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Weltweite Rentenmärkte: Risiko gesucht
16.06.20 10:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - US-Staatsanleihen handelten im Mai in vergleichsweise engen Bahnen seitwärts, so die Experten von Union Investment.
An kursbewegenden Themen habe es nicht gemangelt, jedoch hätten sich die Einflussfaktoren letztlich die Waage gehalten. Zur engen Handelsspanne dürfte auch die US-Notenbank mit ihren Ankäufen beigetragen haben. Bei den zweijährigen Papieren sei die Rendite leicht gefallen. Der Großteil der Marktteilnehmer halte negative Leitzinsen auch in den USA für möglich. Jedoch hätten gleich mehrere Mitglieder der US-Notenbank FED versucht diese Debatte abzuwürgen. Die FED habe die Zweifel der Marktteilnehmer aber nicht gänzlich ausräumen können. Ansonsten habe FED-Chef Powell gesagt, die US-Wirtschaft stehe vor besorgniserregenden Herausforderungen. Auch auf der politischen Seite sei es durchaus unruhig geblieben. Im Handelsstreit zwischen China und den USA sei die Gangart abermals verschärft worden. Auf Indexebene (J.P. Morgan Global Bond US-Index) hätten US-Staatsanleihen im Mai letztlich 0,3 Prozent an Wert verloren.
Rückläufige Infektionszahlen hätten den europäischen Ländern die Möglichkeit zu Lockerungsmaßnahmen gegeben. Trotz der schwachen aktuellen konjunkturellen Lage hätten viele Anleger zuversichtlich nach vorn geblickt und sich wieder stärker ins Risiko gewagt. Die als sicher geltenden Anleihen hätten daher Kursverluste verbucht. Zur Finanzierung der Hilfsmaßnahmen seien weiterhin viele neue Anleihen begeben worden, was anfänglich auf den Kursen gelastet habe. Hinzugekommen sei die Sorge vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens aufgrund der stark steigenden Staatsverschuldung. Die großen Ratingagenturen hätten jedoch abgewartet und auf mögliche Transferzahlungen innerhalb des Euroraums verwiesen. Und tatsächlich, Deutschland und Frankreich hätten einen entsprechenden Vorschlag ausgearbeitet. Anleger hätten daraufhin verstärkt Anleihen aus den Peripherieländern nachgefragt. Darüber hinaus sei der Druck auf die Europäische Zentralbank gewachsen, ihr Ankaufprogramm PEPP aufzustocken. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index habe dies für europäische Staatsanleihen ein Plus von 0,3 Prozent bedeutet.
Unternehmensanleihen hätten 0,2 Prozent zugelegt.
Anleihen aus den Schwellenländern hätten sich aufgrund der Suche nach Rendite sogar um 6 Prozent verteuert. (Ausgabe vom 12.06.2020) (16.06.2020/alc/a/a)
An kursbewegenden Themen habe es nicht gemangelt, jedoch hätten sich die Einflussfaktoren letztlich die Waage gehalten. Zur engen Handelsspanne dürfte auch die US-Notenbank mit ihren Ankäufen beigetragen haben. Bei den zweijährigen Papieren sei die Rendite leicht gefallen. Der Großteil der Marktteilnehmer halte negative Leitzinsen auch in den USA für möglich. Jedoch hätten gleich mehrere Mitglieder der US-Notenbank FED versucht diese Debatte abzuwürgen. Die FED habe die Zweifel der Marktteilnehmer aber nicht gänzlich ausräumen können. Ansonsten habe FED-Chef Powell gesagt, die US-Wirtschaft stehe vor besorgniserregenden Herausforderungen. Auch auf der politischen Seite sei es durchaus unruhig geblieben. Im Handelsstreit zwischen China und den USA sei die Gangart abermals verschärft worden. Auf Indexebene (J.P. Morgan Global Bond US-Index) hätten US-Staatsanleihen im Mai letztlich 0,3 Prozent an Wert verloren.
Unternehmensanleihen hätten 0,2 Prozent zugelegt.
Anleihen aus den Schwellenländern hätten sich aufgrund der Suche nach Rendite sogar um 6 Prozent verteuert. (Ausgabe vom 12.06.2020) (16.06.2020/alc/a/a)


