Der ausgerufene Wirtschaftsnotstand bedeutet nicht Zahlungsunfähigkeit des Landes, aber es ist quasi eine Stufe davor. Neben der politischen Polarisierung leidet das Land unter dem Sturz des Ölpreises unter die Marke von 30 Dollar, wodurch einkalkulierte Einnahmen zur Finanzierung der Sozialprogramme fehlen. Die Inflation soll zudem bei 250 Prozent liegen, es ist die höchste der Welt. Die Wirtschaftsleistung in Venezuela soll 2015 um sechs bis neun Prozent eingebrochen sein. Verschärft wird die Krise durch hohe Subventionen, vor allem für das Benzin. Der am Freitag ausgerufene Wirtschaftsnotstand der sozialistischen Regierung sieht vor, dass mit der zunächst auf 60 Tage begrenzten Maßnahme soziale Rechte sowie die Bereiche Bildung, Gesundheitssystem und Wohnungssektor geschützt und Kürzungen oder Einschnitte verhindert werden sollen. Zudem soll mit der Maßnahme die Lebensmittel- und Medizinversorgung gesichert werden.
Venezuela hat nun zwei Möglichkeiten. Entweder nichts tun und hoffen, dass der Ölpreis eine Trendwende vollzieht und man schrammt an einer Zahlungsunfähigkeit vorbei oderdie Regierung bittet wie so oft in der Vergangenheit China um einen weiteren Kredit.
Mal schauen, wie es weitergehen wird... |