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Zehnjährige US-Anleihe: Kurs seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im freien Fall


28.03.22 11:15
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach den jüngsten Äußerungen von US-Notenbankern steigt die Erwartung, dass die FED eine restriktivere Haltung einnehmen wird, so die Experten von XTB.

Nahezu jedes FED-Mitglied, das sich in letzter Zeit geäußert habe, habe sich für eine hawkischere Politik ausgesprochen. Infolgedessen würden die Zinsderivate mit einer Zinserhöhung um 50 Basispunkte bei der Sitzung im Mai rechnen, und auch bei den großen Geschäftsbanken sei dies eine vorherrschende Erwartung. Infolgedessen erfahre der US-Dollar einen Aufschwung. Noch größere Bewegungen seien jedoch auf dem Anleihemarkt zu beobachten. Die US-Renditen würden in die Höhe klettern, wobei die Rendite zehnjähriger Papiere auf über 2,5% steige - der höchste Stand seit April 2019. Ein Anstieg der US-Renditen bedeute jedoch, dass die Anleihekurse sinken würden.

Der Blick auf den Wochenchart der zehnjährigen US-Anleihe (TNOTE) zeige, dass sich der Kurs seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine Ende Februar 2022 im freien Fall befinde. Nach einer starken Abwärtsbewegung am vergangenen Freitag sei der Preis unter das 78,6%-Retracement der im September 2018 begonnenen Aufwärtsbewegung gebrochen. Die Abwärtsbewegung werde zu Beginn der neuen Woche mit einem Test der Unterstützungszone bei 121,00 fortgesetzt. Ein Durchbruch darunter würde den Weg zu den Tiefstständen von Ende 2018 im Bereich von 117,50 öffnen. (28.03.2022/alc/a/a)