Soweit die EZB weiter fröhlich als letzter Geldgeber auftritt und quasi nahezu zinsfreies Geld in Hülle und Fülle verteilt, so werden die Bauzinsen weiter sinken.
Es ist quasi eine Art Potenzierung der Schulden im Gange, d.h. die Schuldenberge steigen immer stärker und schneller an, führen jedoch nicht zum Kollaps, weil gleichzeitig die Zinsen einfach weiter sinken.
Eines Tages liegen die Zinsen nahezu bei Null und die Schuldenberge können groß sein wie sie wollen, es hat keine nennenswerte Auswirkung mehr.
Nur mal als Beispiel:
Verschuldung bei 2bio.€ und Zins von 2% entspricht der gleichen Belastung wie eine Verschuldung von 4bio€ und einen Zinssatz von 1% oder 20bio.€ Schulden und 0,2% Zinsen.
Japan hält sich auf diese Weise mehr als 20 Jahren mit einem heutigen Verschuldungsgrad wie Griechenland bei extrem niedrigen Zinssätzen.
Man kann quasi sagen, dass Geld kein Leistungsmaßstab mehr darstellt, Geld keine Ressourcenverteilung mehr reguliert, sondern Geld zunehmend zu etwas wird, was es nahezu unendlich viel gibt.
D.h. im Grunde kann man da nur ein Häusle bauen und sich verschulden, denn so Schulden kosten eben kaum noch was. Andererseits hat jede Verschuldung den Nachteil, dass man sich trotz der günstigen Zinsen abhängig von Fremden wie Banken macht und im Zweifelsfalle zum Spielball wird oder man "solide" Verträge abschließt, dann aber wieder höhere Kosten tragen muss.
Wenn es weiter so geht, werde ich bald keine EUROs mehr akzeptieren bzw. den EURO so weit es geht boykottieren. |