Erweiterte Funktionen
Zinsspekulationen unverändert - EZB und FED bleiben in Wartestellung
20.02.25 09:21
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Zinserwartungen haben sich zuletzt nicht wesentlich verändert, so die Analysten der Helaba.
Während bezüglich der US-Notenbank erst zum Ende des dritten Quartals ein weiterer Schritt um 25 Basispunkte vollständig eingepreist werde, rechne man bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits im März mit der nächsten Senkung. Gleichwohl halte es EZB-Mitglied Schnabel für richtig, eine Debatte darüber zu führen, wann der Zinssenkungskurs pausiert oder gestoppt werden sollte.
Wenig hilfreich in diesem Zusammenhang sei wohl das heute anstehende Konsumentenvertrauen der EU-Kommission. Es habe in der Regel keinen marktbewegenden Einfluss. Interessanter werde es morgen mit den Einkaufsmanagerindices in Deutschland, Frankreich und der Eurozone.
Die heutigen US-Zahlen seien ebenfalls der zweiten Reihe zuzuordnen. Auf dem Programm stehe der Philadelphia-FED-Index. Das Pendant der FED in New York habe eine Stimmungsverbesserung im Industriesektor angezeigt. In der Region Philadelphia werde indes mit einem Rückgang gerechnet, nachdem der Index bereits im Vormonat deutlich um gut 55 Punkte auf 44,3 habe zulegen können. Er dürfte sich aber klar im Expansionsbereich halten. In diesem Fall würde darauf hingewiesen, dass sich die US-Konjunktur auf Wachstumskurs befinde.
Auf Interesse würden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stoßen, die wohl erneut ein niedriges Niveau aufweisen würden. Damit würden die Perspektiven am Arbeitsmarkt freundlich bleiben und für die US-Notenbank gebe es keinen Grund, von der abwartenden, geldpolitischen Haltung abzurücken. Dabei scheine es Einigkeit innerhalb des FOMC zu geben. So würden die FED-Vertreter nicht müden zu betonen, dass es bezüglich weiterer Zinssenkungen keine Eile gebe. Auch dem FOMC-Protokoll seien keine Hinweise auf schnelle Zinssenkungen zu entnehmen. In diesem Zusammenhang sei auf die erhöhten Verbraucherpreise hingewiesen und darauf, dass die in Aussicht gestellten Zölle ebenfalls preistreibend sein könnten. (20.02.2025/alc/a/a)
Während bezüglich der US-Notenbank erst zum Ende des dritten Quartals ein weiterer Schritt um 25 Basispunkte vollständig eingepreist werde, rechne man bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits im März mit der nächsten Senkung. Gleichwohl halte es EZB-Mitglied Schnabel für richtig, eine Debatte darüber zu führen, wann der Zinssenkungskurs pausiert oder gestoppt werden sollte.
Die heutigen US-Zahlen seien ebenfalls der zweiten Reihe zuzuordnen. Auf dem Programm stehe der Philadelphia-FED-Index. Das Pendant der FED in New York habe eine Stimmungsverbesserung im Industriesektor angezeigt. In der Region Philadelphia werde indes mit einem Rückgang gerechnet, nachdem der Index bereits im Vormonat deutlich um gut 55 Punkte auf 44,3 habe zulegen können. Er dürfte sich aber klar im Expansionsbereich halten. In diesem Fall würde darauf hingewiesen, dass sich die US-Konjunktur auf Wachstumskurs befinde.
Auf Interesse würden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stoßen, die wohl erneut ein niedriges Niveau aufweisen würden. Damit würden die Perspektiven am Arbeitsmarkt freundlich bleiben und für die US-Notenbank gebe es keinen Grund, von der abwartenden, geldpolitischen Haltung abzurücken. Dabei scheine es Einigkeit innerhalb des FOMC zu geben. So würden die FED-Vertreter nicht müden zu betonen, dass es bezüglich weiterer Zinssenkungen keine Eile gebe. Auch dem FOMC-Protokoll seien keine Hinweise auf schnelle Zinssenkungen zu entnehmen. In diesem Zusammenhang sei auf die erhöhten Verbraucherpreise hingewiesen und darauf, dass die in Aussicht gestellten Zölle ebenfalls preistreibend sein könnten. (20.02.2025/alc/a/a)


