friedola-Unternehmensanleihe: solider Mittelständler mit attraktivem Kupon von 7,25%


26.03.12 13:21
fixed-income.org

Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Die Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - empfehlen die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1MLYJ9 / WKN A1MLYJ) der friedola Gebr. Holzapfel GmbH zur Zeichnung.

Voraussichtlich bis 5. April könne die Unternehmensanleihe der friedola Gebr. Holzapfel GmbH gezeichnet werden. Die Gesellschaft biete bei einer fünfjährigen Laufzeit einen Kupon von 7,25%. Die friedola Gebr. Holzapfel GmbH sei ein führender europäischer Hersteller und Anbieter von kunststoffveredelten Produkten (Schäumen und Folien). Ca. 60% des Umsatzes erziele die Gesellschaft mit Boden- und Tischbelägen sowie Freizeitartikeln (wie den bekannten "BEMA Schwimmflügeln"). Oberflächenveredelte Trägerbahnen und Folien sowie Kunstleder für Kraftfahrzeug-Interieurmaterial, Kofferraummatten, Schaumpolster, Bau- und Betonschalungsplattenfolien für die Bauindustrie würden die Produktpalette abrunden.

Rückwirkend zum 1. August 2011 sei die Wunderlich Coating GmbH & Co. KG übernommen worden. Aufgrund der hohen Diversifikation habe die Gesellschaft eine geringe Abhängigkeit von einzelnen Produkten/Produktgruppen und sei nur in geringem Maße konjunkturabhängig. Zudem zeichne sich die Gesellschaft durch eine konservative Bilanzierung aus, Goodwill und Markenrechte seien nicht aktiviert. Der Kupon von 7,25% sei daher attraktiv.

Die friedola Gebr. Holzapfel GmbH sei ein führender europäischer Hersteller und Anbieter von kunststoffveredelten Produkten und teile sich in die drei Geschäftsfelder Home, Sports und Solutions auf. Der Geschäftsbereich Home umfasse sämtliche Aktivitäten von friedola bei der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Boden- und Tischbelägen sowie der Entwicklung, der Konfektion und dem Vertrieb von Selbstklebefolien nach eigenen Trendkonzepten.

Im Geschäftsbereich Sports biete friedola Sport- und Freizeitartikel wie aufblasbare Schwimmflügel der bekannten Marke "BEMA Schwimmflügel", Pools, Boote und Luftbetten, Campingartikel, Yoga- und Wellnessartikel sowie Golfabschlags- und Biathlonmatten. Die selbst entwickelten und vertriebenen Produkte würden in diesem Geschäftsbereich teils eigen-, teils fremdproduziert.

Im Geschäftsbereich Solutions seien alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von oberflächenveredelten Trägerbahnen und Folien sowie Kunstleder für Kraftfahrzeug-Interieurmaterial, Kofferraumatten, Schaumpolster und Lordosefolien für die Automobilindustrie konzentriert. In diesem Geschäftsbereich biete friedola auch Bau- und Betonschalungsplattenfolien für die Bauindustrie sowie Schaumpolster für Bad-Lifte und zur Ladungssicherung. Zudem produziere und vertreibe friedola Spezialfolien und Schäume für öffentliche Verkehrsmittel, die Flugzeugindustrie sowie Objektkunstrasen u.a. für den Schiffsbau.

Alle Produkte würden in Deutschland entwickelt und zu rund 70% in Deutschland von friedola selbst gefertigt. Rund 30% des Umsatzes würden mit Handelsware erzielt. Zu den fünf größten Kunden würden Lidl, Aldi, Daimler, METRO und Hagebau zählen.

Die Derin-Holzapfel GmbH & Co. Grundbesitz Beteiligungs KG halte 100% der Anteile an der Emittentin friedola Gebr. Holzapfel GmbH. Diese Struktur sei im Rahmen eines Management-Buyouts im Jahr 2007 geschaffen worden. Die Geschäftsführerin Désirée Derin-Holzapfel habe damals alle Geschäftsanteile des Familienunternehmens übernommen, dessen Gründung auf das Jahr 1888 zurückgehe.

Mit der Besitzgesellschaft existiere ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag. Damit hafte die Besitzgesellschaft ebenfalls für die Anleihe, der Vertrag könne während der Laufzeit der Anleihe nicht gekündigt werden. Für Anleiheinvestoren sei dies von Vorteil, da die Besitzgesellschaft lastenfreie Grundstücke und Maschinen im Volumen von 34 Mio. Euro halte. Die Firmenstruktur entspreche der von Semper idem Underberg.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 (1. August bis 31. Juli) habe die friedola Gebr. Holzapfel GmbH den Umsatz von 53,3 Mio. Euro um 15,2% auf 61,4 Mio. Euro gesteigert, bei einem EBIT in Höhe von ca. 1,8 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von 1,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote habe zum Bilanzstichtag 48,4% betragen.

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 (31.01.2012) sei der Auftragsbestand von 25,0 auf 26,2 Mio. Euro gestiegen. Dabei sei der Deckungsbeitrag um 372.000 Euro gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres gestiegen. Die Gesellschaft erziele jedoch einen Großteil des Umsatzes in der Zeit von Januar bis August. Dies sei insbesondere auf Verkaufsaktionen bei Discountern sowie der Saison im Geschäftsbereich Sports zurückzuführen. Für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 (zum 31.07.) sei ein Anstieg des Umsatzes von 61,4 Mio. Euro auf 83,5 Mio. Euro zu erwarten. Das bereinigte EBIT dürfte dabei von 1,9 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro steigen.

Den Emissionserlös möchte die Gesellschaft nutzen, um ein Zentrallager zu erwerben oder zu bauen. Durch die Integration von derzeit vier Lagern zu einem Zentrallager verspreche sich die Gesellschaft deutliche Kosteneinsparungen. Hierfür sollten etwa 3 bis 5 Mio. Euro verwendet werden. 4 bis 6 Mio. Euro sollten in Maschinen und Anlagen (z.B. in eine moderne, energieeffizientere Heiz- und Regelungstechnik) investiert werden, um die Profitabilität zu steigern.

Ein Teil des Emissionserlöses (ca. 4 bis 6 Mio. Euro) solle für Investitionen in die Internationalisierung und Wachstumsfinanzierung verwendet werden. Die Vertriebsstrategie beinhalte sowohl den Ausbau europäischer Vertriebsstandorte als auch die verstärkte Nutzung von Cross-Selling-Potenzialen. Der Emissionserlös könne dabei auch zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen verwendet werden.

Zur Erweiterung der Wertschöpfungskette und zur Stärkung der Marktposition gegenüber Wettbewerbern plane friedola zudem, einen Teil des Emissionserlöses für strategische Akquisitionen zu verwenden. Als Zielobjekte würden dabei Folienhersteller oder Vertriebsunternehmen in Frage kommen. Hierfür sollten 5 bis 8 Mio. Euro verwendet werden, sofern sich entsprechende Gelegenheiten ergeben würden. Ein Teil des Emissionserlöses (ca. 8 bis 12 Mio. Euro) solle für allgemeine Refinanzierungszwecke verwendet werden.

Aufgrund der hohen Diversifikation sei die friedola Gebr. Holzapfel GmbH relativ unabhängig von konjunkturellen Einflüssen oder einzelnen Produktgruppen. Die Besitzgesellschaft Derin-Holzapfel GmbH & Co. Grundbesitz Beteiligungs KG hafte ebenfalls für die Anleihe und besitze lastenfrei Grundstücke und Maschinen im Wert von 34 Mio. Euro. Damit erscheine das Risiko für Anleiheinvestoren sehr überschaubar. Daher würden die Experten den Risikograd der Anleihe oberhalb des BB Ratings einschätzen.

Die mit den Mitteln aus der Anleiheemission geplanten Investitionen in ein Zentrallager und in Energieeffizienz hätten zudem Kosteneinsparungen von rund 1 Mio. Euro p.a. zur Folge. Die Ertragssituation der Gesellschaft dürfte sich daher weiter nachhaltig verbessern. Zudem würden alle Anleihen, die von Conpair und Close Brothers Seydler platziert worden seien, zum Teil deutlich über 100% notieren.

Die friedola-Anleihe ist mit einem Kupon von 7,25% attraktiv, die Experten von "fixed-income.org" raten zur Zeichnung. (26.03.2012/alc/a/a)



Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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