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gamigo-Anleihe bietet eine hohe Rendite von 8,775%
05.06.13 11:30
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Robert Cleve und Christian Schiffmacher, Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - empfehlen die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1TNJY0 / WKN A1TNJY) der gamigo AG vom 05.06. bis zum 18.06.2013 zu zeichnen.
Der Online-Spieleanbieter gamigo AG emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 15 Mio. Euro. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren betrage der Kupon 8,500%. Aufgrund der vierteljährlichen Zinszahlung erreiche die Rendite ein lukratives Niveau von 8,775%. Die Ratingnote laute B+. Die Mittel aus der Anleiheemission sollten insbesondere für das weitere Wachstum (organisch und anorganisch) in einem dynamisch wachsenden Markt verwendet werden.
Die gamigo AG betreibe und vermarkte international Computerspiele - sowohl Browsergames als auch Client Games - aus dem Segment der Massively Multiplayer Online Games (MMOGs). Dabei handle es sich um Computerspiele, die den Spielern eine virtuelle Welt bieten würden und von sehr vielen (häufig mehreren Tausend) Spielern gleichzeitig über das Internet gespielt werden könnten. Typischerweise würden die Spieler miteinander interagieren sowie kommunizieren und somit das Fortschreiten in der virtuellen Welt gemeinsam prägen.
Aufgrund der großen Anzahl an Mitspielern, die zu den unterschiedlichsten Zeiten dem Spiel nachgehen würden, würden die Spieler ein vollständiges Spiel meist über mehrere Monate spielen. Es handle sich daher bei den Spielen um sog. "Core Games", im Gegensatz zu "Casual Games", bei denen es sich typischerweise um einfache Spiele handle, die nur für kurze Zeit gespielt würden (insbesondere Denk- und Ratespiele). Der Fokus der Geschäftstätigkeit liege auf Europa und Nordamerika.
Die Spiele der gamigo AG würden kostenfrei angeboten. Die Haupteinnahmequelle der gamigo AG sei der Verkauf von virtueller Währung, mit der die Spieler virtuelle Güter kaufen würden, die den Spielspaß erhöhen und dem Spieler ermöglichen würden, innerhalb der Spiele schneller erfolgreich zu sein. Im Hinblick auf den Abrechnungsprozess der verkauften virtuellen Güter arbeite die gamigo AG mit einer Vielzahl von Abrechnungspartnern zusammen.
Die gamigo AG biete derzeit zehn Computerspiele an: "Last Chaos", "Fiesta Online", "Cultures Online", "King of Kings 3", "Champions of Regnum", "Golfstar", "Jagged Alliance Online", "Loong", "Pirate Galaxy" und "Heroes in the Sky". Ca. 90% der Umsätze seien zuletzt mit den drei Spielen "Fiesta Online", "Cultures Online" und "Last Chaos" erwirtschaftet worden. Derzeit verfüge die gamigo-Gruppe über 10 Mio. Spielkonten. Die Spiele würden täglich im Schnitt von mehr als 70.000 Nutzern gespielt. Die Lizenzen zu diesen Spielen würden von verschiedenen Spieleentwicklern erworben.
Die Aktionärsstruktur der gamigo AG habe sich in der Vergangenheit mehrfach geändert. Im Oktober 2012 sei die gamigo AG von der jetzigen Alleinaktionärin Samarion SE erworben worden. Der Alleinvorstand der Samarion SE, Remco Westermann, habe zeitgleich den Vorsitz des Vorstandes der gamigo AG übernommen.
Im Zuge des Eigentümerwechsels Ende 2012 seien bereits wesentliche strukturelle und organisatorische Veränderungen vorgenommen worden. Insbesondere seien die Mitarbeiterzahl sowie die Marketing- und Technikressourcen im Wesentlichen auf den Betrieb der beiden umsatzstärksten Spiele ("Fiesta Online" und "Last Chaos") angepasst worden. Der Bereich IT-Operations, der sowohl die physische Technik (Rechner, Server etc.) als auch die IT-Sicherheit beinhaltet habe, sei an eine externe Gesellschaft, die conversis GmbH, outgesourct worden. Insgesamt sei die gamigo AG bestrebt, profitable und tragfähige Strukturen zu schaffen.
Die gamigo AG habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 einen Umsatzrückgang um 35,6% auf rund 14,9 Mio. Euro erlitten. Gründe hierfür sehe die gamigo AG im gestiegenen Wettbewerbsdruck sowie in technischen Problemen und hieraus resultierenden Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte. Trotz des Umsatzrückgangs habe für das Gesamtjahr ein positives Jahresergebnis von rund 0,9 Mio. Euro (Vorjahr rund -2,5 Mio. Euro) ausgewiesen werden können. Der Jahresüberschuss resultiere jedoch aus der Verbuchung von einmaligen sonstigen betrieblichen Erträgen von 14,7 Mio. Euro, die sich aus dem Verkauf der gamigo AG von der Axel Springer AG an die Samarion SE ergeben hätten.
Die aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen der gamigo AG würden für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres Umsatzerlöse von rund 3,5 Mio. Euro ausweisen und damit rund 0,4 Mio. Euro unter Plan liegen. Die Umsatzeinbußen würden sich in einem negativen EBITDA von rund 0,2 Mio. Euro widerspiegeln. Im Ergebnis verbleibe für das erste Quartal ein gegenüber Plan um rund 0,55 Mio. Euro erhöhter Fehlbetrag von -0,95 Mio. Euro. Die vorläufigen Zahlen für den Monat April würden mit einem Monatsumsatz von rund 1,5 Mio. Euro und einem positiven EBITDA von rund 51.000 Euro eine positive Tendenzen aufweisen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2013 plane die gamigo AG insgesamt mit einem Umsatz in Höhe von rund 19,9 Mio. Euro. Bei steigenden Lizenzgebühren und sinkenden Personalaufwendungen solle ein positives EBITDA von rund 2,4 Mio. Euro ausgewiesen werden. Nach Abschreibungen verbleibe jedoch ein EBIT von rund -0,7 Mio. Euro.
Aktuell plane die gamigo AG die Durchführung einer weiteren Grundkapitalerhöhung von aktuell nominal 1.047.049 Euro um bis zu 209.408 Euro auf bis zu 1.256.457 Euro. Hieraus sollten der Berichtsgesellschaft liquide Mittel von rund 1,2 Mio. Euro zufließen. Nach Unternehmensangabe seien die erforderlichen Zusagen der Investoren bereits gemacht worden, so dass die Umsetzung zeitnah erfolgen könne.
Laut einer Studie von PwC solle der Markt für Online Games in Deutschland von 416 Mio. Euro (2011) auf 978 Mio. Euro (2016) wachsen.
Die Gesellschaft beabsichtige, den Nettoemissionserlös vorwiegend zur Finanzierung des weiteren Wachstums zu verwenden. gamigo möchte dabei durch den Ausbau des Spieleportfolios, eine regionale Ausweitung der Lizenzen, verstärkte Marketingaktivitäten und eine Erhöhung der technischen Effizienz organisch wachsen. Zudem seien Übernahmen von Unternehmen in den Bereichen MMOG, Mobile sowie zur Kompetenzverstärkung (Technik, Marketing) denkbar. Der Emissionserlös solle zuletzt auch zur Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten verwendet werden.
Für die kommenden Jahre werde für den weltweiten Online-Spiele-Markt ein enormes Wachstum prognostiziert. So auch für den deutschen Markt, der in Europa bereits führend sei. Mit über 10 Mio. Spiele-Accounts sowie den Mitteln aus der Anleiheemission und der anstehenden Kapitalerhöhung sei gamigo für das weitere Wachstum gut gerüstet. Die Einstellung der eigenen Entwicklungsaktivitäten und die Konzentration auf Publishing und Vertrieb Ende 2012 würden das Geschäft planbarer machen. Da der Strategiewechsel jedoch erst wenige Monate zurückliege, unterliege die weitere Planung einer gewissen Unsicherheit.
Insgesamt überwiegen nach Einschätzung der Experten von "fixed-income.org" die Chancen, die Anleihe ist jedoch nur für risikobewusste Anleger geeignet. (05.06.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Der Online-Spieleanbieter gamigo AG emittiere eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 15 Mio. Euro. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren betrage der Kupon 8,500%. Aufgrund der vierteljährlichen Zinszahlung erreiche die Rendite ein lukratives Niveau von 8,775%. Die Ratingnote laute B+. Die Mittel aus der Anleiheemission sollten insbesondere für das weitere Wachstum (organisch und anorganisch) in einem dynamisch wachsenden Markt verwendet werden.
Die gamigo AG betreibe und vermarkte international Computerspiele - sowohl Browsergames als auch Client Games - aus dem Segment der Massively Multiplayer Online Games (MMOGs). Dabei handle es sich um Computerspiele, die den Spielern eine virtuelle Welt bieten würden und von sehr vielen (häufig mehreren Tausend) Spielern gleichzeitig über das Internet gespielt werden könnten. Typischerweise würden die Spieler miteinander interagieren sowie kommunizieren und somit das Fortschreiten in der virtuellen Welt gemeinsam prägen.
Aufgrund der großen Anzahl an Mitspielern, die zu den unterschiedlichsten Zeiten dem Spiel nachgehen würden, würden die Spieler ein vollständiges Spiel meist über mehrere Monate spielen. Es handle sich daher bei den Spielen um sog. "Core Games", im Gegensatz zu "Casual Games", bei denen es sich typischerweise um einfache Spiele handle, die nur für kurze Zeit gespielt würden (insbesondere Denk- und Ratespiele). Der Fokus der Geschäftstätigkeit liege auf Europa und Nordamerika.
Die Spiele der gamigo AG würden kostenfrei angeboten. Die Haupteinnahmequelle der gamigo AG sei der Verkauf von virtueller Währung, mit der die Spieler virtuelle Güter kaufen würden, die den Spielspaß erhöhen und dem Spieler ermöglichen würden, innerhalb der Spiele schneller erfolgreich zu sein. Im Hinblick auf den Abrechnungsprozess der verkauften virtuellen Güter arbeite die gamigo AG mit einer Vielzahl von Abrechnungspartnern zusammen.
Die gamigo AG biete derzeit zehn Computerspiele an: "Last Chaos", "Fiesta Online", "Cultures Online", "King of Kings 3", "Champions of Regnum", "Golfstar", "Jagged Alliance Online", "Loong", "Pirate Galaxy" und "Heroes in the Sky". Ca. 90% der Umsätze seien zuletzt mit den drei Spielen "Fiesta Online", "Cultures Online" und "Last Chaos" erwirtschaftet worden. Derzeit verfüge die gamigo-Gruppe über 10 Mio. Spielkonten. Die Spiele würden täglich im Schnitt von mehr als 70.000 Nutzern gespielt. Die Lizenzen zu diesen Spielen würden von verschiedenen Spieleentwicklern erworben.
Die Aktionärsstruktur der gamigo AG habe sich in der Vergangenheit mehrfach geändert. Im Oktober 2012 sei die gamigo AG von der jetzigen Alleinaktionärin Samarion SE erworben worden. Der Alleinvorstand der Samarion SE, Remco Westermann, habe zeitgleich den Vorsitz des Vorstandes der gamigo AG übernommen.
Im Zuge des Eigentümerwechsels Ende 2012 seien bereits wesentliche strukturelle und organisatorische Veränderungen vorgenommen worden. Insbesondere seien die Mitarbeiterzahl sowie die Marketing- und Technikressourcen im Wesentlichen auf den Betrieb der beiden umsatzstärksten Spiele ("Fiesta Online" und "Last Chaos") angepasst worden. Der Bereich IT-Operations, der sowohl die physische Technik (Rechner, Server etc.) als auch die IT-Sicherheit beinhaltet habe, sei an eine externe Gesellschaft, die conversis GmbH, outgesourct worden. Insgesamt sei die gamigo AG bestrebt, profitable und tragfähige Strukturen zu schaffen.
Die aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen der gamigo AG würden für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres Umsatzerlöse von rund 3,5 Mio. Euro ausweisen und damit rund 0,4 Mio. Euro unter Plan liegen. Die Umsatzeinbußen würden sich in einem negativen EBITDA von rund 0,2 Mio. Euro widerspiegeln. Im Ergebnis verbleibe für das erste Quartal ein gegenüber Plan um rund 0,55 Mio. Euro erhöhter Fehlbetrag von -0,95 Mio. Euro. Die vorläufigen Zahlen für den Monat April würden mit einem Monatsumsatz von rund 1,5 Mio. Euro und einem positiven EBITDA von rund 51.000 Euro eine positive Tendenzen aufweisen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2013 plane die gamigo AG insgesamt mit einem Umsatz in Höhe von rund 19,9 Mio. Euro. Bei steigenden Lizenzgebühren und sinkenden Personalaufwendungen solle ein positives EBITDA von rund 2,4 Mio. Euro ausgewiesen werden. Nach Abschreibungen verbleibe jedoch ein EBIT von rund -0,7 Mio. Euro.
Aktuell plane die gamigo AG die Durchführung einer weiteren Grundkapitalerhöhung von aktuell nominal 1.047.049 Euro um bis zu 209.408 Euro auf bis zu 1.256.457 Euro. Hieraus sollten der Berichtsgesellschaft liquide Mittel von rund 1,2 Mio. Euro zufließen. Nach Unternehmensangabe seien die erforderlichen Zusagen der Investoren bereits gemacht worden, so dass die Umsetzung zeitnah erfolgen könne.
Laut einer Studie von PwC solle der Markt für Online Games in Deutschland von 416 Mio. Euro (2011) auf 978 Mio. Euro (2016) wachsen.
Die Gesellschaft beabsichtige, den Nettoemissionserlös vorwiegend zur Finanzierung des weiteren Wachstums zu verwenden. gamigo möchte dabei durch den Ausbau des Spieleportfolios, eine regionale Ausweitung der Lizenzen, verstärkte Marketingaktivitäten und eine Erhöhung der technischen Effizienz organisch wachsen. Zudem seien Übernahmen von Unternehmen in den Bereichen MMOG, Mobile sowie zur Kompetenzverstärkung (Technik, Marketing) denkbar. Der Emissionserlös solle zuletzt auch zur Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten verwendet werden.
Für die kommenden Jahre werde für den weltweiten Online-Spiele-Markt ein enormes Wachstum prognostiziert. So auch für den deutschen Markt, der in Europa bereits führend sei. Mit über 10 Mio. Spiele-Accounts sowie den Mitteln aus der Anleiheemission und der anstehenden Kapitalerhöhung sei gamigo für das weitere Wachstum gut gerüstet. Die Einstellung der eigenen Entwicklungsaktivitäten und die Konzentration auf Publishing und Vertrieb Ende 2012 würden das Geschäft planbarer machen. Da der Strategiewechsel jedoch erst wenige Monate zurückliege, unterliege die weitere Planung einer gewissen Unsicherheit.
Insgesamt überwiegen nach Einschätzung der Experten von "fixed-income.org" die Chancen, die Anleihe ist jedoch nur für risikobewusste Anleger geeignet. (05.06.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


