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Zins-Migräne
11.07.23 10:00
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Zinssorgen bereiten den Finanzmarktteilnehmern nicht mehr nur Kopfschmerzen, mittlerweile ist es eine ausgewachsene Migräne, so die Analysten der DekaBank.
Auch in der vergangenen Woche hätten die Spekulationen über weiter steigende Leitzinsen nicht abgerissen. In den USA sei die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte besser als erwartet gelaufen. Das habe allerdings die US-Notenbank auf den Plan gerufen, die angesichts der weiterhin starken Nachfrage die Inflationsbekämpfung gefährdet sehe. Demgegenüber zeige die Konjunktur im Euroraum deutliche Auszehrungserscheinungen. Die deutsche Wirtschaft befinde sich gar in einer leichten Rezession.
Dieses Bild hätten auch die guten Auftragseingänge der Industrie nicht drehen können, denn sie seien mit dem Automobilsektor zu sehr auf Sondereffekte einer Branche beschränkt gewesen. Alles zusammen habe das keine Wohlfühlwoche für den DAX bedeutet. Er habe deutlich Federn lassen müssen, selbst nach den guten Zahlen vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Dies müsse jedoch keinen neuen Trend bedeuten.
Noch immer lasse die Wirtschaft keine eindeutige Richtung erkennen. Auf den Vorstufen der Verbraucherpreisentwicklung, also bei den Import- oder Erzeugerpreisen, gehe die Beruhigung weiter. Das werde auch die Inflation in den kommenden Monaten deutlich besänftigen, was wiederum die Zinsperspektiven aufhelle. Kämen dann weitere positive Konjunktursignale dazu, würden die Aktienmärkte auch schnell wieder nach Höherem streben. Es wäre nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass sich die Befürchtungen an den Märkten zerstreuen würden. Ab Ende dieser Woche werde die beginnende US-Berichtssaison weitere Einblicke in die Unternehmenszahlen gewähren - zumindest rückblickend für das zweite Quartal. (11.07.2023/alc/a/a)
Auch in der vergangenen Woche hätten die Spekulationen über weiter steigende Leitzinsen nicht abgerissen. In den USA sei die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte besser als erwartet gelaufen. Das habe allerdings die US-Notenbank auf den Plan gerufen, die angesichts der weiterhin starken Nachfrage die Inflationsbekämpfung gefährdet sehe. Demgegenüber zeige die Konjunktur im Euroraum deutliche Auszehrungserscheinungen. Die deutsche Wirtschaft befinde sich gar in einer leichten Rezession.
Dieses Bild hätten auch die guten Auftragseingänge der Industrie nicht drehen können, denn sie seien mit dem Automobilsektor zu sehr auf Sondereffekte einer Branche beschränkt gewesen. Alles zusammen habe das keine Wohlfühlwoche für den DAX bedeutet. Er habe deutlich Federn lassen müssen, selbst nach den guten Zahlen vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Dies müsse jedoch keinen neuen Trend bedeuten.
Noch immer lasse die Wirtschaft keine eindeutige Richtung erkennen. Auf den Vorstufen der Verbraucherpreisentwicklung, also bei den Import- oder Erzeugerpreisen, gehe die Beruhigung weiter. Das werde auch die Inflation in den kommenden Monaten deutlich besänftigen, was wiederum die Zinsperspektiven aufhelle. Kämen dann weitere positive Konjunktursignale dazu, würden die Aktienmärkte auch schnell wieder nach Höherem streben. Es wäre nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass sich die Befürchtungen an den Märkten zerstreuen würden. Ab Ende dieser Woche werde die beginnende US-Berichtssaison weitere Einblicke in die Unternehmenszahlen gewähren - zumindest rückblickend für das zweite Quartal. (11.07.2023/alc/a/a)


