Zinsmarkt: Inflationsdaten stehen im Fokus


30.06.17 10:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Unter den heutigen Veröffentlichungen stechen vor allem Inflationsdaten ins Auge, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die auf beiden Seiten des Atlantiks zuletzt rückläufige Inflation sei bis vor kurzem Martteilnehmern Grund genug gewesen, um auf eine für lange Zeit beinahe unveränderte expansive Ausrichtung der Geldpolitik zu setzen. Eigentlich sollten sich heute jene, die auf einen anhaltend niedrigen Inflationsdruck setzen würden, durch die anstehenden Zahlen bestätigt fühlen. Laut ersten Länderergebnissen dürfte in der Eurozone der Preisauftrieb im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Ölpreisentwicklung im Juni einen kleinen Rückgang verbucht haben. Die Teuerungsrate ohne Energie sollte sich dagegen im Jahresabstand ein wenig erhöht haben.

In den USA würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG für den Deflator des privaten Konsums im Vormonatsvergleich einen minimalen Rückgang erwarten. Die Vorjahresrate dürfte von 1,7% auf 1,5% gesunken sein. Weiters von Interesse seien die persönlichen Konsumausgaben für Mai, welche nach Meinung der Analysten in realer Rechnung um 0,2% bis 0,3% p.m. zugelegt hätten. Der Chicago PMI liefere eine letzte Indikation für den ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe (veröffentlicht am 3. Juli).

Auf dem Primärmarkt auktioniere heute Italien Fixzinsanleihen mit Laufzeit 4/2022 und 8/2027. Das beabsichtigt Volumen betrage zwischen EUR 5,5 und 6,5 Mrd. Weiters würden zwischen EUR 1 und 1,5 Mrd. per Geldmarktfloater mit Laufzeit 10/2024 angeboten.

Am Ratingkalender seien heute bei Moody‘s Belgien und Spanien sowie der ESM und die EFSF vermerkt. (30.06.2017/alc/a/a)