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Die große Zinswende kommt


14.07.17 11:59
LOYS

Oldenburg (www.anleihencheck.de) - "Nach mehr als drei Jahrzehnten fallender Zinsen, sowohl am kurzen wie auch am langen Ende des Zinsspektrums, deutet sich mittlerweile eine große weltweite Zinswende an", beurteilen Dr. Christoph Bruns und Ufuk Boydak, Fondsmanager und Mitinhaber der Fondsgesellschaft LOYS AG, in ihrem Monatskommentar zur aktuellen Lage der globalen Finanzmärkte.

Für die Weltmärkte sei dabei kaum ein Einflussfaktor so wichtig wie die Zinsstrukturkurve, welche den Zins in Abhängigkeit von der Anlagelaufzeit darstelle.

So hätten die nominalen Zinsen zehnjähriger US-Staatsanleihen im Juli 2016 mit 1,35 Prozent in ihrem bisherigen Zyklustief gelegen. Heute würden sich die Kurzfristzinsen nach drei Anhebungsschritten in einem Korridor zwischen 1 Prozent und 1,25 Prozent befinden und die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen hätten auf knapp 2,4 Prozent angezogen. Die Entwicklung in der Eurozone und in Deutschland könnte den Vorgaben aus den USA mit mehrjähriger zeitlicher Verzögerung folgen.

"Aktuell zahlt der Bund für zehnjährige Anleihen 0,6 Prozent Nominalzins und bei dreißigtägigen Anlagen beträgt der Zins minus 0,8 Prozent", würden die Aktienexperten Bruns und Boydak erläutern und betonen: "Da die jährliche Geldentwertungsrate in Deutschland bei 1,5 Prozent bis 2 Prozent liegt, führen Zinsanlagen nach wie vor zu deutlichen Vermögensverlusten." (Ausgabe vom 13.07.2017) (14.07.2017/alc/a/a)