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Zinssenkung erwartet: Fed-Signale treiben Rentenmärkte


06.08.25 11:25
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Auftragseingänge des Monats Juni lenken heute bereits den Blick auf die Situation der deutschen Industrie und liefern Hinweise auf die morgen anstehenden Zahlen zur Industrieproduktion und dem Außenhandel, so die Analysten der Helaba.

Dominierendes Thema werde sein, inwieweit die US-amerikanische Zollpolitik Spuren in der deutschen Wirtschaft hinterlasse. Es seien zuletzt vor allem Auslandsbestellungen gewesen, die die Nachfrage nach deutschen Produkten aufrechterhalten hätten. Mit den Verwerfungen aufgrund der Zollpolitik der USA drohe nun ein Dämpfer bei den ausländischen Bestellungen, und fraglich sei, ob sich die inländische Nachfrage erhole und einen Boden ausbilde. Die zuletzt verbesserten Stimmungsindikatoren und die fiskalischen Impulse würden zwar auf eine allmähliche Trendwende hoffen lassen, die tatsächlichen Zahlen hätten bis zuletzt aber enttäuscht. So habe der VDMA bekannt gegeben, im Juni seien inländische und ausländische Bestellungen gleichermaßen real um 5% niedriger ausgefallen als ein Jahr zuvor.

In den USA bleibe es heute datenseitig ruhig, jedoch seien zwei Reden von FOMC-Mitgliedern im Kalender zu finden. Die Zinssenkungsspekulationen und damit auch die Kurse an den Rentenmärkten hätten seit den am Freitag letzter Woche deutlich enttäuschenden Konjunkturdaten in den USA deutlich zugelegt. Marktseitig sei eine Reduzierung des Leitzinsbandes durch die Fed um 25 Basispunkte inzwischen zu rund 90% eingepreist. Erste Wortmeldungen seitens der Fed-Vertreter habe es bereits gegeben, die diese Spekulationen untermauert hätten. Bei den heutigen Beiträgen dürfte ebenfalls ein "dovisher" Ton vorherrschen, sodass die Lockerungserwartungen wohl nicht geschmälert würden. (06.08.2025/alc/a/a)