Wie ist die veränderte Inflationsdynamik der Euro-Zone zu erklären?


19.10.17 14:33
IKB Deutsche Industriebank

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Der Einfluss der Arbeitslosenquote auf die Lohnentwicklung hatte sich in den letzten Jahren reduziert, was zu einer Inflationsrate führte, die niedriger war, als erwartet, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.

Gleichzeitig scheine sich der Einfluss der Lohnstückkosten auf die Inflationsdynamik ebenfalls verringert zu haben, da Unternehmen verstärkt im internationalen Wettbewerb stünden und Kosten nicht mehr so leicht weiterreichen könnten, wie angesichts der guten Konjunktur eigentlich zu erwarten wäre.

Importpreise hingegen würden für die Inflationsrate eine immer wichtigere Rolle spielen. Während sie in den vergangenen Jahren die Teuerung eher gebremst hätten, seien die Importpreise in Deutschland und in der Euro-Zone in diesem Jahr deutlich angestiegen. So sei das Prognoserisiko einer Inflation von über 1% in 2018 trotz der aktuellen Diskussion über die geringe Inflationsdynamik ausgeglichen. Die EZB sollte deshalb die Rückführung ihres Aufkaufprogramms nachhaltig vorantreiben. (19.10.2017/alc/a/a)