Für mich ist das eine schlechte Nachricht, weil es BioNtech enthebelt. Es gibt Sicherheit, aber nimmt im Gegenzug künftige Rendite. Ich bleibe dabei. BioNtech ist keine kleine Biotech-Kitsche. Stattdessen ein multinationaler Konzern mit 17 Milliarden auf der Bank, welcher bereits für die Covid-Impfstoffe schon mal ein riesiges Produktions- und Vertriebsnetzwerk aufgebaut hat. Man stelle sich vor Merck hätte die Rechte an Keytruda für 5 Milliarden € zur Hälfte verscherbelt. Keytruda macht mittlerweile über 25 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr...
Für risikoaverse Investoren eine gute Nachricht, aber ich habe mich sehr intensiv mit BioNtech und dem aktuellen Produkt-Portfolio befasst und bin deshalb ohnehin sicher in meinem Invest. Was man für dieses Jahr an Cash mehr bekommt, könnte in ein paar Jahren ein Bruchteil des jährlichen Gewinns sein, den man sich entgehen lässt. Man muss sich nur anschauen, für wie viele verschiedene Krebsformen BNT327 aktuell indiziert wird.
Das wirft meine rNPV-Analyse von BioNTechs Onkologie-Pipeline durcheinander, weil der aussichtsreichste Kandidat bei Erfolg mal eben nur noch die Hälfte des erwarteten Gewinns abwirft. Damit ist es für mich deutlich unwahrscheinlicher, dass BioNtech irgendwann mal einen globalen Hype und Kursverlauf wie z.B Novo Nordisk erfährt.
Ich finde das sehr schade und für mich ist das typical german Angst, die es in den USA so nicht gäbe |