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Weiterhin tiefe Zinsen: Anleihen bleiben interessant, vor allem in den Emerging Markets
12.08.21 12:12
Capital Group
Los Angeles (www.anleihencheck.de) - Wenn die Renditen der US-Staatsanleihen steigen, fallen die Anleihenkurse, so Peter Becker, Fixed Income Investment Director bei Capital Group.
Das habe sich in den vergangenen Monaten anschaulich beobachten lassen. Investoren möge das abschrecken. Doch wer sich Stabilität wünsche, sollte langfristig denken und Anleihen die Treue halten, denn mit einer richtigen Strategie seien sie nach wie vor wichtiger Bestand eines diversifizierten Portfolios.
So verspräche eine große Position in stabilen Anleihen bei steigenden sowie fallenden Renditen vier Dinge: Kapitalschutz, Inflationsschutz, laufenden Ertrag und Diversifikation der Aktienanlagen. Denn Anleihen würden kaum mit dem breiten US-Aktienmarkt korrelieren. "Dieses Diversifikationspotenzial ist besonders dann interessant, wenn die Konjunktur ins Stocken gerät", habe Becker gesagt.
Auch wenn sich die Konjunktur weiter erhole, dürfte das positiv für Anleihen sein. Denn dann dürften die Ausfallquoten fallen und sich immer mehr von den Höchstständen während der Pandemie entfernen. Dabei seien weniger Ausfälle gut für Unternehmensanleihen, vor allem für hochverzinsliche. Da sich die Zinsen weiterhin auf tiefem Niveau befinden würden, könnten Investoren auch versucht sein, höhere Risiken einzugehen. Vielleicht würden sie sich höhere laufende Erträge wünschen. "Dann lohnt sich nicht nur ein Blick auf den High-Yield-Bereich, sondern auf Emerging-Markets-Anleihen", so Becker.
Dabei bleibe Einzelwertauswahl wichtig, denn die langfristigen Fundamentaldaten könnten schnell unter Druck geraten. Das gelte vor allem für Emittenten mit einer geringeren Kreditqualität. "Die große Vielfalt von Emerging-Markets-Anleihen erfordert sorgfältige Analysen", so Becker. Wer wisse, warum die Renditen mancher Anleihen höher seien, könne leichter Titel mit dauerhaften Erträgen finden.
Entscheidend für die Erträge von Emerging-Markets-Anleihen sei das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes des jeweiligen Landes. Es sorge für höhere Einkommen in den Schwellenländern, bessere Staatsfinanzen und eine geringere Anfälligkeit für externe Krisen. Zurzeit würden die Emerging Markets von den Konjunkturprogrammen in den USA, in China und in anderen Industrieländern profitieren, weil sowohl Exporte als auch Rohstoffpreise steigen würden. Doch: "Das Risiko liegt tatsächlich in einer zu starken Erholung der Weltwirtschaft. Die Geldpolitik der Industrieländer könnte dann schon gestrafft werden, bevor sie auch den Emerging Markets nützt", warne Becker. (12.08.2021/alc/a/a)
Das habe sich in den vergangenen Monaten anschaulich beobachten lassen. Investoren möge das abschrecken. Doch wer sich Stabilität wünsche, sollte langfristig denken und Anleihen die Treue halten, denn mit einer richtigen Strategie seien sie nach wie vor wichtiger Bestand eines diversifizierten Portfolios.
Auch wenn sich die Konjunktur weiter erhole, dürfte das positiv für Anleihen sein. Denn dann dürften die Ausfallquoten fallen und sich immer mehr von den Höchstständen während der Pandemie entfernen. Dabei seien weniger Ausfälle gut für Unternehmensanleihen, vor allem für hochverzinsliche. Da sich die Zinsen weiterhin auf tiefem Niveau befinden würden, könnten Investoren auch versucht sein, höhere Risiken einzugehen. Vielleicht würden sie sich höhere laufende Erträge wünschen. "Dann lohnt sich nicht nur ein Blick auf den High-Yield-Bereich, sondern auf Emerging-Markets-Anleihen", so Becker.
Dabei bleibe Einzelwertauswahl wichtig, denn die langfristigen Fundamentaldaten könnten schnell unter Druck geraten. Das gelte vor allem für Emittenten mit einer geringeren Kreditqualität. "Die große Vielfalt von Emerging-Markets-Anleihen erfordert sorgfältige Analysen", so Becker. Wer wisse, warum die Renditen mancher Anleihen höher seien, könne leichter Titel mit dauerhaften Erträgen finden.
Entscheidend für die Erträge von Emerging-Markets-Anleihen sei das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes des jeweiligen Landes. Es sorge für höhere Einkommen in den Schwellenländern, bessere Staatsfinanzen und eine geringere Anfälligkeit für externe Krisen. Zurzeit würden die Emerging Markets von den Konjunkturprogrammen in den USA, in China und in anderen Industrieländern profitieren, weil sowohl Exporte als auch Rohstoffpreise steigen würden. Doch: "Das Risiko liegt tatsächlich in einer zu starken Erholung der Weltwirtschaft. Die Geldpolitik der Industrieländer könnte dann schon gestrafft werden, bevor sie auch den Emerging Markets nützt", warne Becker. (12.08.2021/alc/a/a)


