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Weltwirtschaft: Inflation hat Höhepunkt hinter sich gelassen
27.02.23 10:21
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich mit einer Rate von 2,9% wachsen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.
Ende letzten Jahres hätten die Analysten noch eine Rate von 2,3% erwartet. Seitdem habe sich das Bild jedoch aufgehellt. China habe - entgegen der allgemeinen Erwartung - sein Null-Covid-Strategie komplett auf den Kopf gestellt und das gesellschaftliche Leben mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen auf "normal" umgestellt. Die Analysten hätten daher die Wachstumsprognose für China von 3,5% auf 5,8% für dieses Jahr angehoben. Gleichzeitig zeige sich die US-Konjunktur überraschend robust, sodass sie mittlerweile von einem Wachstum von 1,4% ausgehen würden (statt 0,7%). In der Eurozone hätten sie ihre Prognose zunächst bei 0,4% gelassen. Angesichts relativ guter Konjunkturdaten wie den PMI-Einkaufsmanagerindices würden sie die Risiken eher aufwärts gerichtet sehen.
An der Inflationsfront entspanne sich die Lage etwas. Vor allem die Energiepreise seien gefallen und in den USA die Preise für langlebige Wirtschaftsgüter. In der Eurozone seien es in erster Linie die Energiepreise, die die Inflation drücken würden. Die Kernrate hingegen sei bis zuletzt weiter gestiegen. Es bestehe die Gefahr, dass die Inflation doch langsamer zurückgehe, als dies im Allgemeinen von Marktteilnehmern erwartet werde. Sollte dies der Fall sein, dürften die Notenbanken EZB und Fed länger an ihren Zinserhöhungen festhalten als erwartet bzw. die Zinsen über einen längeren Zeitraum auf einem höheren Niveau lassen. Die Analysten würden erwarten, dass die EZB den Einlagenzinssatz von derzeit 2,5% in zwei Schritten auf 3,25% per Mai anheben werde.
Die FED dürfte ihren Leitzins in ebenfalls zwei Schritten von derzeit 4,5 bis 4,75% auf 5,0 bis 5,25% anheben. Möglicherweise würden die Notenbanken sogar weiter gehen, da die bessere Konjunktur gleichzeitig bedeute, dass die Inflation sich vermutlich weniger rasch zurückbilden werde. Die langfristigen Renditen der Staatsanleihen würden nach Erachten der Analysten ebenfalls signifikant steigen. Zehnjährige Bunds sollten per Jahresende bei 3,0% (derzeit: 2,40 bis 2,50%) und die entsprechenden T-Notes bei 4,20% (derzeit: 3,95%) rentieren.
Im vergangenen Jahr sei der Welthandel gemessen am globalen Containerumschlag nur mit einer Rate von 0,7% expandiert. Beziehe man alle Formen des internationalen Handels ein (Wasser, Land, Luft), ergebe sich eine Expansionsrate von 3,4%. In beiden Fällen stelle dies eine erhebliche Verlangsamung im Vergleich zu 2021 dar (Container: 7,5% / Gesamt: 10,3%). Für das laufende Jahr würden die Analysten eine Stabilisierung mit leichter Aufwärtstendenz erwarten. (Ausgabe Februar 2023) (27.02.2023/alc/a/a)
Ende letzten Jahres hätten die Analysten noch eine Rate von 2,3% erwartet. Seitdem habe sich das Bild jedoch aufgehellt. China habe - entgegen der allgemeinen Erwartung - sein Null-Covid-Strategie komplett auf den Kopf gestellt und das gesellschaftliche Leben mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen auf "normal" umgestellt. Die Analysten hätten daher die Wachstumsprognose für China von 3,5% auf 5,8% für dieses Jahr angehoben. Gleichzeitig zeige sich die US-Konjunktur überraschend robust, sodass sie mittlerweile von einem Wachstum von 1,4% ausgehen würden (statt 0,7%). In der Eurozone hätten sie ihre Prognose zunächst bei 0,4% gelassen. Angesichts relativ guter Konjunkturdaten wie den PMI-Einkaufsmanagerindices würden sie die Risiken eher aufwärts gerichtet sehen.
Die FED dürfte ihren Leitzins in ebenfalls zwei Schritten von derzeit 4,5 bis 4,75% auf 5,0 bis 5,25% anheben. Möglicherweise würden die Notenbanken sogar weiter gehen, da die bessere Konjunktur gleichzeitig bedeute, dass die Inflation sich vermutlich weniger rasch zurückbilden werde. Die langfristigen Renditen der Staatsanleihen würden nach Erachten der Analysten ebenfalls signifikant steigen. Zehnjährige Bunds sollten per Jahresende bei 3,0% (derzeit: 2,40 bis 2,50%) und die entsprechenden T-Notes bei 4,20% (derzeit: 3,95%) rentieren.
Im vergangenen Jahr sei der Welthandel gemessen am globalen Containerumschlag nur mit einer Rate von 0,7% expandiert. Beziehe man alle Formen des internationalen Handels ein (Wasser, Land, Luft), ergebe sich eine Expansionsrate von 3,4%. In beiden Fällen stelle dies eine erhebliche Verlangsamung im Vergleich zu 2021 dar (Container: 7,5% / Gesamt: 10,3%). Für das laufende Jahr würden die Analysten eine Stabilisierung mit leichter Aufwärtstendenz erwarten. (Ausgabe Februar 2023) (27.02.2023/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


