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Yen bleibt trotz straffer Geldpolitik schwach
07.07.25 11:02
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Mit knapp 170 Yen erreichte der Euro gegenüber dem Yen in dieser Woche den höchsten Stand seit Sommer 2024, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Allein seit Anfang Juni habe die Gemeinschaftswährung um rund 4 Prozent aufgewertet. Den einen oder anderen Anleger dürfte die Yen-Schwäche überraschen. Denn: Anders als viele Notenbanken weltweit befinde sich die Bank of Japan auf einem Kurs der geldpolitischen Straffung - was eigentlich für einen stärkeren Yen spreche. Zudem habe sich das Geschäftsklima in Nippon zuletzt trotz der Zoll-Unsicherheit aufgehellt. Das zeige auch die am Dienstag veröffentlichte "Tankan"-Umfrage der Bank of Japan, die als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gelte. Der Hauptindex, der die Geschäftslage der Unternehmen messe, sei im Juni von 12 auf 13 Punkte gestiegen - deutlich mehr, als von Volkswirten erwartet. Diese hätten im Schnitt nur mit 10 Zählern gerechnet.
Haushaltslage untergrabe Währungsvertrauen
Warum also zeige der Yen trotz geldpolitischer Straffung Schwäche? Ein wesentlicher Grund seien zunehmende Fiskalsorgen: So sei etwa die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen Ende Mai auf über 3 Prozent gestiegen - ein Rekordniveau. Nach einer der schlechtesten Bond-Auktionen der vergangenen Jahrzehnte wachse in Japan die Sorge, dass der Staat für seine Schulden künftig noch höhere Kosten zu tragen habe. Die Befürchtung komme nicht von ungefähr: Die Schuldenquote im Land der aufgehenden Sonne liege bei über 260 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - ein internationaler Spitzenwert. (Ausgabe vom 04.07.2025) (07.07.2025/alc/a/a)
Allein seit Anfang Juni habe die Gemeinschaftswährung um rund 4 Prozent aufgewertet. Den einen oder anderen Anleger dürfte die Yen-Schwäche überraschen. Denn: Anders als viele Notenbanken weltweit befinde sich die Bank of Japan auf einem Kurs der geldpolitischen Straffung - was eigentlich für einen stärkeren Yen spreche. Zudem habe sich das Geschäftsklima in Nippon zuletzt trotz der Zoll-Unsicherheit aufgehellt. Das zeige auch die am Dienstag veröffentlichte "Tankan"-Umfrage der Bank of Japan, die als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gelte. Der Hauptindex, der die Geschäftslage der Unternehmen messe, sei im Juni von 12 auf 13 Punkte gestiegen - deutlich mehr, als von Volkswirten erwartet. Diese hätten im Schnitt nur mit 10 Zählern gerechnet.
Haushaltslage untergrabe Währungsvertrauen
Warum also zeige der Yen trotz geldpolitischer Straffung Schwäche? Ein wesentlicher Grund seien zunehmende Fiskalsorgen: So sei etwa die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen Ende Mai auf über 3 Prozent gestiegen - ein Rekordniveau. Nach einer der schlechtesten Bond-Auktionen der vergangenen Jahrzehnte wachse in Japan die Sorge, dass der Staat für seine Schulden künftig noch höhere Kosten zu tragen habe. Die Befürchtung komme nicht von ungefähr: Die Schuldenquote im Land der aufgehenden Sonne liege bei über 260 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - ein internationaler Spitzenwert. (Ausgabe vom 04.07.2025) (07.07.2025/alc/a/a)


