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Zentralbankpolitik jenseits der EZB - Skandinavien
06.04.16 12:16
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Es wurde sehr viel geschrieben über die Geldpolitik der weltweit wichtigsten sieben Zentralbanken, so die Experten von M&G Investments.
Dabei habe sich, bis auf die EZB-Entscheidung im März, sehr wenig getan. Weder die Bank of Japan, noch das FOMC in den USA oder die Bank of England hätten an der Zinsschraube gedreht. Anders sehe es bei den Zentralbanken der Nordländer Norwegen, Dänemark, Schweden und Island aus: Alle diese Länder lägen außerhalb der Eurozone, würden also ihre Währung selbst lenken - und fast alle hätten bereits längerfristige Erfahrungen mit Negativzinsen gemacht.
"Diese Länder zeigen, wie unterschiedlich Zentralbankpolitik sein kann", so Anjulie Rusius, Junior-Fondsmanagerin Anleihen bei M&G Investments: "Obwohl das Ziel meist das gleiche ist, agieren die einzelnen nordischen Staaten sehr unterschiedlich".
Die dänische Nationalbank sei Pionier im Bereich Negativzinsen gewesen. Anders als bei den meisten Ländern sei Inflation für die Dänen kein Ziel. Der Zinssatz sei zu Beginn dieses Jahres von -0,75% auf -0,65% leicht angehoben worden. Schwedens Riksbank habe sogar einen Zinssatz von -1,25% ausgerufen, wobei in Schweden diese "Strafe" wenig eingesetzt werde. Norwegens Zentralbank habe als Reaktion auf die Entscheidung des FOMC den Zinssatz von 0,75% auf ein neues Tief von 0,5% gesenkt; bei einem Inflationsziel von 2,5%.
"Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass diese Länder ihre Politik individuell gestalten werden", so Rusius. So halte sie etwa in Norwegen, Finnland und Schweden weitere Absenkungen des Zinsniveaus für wahrscheinlich, während Island ihrer Meinung nach den Zinssatz eher weiter erhöhen dürfte. (06.04.2016/alc/a/a)
Dabei habe sich, bis auf die EZB-Entscheidung im März, sehr wenig getan. Weder die Bank of Japan, noch das FOMC in den USA oder die Bank of England hätten an der Zinsschraube gedreht. Anders sehe es bei den Zentralbanken der Nordländer Norwegen, Dänemark, Schweden und Island aus: Alle diese Länder lägen außerhalb der Eurozone, würden also ihre Währung selbst lenken - und fast alle hätten bereits längerfristige Erfahrungen mit Negativzinsen gemacht.
Die dänische Nationalbank sei Pionier im Bereich Negativzinsen gewesen. Anders als bei den meisten Ländern sei Inflation für die Dänen kein Ziel. Der Zinssatz sei zu Beginn dieses Jahres von -0,75% auf -0,65% leicht angehoben worden. Schwedens Riksbank habe sogar einen Zinssatz von -1,25% ausgerufen, wobei in Schweden diese "Strafe" wenig eingesetzt werde. Norwegens Zentralbank habe als Reaktion auf die Entscheidung des FOMC den Zinssatz von 0,75% auf ein neues Tief von 0,5% gesenkt; bei einem Inflationsziel von 2,5%.
"Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass diese Länder ihre Politik individuell gestalten werden", so Rusius. So halte sie etwa in Norwegen, Finnland und Schweden weitere Absenkungen des Zinsniveaus für wahrscheinlich, während Island ihrer Meinung nach den Zinssatz eher weiter erhöhen dürfte. (06.04.2016/alc/a/a)


