Luxushotel Adlon feiert 100. GeburtstagZugleich zehn Jahre Neubau / Schauplatz großer Konferenzen und internationaler Tagungen Berlin. Jeder Quadratzentimeter der samtweichen Teppiche im Berliner Luxushotel Adlon atmet Geschichte. Zum 100. Geburtstag heute erinnert die Direktion mit einem offiziellen Festakt und einer rauschenden Ballnacht an diese Tradition. Durch die gleichzeitige Feier des zehnjährigen Bestehens des Neubaus am historischen Standort verbindet das Fünf-Sterne-Haus bewusst die alte und die neue Zeit. Mehr als 1000 prominente Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport lädt das Haus mit dem berühmt gewordenen Namen nach eigenen Angaben "auf eine sinnliche Reise durch 100 Jahre Hotelgeschichte".
Das Haus und die Belegschaft dürften die zum Geburtstag besonders sicht- und hörbare Anerkennung und den Respekt genießen. Denn ausgerechnet die letzten Jahre auf dem Weg zum "100." waren nicht immer leicht. Nach dem Wechsel von Adlon-Direktor Gianni van Daalen im September 2004 nach Moskau lief die Personalpolitik an der Spitze etwas aus dem Ruder. Es folgte ein nur kurzes Gastspiel von Herman von Treskow. Dann begann ein politisches Desaster für das Hotel. Direktor Thomas Klippstein, der im April 2005 die Brücke übernommen hatte, steuerte in raue See. Er wurde der 18-monatigen Mitarbeit für den Staatssicherheitsdienst der DDR in seiner damaligen Zeit im Warnemünder Hotel Neptun überführt und gab Ende September 2006 auf. Nachfolger Stephan Interthal, der vom Münchner Vier Jahreszeiten Kempinski nach Berlin wechselte, rückte die gesellschaftlichen Verhältnisse jedoch schnell wieder ins beste Licht. Das Adlon wollte immer Treffpunkt für alle sein. Nur Adolf Hitler und seine Vasallen in der Führung der Nationalsozialisten mieden das Hotel. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Haus Schauplatz großer Konferenzen und Wirtschafts-Treffen. Im Jahr der Fußball-WM 2006 war es Zentrale des Fußball-Weltverbandes FIFA. dpa Mannheimer Morgen 29. Oktober 2007
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