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Welche Chancen bieten die europäischen Staatsanleihen?
21.02.22 15:00
Carmignac Gestion
Luxemburg (www.anleihencheck.de) - Der Beginn dieses Jahres ist geprägt von der anhaltend starken Aufwärtsbewegung bei den Zinsen, die Mitte Dezember einsetzte, so Marie-Anne Allier, Fondsmanagerin bei Carmignac.
Im Allgemeinen entspreche dieser Anstieg der Marktdynamik, die in den vergangenen sechs Monaten auf einen Zyklus einer umfassenden und besonders schnellen geldpolitischen Normalisierung hingedeutet habe. Grund hierfür seien die veröffentlichten Inflationszahlen gewesen, die weiterhin über den Erwartungen lägen, was insbesondere am kurzen Ende der Kurve zu deutlich höheren Renditen führe.
In Europa habe sich die EZB wie andere Zentralbanken der Industrieländer dafür entschieden, trotz eines begrenzten Lohndrucks eine Normalisierung der Leitzinsen anzustreben, wobei sie sich jedoch alle Optionen offen halte. Der Markt preise entsprechend das Ende der negativen Zinsen für dieses Jahr ein.
Ein Auslaufen der Wertpapierkäufe der EZB dürfte sich auf die am höchsten verschuldeten Länder negativ auswirken und in Verbindung mit einem hohen Emissionsvolumen im ersten Quartal ihre Spreads unter Druck setzen.
"Innerhalb eines Jahres wandelte sich das Umfeld von "QE Infinity" und "auf längere Sicht niedriger" in ein Umfeld, das von einem weltweiten, allgemeinen und raschen Zinsanstieg geprägt ist. Infolge der höheren Inflation und der Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken wird eine aktive Verwaltung des Zinsrisikos in diesem Umfeld entscheidend sein."
"Wenn das EZB-Anleihenkaufprogramm ausläuft, wird sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschieben. In Europa erwarten wir nach der quantitativen Lockerung in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2015 ein positives Nettoemissionsvolumen. Das bedeutet, dass die EZB das Nettoangebotsvolumen 2022 nicht vollständig aufnehmen wird, was die Spreads der am höchsten verschuldeten Länder belasten könnte." (21.02.2022/alc/a/a)
Im Allgemeinen entspreche dieser Anstieg der Marktdynamik, die in den vergangenen sechs Monaten auf einen Zyklus einer umfassenden und besonders schnellen geldpolitischen Normalisierung hingedeutet habe. Grund hierfür seien die veröffentlichten Inflationszahlen gewesen, die weiterhin über den Erwartungen lägen, was insbesondere am kurzen Ende der Kurve zu deutlich höheren Renditen führe.
Ein Auslaufen der Wertpapierkäufe der EZB dürfte sich auf die am höchsten verschuldeten Länder negativ auswirken und in Verbindung mit einem hohen Emissionsvolumen im ersten Quartal ihre Spreads unter Druck setzen.
"Innerhalb eines Jahres wandelte sich das Umfeld von "QE Infinity" und "auf längere Sicht niedriger" in ein Umfeld, das von einem weltweiten, allgemeinen und raschen Zinsanstieg geprägt ist. Infolge der höheren Inflation und der Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken wird eine aktive Verwaltung des Zinsrisikos in diesem Umfeld entscheidend sein."
"Wenn das EZB-Anleihenkaufprogramm ausläuft, wird sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschieben. In Europa erwarten wir nach der quantitativen Lockerung in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2015 ein positives Nettoemissionsvolumen. Das bedeutet, dass die EZB das Nettoangebotsvolumen 2022 nicht vollständig aufnehmen wird, was die Spreads der am höchsten verschuldeten Länder belasten könnte." (21.02.2022/alc/a/a)


