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Wie Anleihe-Investoren dem Strudel sinkender Renditen in Europa entkommen
22.08.16 12:15
AB
München (www.anleihencheck.de) - Die Flutwelle des EZB-Geldes droht europäische Anleihe-Investoren zu überrollen, so die Experten von AB.
Dass manche Staaten sich dafür bezahlen lassen würden, wenn man ihnen Kapital leihe, sei nicht neu. Doch seit sich die Zentralbank dazu entschlossen habe, auch Unternehmensanleihen in ihr Kaufprogramm aufzunehmen, würden ebenfalls diese Papiere immer häufiger negative Renditen ausweisen.
"Wer indexbasiert in europäische Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating anlegt, wird zwangsläufig in Anleihen investiert sein, die Verluste erleiden, wenn sie bis zur Fälligkeit gehalten werden", erläutere John Taylor, Portfolio Manager Europe Multi-Sector beim Asset-Manager AB.
Anleihen mit negativer Rendite würden nur dann einen positiven Ertrag abwerfen, wenn sie vor Fälligkeit zu einem höheren Kurs weiterverkauft würden. Viele Anleger würden darauf wetten, dass die Titel weiterhin steigen würden. "Wir glauben jedoch, dass diese Annahme eine sehr wacklige Strategie ist", so Taylor. Als im Mai Befürchtungen über eine Einschränkung der EZB-Käufe die Runde gemacht hätten, seien die Notierungen bereits abrupt gefallen - und die Kursgewinne von Monaten seien in nur wenigen Tagen ausgelöscht worden.
Doch wie könnten Investoren dem Strudel sinkender Renditen in Europa entkommen? "Seien Sie skeptisch gegenüber Staatsanleihen und Papieren der Top-Unternehmen", sei der Experte von AB überzeugt. Die gute Nachricht laute: "Es gibt mehrere Inseln des Positivismus jenseits von Europas teuersten Anleihen." (22.08.2016/alc/a/a)
Dass manche Staaten sich dafür bezahlen lassen würden, wenn man ihnen Kapital leihe, sei nicht neu. Doch seit sich die Zentralbank dazu entschlossen habe, auch Unternehmensanleihen in ihr Kaufprogramm aufzunehmen, würden ebenfalls diese Papiere immer häufiger negative Renditen ausweisen.
Anleihen mit negativer Rendite würden nur dann einen positiven Ertrag abwerfen, wenn sie vor Fälligkeit zu einem höheren Kurs weiterverkauft würden. Viele Anleger würden darauf wetten, dass die Titel weiterhin steigen würden. "Wir glauben jedoch, dass diese Annahme eine sehr wacklige Strategie ist", so Taylor. Als im Mai Befürchtungen über eine Einschränkung der EZB-Käufe die Runde gemacht hätten, seien die Notierungen bereits abrupt gefallen - und die Kursgewinne von Monaten seien in nur wenigen Tagen ausgelöscht worden.
Doch wie könnten Investoren dem Strudel sinkender Renditen in Europa entkommen? "Seien Sie skeptisch gegenüber Staatsanleihen und Papieren der Top-Unternehmen", sei der Experte von AB überzeugt. Die gute Nachricht laute: "Es gibt mehrere Inseln des Positivismus jenseits von Europas teuersten Anleihen." (22.08.2016/alc/a/a)


