Zweite und letzte Leitzinsanhebung in Schweden?


19.12.19 08:45
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Seit der Reduzierung des Reposatzes auf das historische Tief von -0,50% im Frühjahr 2016 hat die schwedische Notenbank den Leitzins trotz einer insgesamt sehr soliden Entwicklung der heimischen Wirtschaft bisher nur im Dezember 2018 um 25 BP angehoben, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Auf der jüngsten Sitzung des geldpolitischen Entscheidungsgremiums sei nun eine weitere Verschärfung der Geldpolitik für Dezember 2019 in Aussicht gestellt worden. Gleichzeitig habe die Notenbank jedoch darauf verwiesen, dass der Reposatz nach diesem Beschluss auf absehbare Zeit unverändert bleiben werde. Die Analysten würden nach der heutigen Auslieferung der angekündigten Leitzinsanhebung für das gesamte kommende Jahr von einem unveränderten Leitzinsniveau ausgehen. Gründe seien die zunehmenden Unsicherheiten hinsichtlich des Konjunkturausblicks und die im Jahresdurchschnitt 2020 wohl klar unter dem Inflationsziel der Riksbank von 2% liegende Teuerung (HSBCe: 1,6% gg. Vj.).

Am Devisenmarkt dürfte die für heute angekündigte Anhebung des Reposatzes bereits eingepreist sein. Für das kommende Jahr werde indes noch mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% eine weitere Verschärfung der Geldpolitik unterstellt. Hier würden die Analysten ein negatives Überraschungspotenzial sehen, was auch die Schwedische Krone 2020 unter Druck setzen dürfte. (19.12.2019/alc/a/a)




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