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Weltwirtschaft: Hohe Inflation in der Nähe des Wendepunktes
06.12.22 10:00
Hamburg Commercial Bank
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Auch wenn eine Rezession der Weltwirtschaft in 2023 vermieden werden kann, dürfte die Expansionsrate der globalen Wirtschaftsleistung mit 2,3% deutlich unter der durchschnittlichen Wachstumsrate der vergangenen 20 Jahre von 3,4% liegen, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.
Dies sei vor allem auf die schwache Performance der Eurozone und der USA zurückzuführen, deren Volkswirtschaften gemäß der Analystenprognose 2023 nur um 0,4% bzw. 0,9% wachsen würden. China, der Rest Asiens, Lateinamerika und die energieexportierenden Länder des Nahen Ostens dürften hingegen überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen. Allerdings sei Chinas voraussichtliches Wachstum von nur 3,5% im historischen Vergleich enttäuschend.
Ursächlich für das schwache Wachstum seien unter anderem die hohe Inflation, die die Konsumfreude der Haushalte dämpfe, sowie die Straffung der Geldpolitik, die in einigen zinssensitiven Sektoren wie etwa dem Bausektor bereits ihre Spuren hinterlasse und mit Verzögerung die wirtschaftliche Aktivität in weiteren Sektoren beeinträchtigen werde.
Aktuell kündige sich die konjunkturelle Schwäche durch die globalen PMI-Einkaufsmanagerindices an, die sich bereits seit Mitte 2021 auf einem Abwärtstrend befinden würden und im Oktober 2022 unter die Marke von 50 Punkten (in den Kontraktionsbereich) gefallen seien.
Gleichzeitig sei die durchschnittliche Inflation der G3-Länder im Oktober auf 8,1% gestiegen. Während in den USA wahrscheinlich bereits der Wendepunkt erreicht worden sei, dürfte die Teuerungsrate in der Eurozone und Japan noch ein paar Monate auf dem erhöhten Niveau bleiben oder sogar steigen. Die FED und die EZB würden weitere Zinserhöhungen durchführen, die die Nachfrage dämpfen würden. Die hohen Auftragsbestände in der Industrie sollten allerdings dafür sorgen, dass es nicht zu einem Absturz der Wirtschaft komme.
Der Welthandel sei 2022 um schätzungsweise 1,9% (Containerumschlag) bzw. 4,1% (internationaler Handel insgesamt) gestiegen, ein deutlicher Rückgang gegenüber 2021 (7,4% bzw. 10,2%). Die Dynamik im Welthandel dürfte sich 2023 angesichts der gedämpften Wachstumsaussichten weiter verlangsamen. Der aktuelle steile Rückgang der Frachtraten zeuge davon, dass sich die Nachfrage nach Gütertransportkapazitäten normalisiere. (Ausgabe Dezember 2022) (06.12.2022/alc/a/a)
Dies sei vor allem auf die schwache Performance der Eurozone und der USA zurückzuführen, deren Volkswirtschaften gemäß der Analystenprognose 2023 nur um 0,4% bzw. 0,9% wachsen würden. China, der Rest Asiens, Lateinamerika und die energieexportierenden Länder des Nahen Ostens dürften hingegen überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen. Allerdings sei Chinas voraussichtliches Wachstum von nur 3,5% im historischen Vergleich enttäuschend.
Aktuell kündige sich die konjunkturelle Schwäche durch die globalen PMI-Einkaufsmanagerindices an, die sich bereits seit Mitte 2021 auf einem Abwärtstrend befinden würden und im Oktober 2022 unter die Marke von 50 Punkten (in den Kontraktionsbereich) gefallen seien.
Gleichzeitig sei die durchschnittliche Inflation der G3-Länder im Oktober auf 8,1% gestiegen. Während in den USA wahrscheinlich bereits der Wendepunkt erreicht worden sei, dürfte die Teuerungsrate in der Eurozone und Japan noch ein paar Monate auf dem erhöhten Niveau bleiben oder sogar steigen. Die FED und die EZB würden weitere Zinserhöhungen durchführen, die die Nachfrage dämpfen würden. Die hohen Auftragsbestände in der Industrie sollten allerdings dafür sorgen, dass es nicht zu einem Absturz der Wirtschaft komme.
Der Welthandel sei 2022 um schätzungsweise 1,9% (Containerumschlag) bzw. 4,1% (internationaler Handel insgesamt) gestiegen, ein deutlicher Rückgang gegenüber 2021 (7,4% bzw. 10,2%). Die Dynamik im Welthandel dürfte sich 2023 angesichts der gedämpften Wachstumsaussichten weiter verlangsamen. Der aktuelle steile Rückgang der Frachtraten zeuge davon, dass sich die Nachfrage nach Gütertransportkapazitäten normalisiere. (Ausgabe Dezember 2022) (06.12.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 21.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


