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Wo bleibt die Inflation?
03.05.18 09:45
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der Eurozone herrscht Konjunktur, so die Analysten der Helaba.
Das BIP weise nun seit 20 Quartalen in Folge positive Wachstumsraten auf und die Arbeitslosenquote sinke seit dem Hochpunkt Mitte 2013 fast kontinuierlich. Mit 8,5% (März) sei der langjährige Durchschnittswert bereits deutlich unterschritten worden und die Lohnentwicklung habe leicht zugenommen. Vor diesem Hintergrund sei mittelfristig zwar zu erwarten, dass die Teuerungsrate zunehme. Bis zuletzt seien aber die preislichen Entwicklungen - insbesondere die der Kerninflation - moderat geblieben. Mit der heute anstehenden Schnellschätzung der Inflation in der Eurozone werde sich daran kaum etwas ändern.
Die nationalen Statistikämter in Deutschland, Spanien und Italien hätten für den abgelaufenen Monat bereits nachgebende Jahresraten bekannt gegeben, während in Frankreich ein leichter Anstieg zu Buche stehe. Insofern sollte ein Rückgang der EWU-Inflation nicht überraschen. Das Hauptaugenmerk gelte der Kernrate, denn diese habe bezüglich der geldpolitischen Ausrichtung der EZB eine große Bedeutung. Die deutschen und französischen Daten würden signalisieren, dass es im April zu einer rückläufigen Kernteuerung gekommen sei, sodass die Konsensschätzung realistisch erscheine. Die Notenbanker um EZB-Präsident Draghi würden dies genauestens beobachten. Sollte sich nicht bald eine deutliche Verbesserung einstellen, werde die EZB an ihrer zögerlichen Haltung beim Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik festhalten.
In den USA dagegen setze sich der Zinserhöhungszyklus fort, vermutlich im Juni. Zwar sei die Geldpolitik beim gestrigen FOMC-Treffen nicht verändert worden, das Statement weise aber auf die Fortsetzung gradueller Zinserhöhungen hin. Die wirtschaftliche Entwicklung sei solide und dies werde auch mit den hohen Stimmungswerten bei Unternehmensumfragen deutlich. Im Mittelpunkt des Interesses stehe heute der ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes, der weiterhin auf sehr hohem Niveau erwartet werde. Die Indikationen vonseiten regionaler Service-Umfragen und dem ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes seien gemischt, sodass ein leichter Rückgang ins Kalkül zu ziehen sei, das Wachstumsszenario insgesamt aber nicht in Frage zu stellen wäre. (03.05.2018/alc/a/a)
Das BIP weise nun seit 20 Quartalen in Folge positive Wachstumsraten auf und die Arbeitslosenquote sinke seit dem Hochpunkt Mitte 2013 fast kontinuierlich. Mit 8,5% (März) sei der langjährige Durchschnittswert bereits deutlich unterschritten worden und die Lohnentwicklung habe leicht zugenommen. Vor diesem Hintergrund sei mittelfristig zwar zu erwarten, dass die Teuerungsrate zunehme. Bis zuletzt seien aber die preislichen Entwicklungen - insbesondere die der Kerninflation - moderat geblieben. Mit der heute anstehenden Schnellschätzung der Inflation in der Eurozone werde sich daran kaum etwas ändern.
Die nationalen Statistikämter in Deutschland, Spanien und Italien hätten für den abgelaufenen Monat bereits nachgebende Jahresraten bekannt gegeben, während in Frankreich ein leichter Anstieg zu Buche stehe. Insofern sollte ein Rückgang der EWU-Inflation nicht überraschen. Das Hauptaugenmerk gelte der Kernrate, denn diese habe bezüglich der geldpolitischen Ausrichtung der EZB eine große Bedeutung. Die deutschen und französischen Daten würden signalisieren, dass es im April zu einer rückläufigen Kernteuerung gekommen sei, sodass die Konsensschätzung realistisch erscheine. Die Notenbanker um EZB-Präsident Draghi würden dies genauestens beobachten. Sollte sich nicht bald eine deutliche Verbesserung einstellen, werde die EZB an ihrer zögerlichen Haltung beim Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik festhalten.
In den USA dagegen setze sich der Zinserhöhungszyklus fort, vermutlich im Juni. Zwar sei die Geldpolitik beim gestrigen FOMC-Treffen nicht verändert worden, das Statement weise aber auf die Fortsetzung gradueller Zinserhöhungen hin. Die wirtschaftliche Entwicklung sei solide und dies werde auch mit den hohen Stimmungswerten bei Unternehmensumfragen deutlich. Im Mittelpunkt des Interesses stehe heute der ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes, der weiterhin auf sehr hohem Niveau erwartet werde. Die Indikationen vonseiten regionaler Service-Umfragen und dem ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes seien gemischt, sodass ein leichter Rückgang ins Kalkül zu ziehen sei, das Wachstumsszenario insgesamt aber nicht in Frage zu stellen wäre. (03.05.2018/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


