Hat Don Jupp schon fertig? Honeß und eine Männerfreundschaft!
http://de.eurosport.yahoo.com/07032012/73/...avre-bayern-heisser.html
Der deutsche Rekordmeister steckt in einer schwierigen Phase und forscht nach den Ursachen der Probleme. Auch über einen Trainer wird wohl nachgedacht. Denn es mehren sich die Gerüchte, dass Lucien Favre zum FC Bayern wechseln könnte. Kein Zufall, denn vieles spricht für ihn.
Vom FC Bayern berichtet Daniel Rathjen (twitter: @DanielRathjen)
Noch sitzt Jupp Heynckes fest im Sattel beim FC Bayern.
Der Trainer hat nach wie vor ein großes Standing innerhalb des Vereins. Speziell die Verbindung zum Präsidenten, Uli Hoeneß, ist stark.
Gefeuert wird Heynckes wahrscheinlich nicht. Meint er, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen oder bleibt der sportliche Erfolg aus, könnte er selbst zurücktreten.
Solche Gerüchte brachte nun die "Bild" ins Gespräch, die Nachfolge-Diskussion nimmt angeblich Fahrt auf (siehe eigenen Bericht dazu).
Noch haben Heynckes und seine Mannschaft die Chance, die Saison zu retten. "Wenn man Trainer beim FC Bayern ist, muss man mit solchen Situationen gelassen umgehen und Souveränität ausstrahlen. Mit meiner Erfahrung kann ich das", sagte der 66-Jährige zuletzt. Er fügte nach der Pleite in Leverkusen aber auch nachdenklich hinzu: "Wenn man Verlierer ist, hat man wenig Argumente."
Lucien Favre fährt indes mit Höchstgeschwindigkeit auf der Erfolgsspur und hat sich mit seiner Arbeit bei Borussia Mönchengladbach gehörigen Respekt in der Bundesliga verschafft. Und: Der Schweizer zögert mit seiner Vertragsverlängerung. Sein Kontrakt läuft noch bis 2013, ebenso wie Heynckes' in München.
Bosse schwärmen schon lange
Dass Favre ein Thema an der Säbener Straße werden könnte, ist schon seit geraumer Zeit kein Geheimnis mehr. Wie die Schweizer Boulevard-Zeitung "Blick" nun berichtet, wird das Interesse der Bayern langsam konkreter. In der Vorstandsetage komme der 54-Jährige sehr gut an, heißt es.
Tatsächlich spricht in München viel für eine Zukunft mit Favre. Ehrenpräsident Franz Beckenbauer lobt ihn auffällig oft: "Was er mit Gladbach macht, grenzt an Zauberei", sagte er. Und weiter: "Ich denke schon, dass Favre die Autorität auch bei einer Mannschaft wie Bayern hätte. Die erfahrenen Spieler merken schnell, ob der Trainer vor ihnen ein Scharlatan und Dampfplauderer ist oder eben jemand, der seinen Job versteht. Und der Favre kann es - keine Frage."
Der Ex-Münchner Ciriaco Sforza ist sich sogar "sicher, dass Favre Bayern-Trainer wird". Auch der "General" Ottmar Hitzfeld würde es Favre zutrauen, schreibt der "Blick". Der ehemalige Bayern-Trainer schwärmt: "Er hat eine hohe Fachkompetenz. Er hat sich mit Mönchengladbach einen Namen gemacht, die Borussia zum Sensationsteam der Bundesliga geformt. Ich traue Lucien Favre alles zu - auch den FC Bayern."
Bei Boss Karl-Heinz Rummenigge hat Favre ohnehin schon einen Stein im Brett. Zusammen spielten sie einst bei Servette Genf und teilten sich ein Zimmer. "Er ist mir manchmal im Zimmer fast schon auf die Nerven gegangen", verriet Rummenigge, "Lucien war schon als Spieler so, dass er sich Tag und Nacht mit dem Fußball und der Taktik auseinandergesetzt hat. Er wollte mir immer erklären, wie man morgen spielen und was der Trainer noch verändern muss."
Rummenigge war es auch, der Favre zu seinem ersten Bundesliga-Job bei Hertha BSC verhalf. Er empfahl ihn, als sich der damalige Berliner Manager Dieter Hoeneß bei Rummenigge nach geeigneten Kandidaten erkundigte.
Deutsch-Kurs und Medien-Training
Mittlerweile kann Favre auch besser Deutsch und absolvierte ein Medien-Training. Machten sich in Berlin Spieler hinter vorgehaltener Hand lustig über seine Ansprachen, folgen ihm die Gladbacher "Fohlen" aufs Wort.
Was Favre zusätzlich ins Grübeln bringen könnte, ist die fehlende Perspektive bei der Borussia. Aktuell schwindet die Power seiner Elf - der vierte Platz, die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation, gerät in Gefahr. Für Frust sorgt ebenfalls, dass die Leistungsträger abwandern.
Marco Reus wechselt im Sommer zu Borussia Dortmund, Roman Neustädter zum FC Schalke und der Brasilianer Dante voraussichtlich zum FC Bayern. So gesehen ergibt es Sinn, dass Favre seinen Vertrag noch nicht verlängern will. Es könnte ja sein, dass der Anruf aus München schon sehr bald erfolgt. |