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Zwischen Zöllen und Zinsen - wohin steuert die US-Wirtschaft?
13.08.25 09:00
Degroof Petercam
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Nach den zuletzt schwachen Beschäftigungszahlen und angesichts der viel diskutierten Zollpolitik drängt sich die Frage auf: Wie geht es weiter mit der US-amerikanischen Wirtschaft? André Figueira de Sousa und Lowie Debou, Rentenfondsmanager von DPAM (Degroof Petercam Asset Management), gehen dieser Frage nach:
Insbesondere die Kombination aus einem niedrigen Juli-Wert und einer bedeutenden Abwärtskorrektur der Vormonatszahlen habe zu einem starken Rückgang der kurzfristigen Zinsen in den USA geführt. Anleger hätten sich zurückversetzt gefühlt in den Sommer 2014, als die Fed aufgrund der sich abschwächenden Beschäftigungslage innerhalb weniger Monate die Leitzinsen um 1 % gesenkt habe. Allerdings sei der Rückgang der Beschäftigung diesmal noch stärker und breiter angelegt.
Die Märkte hätten die Auswirkungen der Handelspolitik von Trump bislang weitestgehend ignoriert – man meine: unterschätzt. Angesichts der weltweiten Handelsunsicherheit, einschließlich der jüngsten US-Zölle, hielten sich die Unternehmen mit Neueinstellungen stärker zurück. Die jüngsten Einkaufsmanager-Umfragen zeigten einen Beschäftigungsrückgang sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor.
Da die Fed weiterhin datenabhängig agiere, sei das wahrscheinlichste Szenario eine Zunahme der Marktschwankungen. Dies könnte zunächst zu einer höheren Zinsvolatilität führen, da bessere Daten die Märkte erneut dazu veranlassen könnten, mögliche Fed-Senkungen auszupreisen. Da sich jedoch die negative Dynamik der Wirtschafts- und Beschäftigungsdaten fortsetzen werde, werde die Fed die Zinsen weiter senken und damit Zinsschwankungen verringern. Dafür könnten die Schwankungen bei den Renditeaufschlägen zunehmen, je nachdem, wie stark sich die Daten verschlechtern. Bleibe die Verschlechterung begrenzt, dürfte dies die Spreads stützen, da die geldpolitische Lockerung die Anlegerstimmung aufhellen werde. Da sich die Anleger derzeit bei Investments in Staatsanleihen von fiskalischen Sorgen leiten ließen, würden Länder- und Kreditspreads sehr behutsam ausgewählt. (13.08.2025/alc/a/a)
Insbesondere die Kombination aus einem niedrigen Juli-Wert und einer bedeutenden Abwärtskorrektur der Vormonatszahlen habe zu einem starken Rückgang der kurzfristigen Zinsen in den USA geführt. Anleger hätten sich zurückversetzt gefühlt in den Sommer 2014, als die Fed aufgrund der sich abschwächenden Beschäftigungslage innerhalb weniger Monate die Leitzinsen um 1 % gesenkt habe. Allerdings sei der Rückgang der Beschäftigung diesmal noch stärker und breiter angelegt.
Die Märkte hätten die Auswirkungen der Handelspolitik von Trump bislang weitestgehend ignoriert – man meine: unterschätzt. Angesichts der weltweiten Handelsunsicherheit, einschließlich der jüngsten US-Zölle, hielten sich die Unternehmen mit Neueinstellungen stärker zurück. Die jüngsten Einkaufsmanager-Umfragen zeigten einen Beschäftigungsrückgang sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor.
Da die Fed weiterhin datenabhängig agiere, sei das wahrscheinlichste Szenario eine Zunahme der Marktschwankungen. Dies könnte zunächst zu einer höheren Zinsvolatilität führen, da bessere Daten die Märkte erneut dazu veranlassen könnten, mögliche Fed-Senkungen auszupreisen. Da sich jedoch die negative Dynamik der Wirtschafts- und Beschäftigungsdaten fortsetzen werde, werde die Fed die Zinsen weiter senken und damit Zinsschwankungen verringern. Dafür könnten die Schwankungen bei den Renditeaufschlägen zunehmen, je nachdem, wie stark sich die Daten verschlechtern. Bleibe die Verschlechterung begrenzt, dürfte dies die Spreads stützen, da die geldpolitische Lockerung die Anlegerstimmung aufhellen werde. Da sich die Anleger derzeit bei Investments in Staatsanleihen von fiskalischen Sorgen leiten ließen, würden Länder- und Kreditspreads sehr behutsam ausgewählt. (13.08.2025/alc/a/a)


