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Bei fallenden Zinsen auf Staatsanleihen orientieren sich Anleger um
23.05.13 12:24
ING Investment Management
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Auf der institutionellen Seite basieren Portfolios seit jeher auf Staatsanleihen - sicheren Staatsanleihen - als Ausgangspunkt. Doch für Rentenfonds oder Versicherungen ist es nicht besonders attraktiv, Kapital in Anleihen anzulegen, die nur 1,5 Prozent abwerfen, so Tim Dowling, Leiter der Credit Boutique bei ING Investment Management.
Mit einer so niedrigen Rendite könne man das Geschäftsmodell einer Versicherungsgesellschaft nicht finanzieren. Man müsse in Assets investieren, die zwischen 3 bis 5 Prozent abwerfen würden. Zudem würden institutionelle Investoren auch niedrige Volatilität verlangen. Daher würden sie jetzt zunehmend auf das High-Yield-Segment setzen.
Dowling weise darauf hin, dass Staatsanleihen von einer 30 Jahre langen Rally und sinkenden Spreads profitiert hätten. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Talsohle jetzt erreicht sei. Dadurch ständen institutionelle Investoren jetzt vor der Wahl zwischen Kapitalschutz, Einkünften oder Kursanstieg.
Mit Staatsanleihen habe man in der Vergangenheit alle drei Ansprüche erfüllen können, doch inzwischen böten sie nur noch Kapitalschutz. Was Einkünfte betreffe, müsse man sich an anderen Asset-Klassen orientieren, wie Credit, EMD und so weiter. Im Hinblick auf den Wertzuwachs hätten sich die Perspektiven für alle Assetklassen in letzter Zeit grundlegend geändert. Für Retail-Anleger gelte das allerdings nur bedingt.
Im Gegensatz zu Privatanlegern stünden institutionellen Investoren mehr Mittel zu Verfügung, um diese auf unterschiedliche Anlageformen rund um den Globus zu verteilen. So würden Institutionelle ihr Exposure gegenüber Aktien und Staatsanleihen zurückfahren und ihr Kapital in Credit umschichten. Sofern diese Investoren wieder zurück in Aktien umschichten würden, zeichne sich hier noch kein wahrnehmbarer Trend ab.
ING IM zufolge würden manche institutionelle Investoren erst noch eine weitere Marktkorrektur abwarten, bevor sie ihr Engagement bei High-Yield-Assets intensivieren würden. Nach Auffassung des Vermögensverwaltungshauses werde sich ab jetzt allerdings ein wachsender Trend hin zu einer strukturellen Übergewichtung von Credit abzeichnen.
Was die weitere Entwicklung betreffe, sei ING IM der Ansicht, dass bei den aktuellen Zinssätzen - und ihrer wahrscheinlichen mittelfristigen Entwicklung - Credits statt Staatsanleihen für viele institutionelle Investoren oder wohlhabende Privatleute den Kern ihrer Portfolios darstellen würden.
Die längerfristigen Zinssätze würden von Inflationsrate, Wachstum und auch vom Niveau der Kurzfristsätze abhängen. All diese seien in Europa zurzeit niedrig. Wenn auch die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung in Europa eher begrenzt sei, so könnte dies in den USA doch eine ganz andere Geschichte sein. (23.05.2013/alc/a/a)
Mit einer so niedrigen Rendite könne man das Geschäftsmodell einer Versicherungsgesellschaft nicht finanzieren. Man müsse in Assets investieren, die zwischen 3 bis 5 Prozent abwerfen würden. Zudem würden institutionelle Investoren auch niedrige Volatilität verlangen. Daher würden sie jetzt zunehmend auf das High-Yield-Segment setzen.
Dowling weise darauf hin, dass Staatsanleihen von einer 30 Jahre langen Rally und sinkenden Spreads profitiert hätten. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Talsohle jetzt erreicht sei. Dadurch ständen institutionelle Investoren jetzt vor der Wahl zwischen Kapitalschutz, Einkünften oder Kursanstieg.
Im Gegensatz zu Privatanlegern stünden institutionellen Investoren mehr Mittel zu Verfügung, um diese auf unterschiedliche Anlageformen rund um den Globus zu verteilen. So würden Institutionelle ihr Exposure gegenüber Aktien und Staatsanleihen zurückfahren und ihr Kapital in Credit umschichten. Sofern diese Investoren wieder zurück in Aktien umschichten würden, zeichne sich hier noch kein wahrnehmbarer Trend ab.
ING IM zufolge würden manche institutionelle Investoren erst noch eine weitere Marktkorrektur abwarten, bevor sie ihr Engagement bei High-Yield-Assets intensivieren würden. Nach Auffassung des Vermögensverwaltungshauses werde sich ab jetzt allerdings ein wachsender Trend hin zu einer strukturellen Übergewichtung von Credit abzeichnen.
Was die weitere Entwicklung betreffe, sei ING IM der Ansicht, dass bei den aktuellen Zinssätzen - und ihrer wahrscheinlichen mittelfristigen Entwicklung - Credits statt Staatsanleihen für viele institutionelle Investoren oder wohlhabende Privatleute den Kern ihrer Portfolios darstellen würden.
Die längerfristigen Zinssätze würden von Inflationsrate, Wachstum und auch vom Niveau der Kurzfristsätze abhängen. All diese seien in Europa zurzeit niedrig. Wenn auch die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung in Europa eher begrenzt sei, so könnte dies in den USA doch eine ganz andere Geschichte sein. (23.05.2013/alc/a/a)


