit bei z.B. Gerresheimer. 33596650  
10.02.26 10:35 #32010 Inest am Produktionsstandort Mainz
wollte Biontech nicht schon in 2026 produktionsready sein für BNT 122 in Mainz? Leider steht der Erfolg der Plattform auf Messers Schneide – Melanom wurde eingestellt, während Moderna ziemlich sicher eine Zulassung bekommt. Wobei Biontech auf eine viel kompliziertere Indikation gezielt hat. Offen ist jetzt noch Darmkrebs und Pankreas. Aber mit einer Zulassung - wenn erfolgreich - wäre erst nach 2030 zu rechnen.  
10.02.26 12:11 #32011 Biontech Wirkstoffe und Indikationen
Summit: 9 bis 22 Mrd. Mkap, aber BNT327 wirkt besser und bei mehr Krebs-Indikationen.
Moderna: 16,5 Mrd. Mkap, aber Biontech macht mehr Umsatz und viel besseres G&V pro Quartal
CureVax: 1,25 Mrd. Mkap, aber Biontech hat jetzt etwa doppelt so viele Patente
(inzwischen zu 100% übernommen)
Biontech hat außerdem mehr als 3 mal soviel Cash, wie diese drei Unternehmen zusammen.
Allein daraus ergeben sich Unternehmenswerte von über 40 Mrd. USD,
also umgerechnet über 30% mehr als der Aktienkurs.

Biontech hat mit Abstand noch viel mehr in der Pipeline als diese drei zusammen.
Etwas wie Gotistobart BNT316 (Raucherkrebs, Luftverschmutzung, Asbest usw.) hat keines der drei Unternehmen. Und da ist noch so viel mehr in der Pipeline.
Ich denke, man müsste, um die Fortschritte, News-Meldungen und Marktentwicklungen
bewerten zu können, zumindest die Wirkstoffe, klinische Studien und Wirksamkeits-Daten
vernetzt erfassen und je nach News und Analysen aktualisieren und bewerten.
Eigentlich müsste man von den Krebs-Indikationen über die Wirkstoffe und die Studien
durch die Daten "surfen" können, um negative und positive News korrekter und schneller
einordnen zu können. Aber wer (außer mir) macht sich diese Arbeit?  
10.02.26 13:32 #32012 @ Artikel
wir bräuchten halt jemanden, der sich richtig auskennt. Sonst bleibt das nur auf Hobby-Niveau.  
10.02.26 14:25 #32013 Biontech-Analyse: Hobby schlägt Experten
So oft wie die Influenzer-Analysten falsch analysiert haben (siehe jeweils oben) schlägt die Hobby-Analyse oft die Experten (bisher fast jedes Quartal).
https://investors.biontech.de/stock-information/analyst-coverage/
So oft wie die Journalisten fehlleitend berichtet haben und erst nach unseren Hinweisen korrigieren (Handelsblatt, ARD, VRM)?
So oft wie Politiker sich falsch geäußert haben, monatelang?
So oft, wie RKI und STIKO bei C19 daneben und zu spät lagen?
Die Beispiel finden sich oben. Du fragst nach jemand, der sich richtig auskennt?
Meine These: Vernetzt kennen wir uns im Vergleich besser aus.
Natürlich weiß Biontech viel mehr, aber wir wissen auch einiges, was selbst Biontech nicht weiß.

Man könnte ist den Präsentationen von den Wirkstoffklassen zu den Wirkstoffen "surfen" und weiter zu den Studien und zu den Krebs-Indikationen und weiter zu den Fallzahlen (EU, USA, China, weltweit) und zu den Marktchancen und den ungedeckten Bedarfen der Patienten. Man könnte passende News von Biontech verknüpfen und bis zu den Studiendaten surfen (sich also durch die Pipeline klicken).

Sowohl in fachlichen Präsentationen als auch in der Kapitalmarkt-Kommunikationen würde es viel anschaulicher und verständlicher werden. Man könnte dies auch in die 10 bis 20 wichtigsten Sprachen der Welt übersetzen (KI kann dies heute sehr gut).
Ein Beispiel (oben rechts klicken):
https://22ua.de/index2.html#
Ein weiteres Beispiel:
https://22ua.de/#
{Zur Info: diese Seiten sind technisch sicher, sie stammen von meinem Notebook und ich habe sie selbst als Entwürfe veröffentlicht auf meiner Domain www.22ua.de}
Aktuell arbeite ich an noch einem weiteren und ziemlich atemberaubendem Entwurf. In Kürze plane ich dazu einen ersten Zwischenstand hier zu verlinken.33598911  
10.02.26 19:55 #32014 BioNTech
BioNTech verstärkt seit Anfang 2026 seine strategische Neuausrichtung weg vom Corona-Impfstoff-Geschäft hin zu Onkologie und Immuntherapien. Das Jahr 2026 ist explizit als „Schlüsseljahr“ für klinische Daten und Fortschritte in der Krebsforschung ausgegeben worden.
https://www.finanznachrichten.de/...en-im-schluesseljahr-2026-486.htm  
10.02.26 22:13 #32015 .
Katalysatoren voraus: BioNTech-Aktie nicht dabei: Auf diese Top-Biotech-Aktien setzen Analysten für 2026 https://www.finanzen.net/nachrichten/...-analysten-fuer-2026-15464922 https://www.finanzen.net/nachrichten/...-analysten-fuer-2026-15464922  
11.02.26 08:03 #32016 Katalysatoren voraus...
...mich würde bei diesen angeblichen "Top Biotech Aktien" interessieren ob da eine mit zig Milliarden auf dem Konto dabei ist, die auch eine Pipeline mit über 10 vielversprechenden Wirkamstoffen und im stand by wartenden Produktionsstätten weltweit mit angeschlossenen Vertriebswegen (eigene durch Corminarty + BMS Strukturen) hat.
Welche davon hat das denn???  
11.02.26 09:49 #32017 Löschung

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11.02.26 09:54 #32018 Kursverlauf..
..habe eben entdeckt das moderna seit gestern über 20 % verloren hat.
Dann lässt sich der jüngste Biontech- Kursverlauf gut mit Sippenhaft erklären.  
11.02.26 11:20 #32019 Sippenhaft
Biontech mit nur 0,22 Prozent im Minus.
Da geht die Sippenhaft ja noch  
11.02.26 11:42 #32020 Sippenhaft.
ich meinte mehr den Absturz von gestern 94,7 € auf heute morgen 90,7 €.

By the way, sehr schön zu erkennen wie moderna gestern von "Marktmächten" kurz hochgezogen wurde, um dann jetzt insgesamt 20 % tiefer zu stehen (aktuell Tradegate).
Tja wenn da nicht jemand etwas ein wenig früher erfahren hat als andere, freß ich ein Besen, Helau!  
11.02.26 12:22 #32021 Auweia
Das wird heute um 15:30 bestimmt einen ordentlichen Abverkauf geben bei BioNtech. Modernas Zulassungsantrag ist überall auf der Welt durchgegangen, nur in den USA wurde dieser mit fadenscheiniger Begründung durch den Impfkritiker-Chef der FDA Vinay Prasad abgelehnt (Refusal-To-File).

Es liegt also wohl eher nicht an der Studie per se, sondern an der mRNA-Angst der Gesundheitsbranche der Trump-Administration. Gleichzeitig wurde BNT113 (mRNA) natürlich erst kürzlich durch die FDA eine Fast-Track-Designation verliehen.  Also alles etwas widersprüchlich.

Und bei BNT323 wurde der Zulassungsantrag auch verschoben weil die FDA mehr Studiendaten angefordert hat. Also vielleicht müssen wir uns grundsätzlich auf eine härtere Gangart einstellen.  
11.02.26 16:18 #32022 Löschung

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Zeitpunkt: 12.02.26 13:15
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Kommentar: Fehlender Mehrwert für andere Forenteilnehmer

 

 
11.02.26 18:43 #32023 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 12.02.26 13:16
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Unbelegte Aussage

 

 
11.02.26 19:41 #32024 @köln
140t Aktien wurden bis jetzt an der nasdaq gehandelt, das ist ein sehr geringes Handelsvolumen für biontech Verhältnisse heute,  also keinerlei umschichtung von moderna zu sehen, dort bereits 7 Mio Aktien gehandelt...

Die Ablehnung der fda dürfte erklären warum pfizer seinen zulassungsantrag  für grippe noch nicht eingereicht hat, der war für Januar 26 geplant, ich denke der dürfte in den usa so schnell auch nicht kommen.
Aus biontechsicht ist das nicht unbedingt negativ zu Werten, am grippeimpfstoff wäre nicht viel verdient und die Kombi würde ohnehin erst im Folgejahren kommen.
Man war bei beiden Impfstoffen zeitlich hinter moderna, ist also Gefahr gelaufen das erste Jahr nach Zulassung zu verpassen, das dürfte nun hinfällig sein und die Anteile am coronamarkt verschieben sich erstmal nicht.
Negativ ist, dass dadurch auch ein potentieller markt und umsatzzuwachs durch den kombiimpfstoff ersteinmal aufgeschoben ist,  vielleicht konnte mit Einführung der einzeldosis in der eu diese impfsaison eine Preiserhöhung erzielt werden, das könnte noch für eine kleine Überraschung sorgen  
12.02.26 15:03 #32025 Insiderverkauf
-- bedeutet: Es kommen sonst keine Nachrichten in nächster Zeit.
https://investors.biontech.de/sec-filings/...144/0002056296-26-000002  
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