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Was haben Klimawandel und Inflation gemeinsam?
22.01.19 09:45
GAM
Berlin (www.anleihencheck.de) - Der Markt für versicherungsgebundene Wertpapiere (Insurance Linked Securities, ILS) ist führend bei der Beobachtung der durch Klimaveränderungen bedingten Auswirkungen auf Volkswirtschaften und Märkte, so John Seo, Mitgründer und Managing Director von Fermat Capital Management LLC, Manager der ILS- und Cat-Bond-Strategien von GAM Investments.
Neue und unerwartete Klimaeffekte würden sich nach Einschätzung der Experten von GAM insbesondere in den USA zuerst in den Kursen von ILS niederschlagen. Dafür gebe es mehrere Gründe.
Abgesehen von diversen komplexen gesellschaftlichen Aspekten hätten Klimaveränderungen auf Kapitalanlagen unter rein finanzieller Betrachtung dieselbe Wirkung wie Inflation: Sie würden potenziell die langfristigen Erwartungen an die real erzielbaren Erträge untergraben. Aktuell würden sich die Erwartungen hinsichtlich klimatischer Veränderungen und Inflation auf einem relativ moderaten Niveau bewegen, doch es seien die Erwartungen bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Erderwärmung und der Geldpolitik, die Grund zur Besorgnis geben würden.
Allerdings folge die Inflation einem Zeitplan, der zehnmal kürzer sei als beim Klima - weshalb sich Inflationsprognosen in aller Regel nur über zehn Jahre erstrecken würden, Klimaprognosen dagegen über bis zu 100 Jahre. Aus diesem Grund sei in Bezug auf die Anfälligkeit für Klimaveränderungen unbedingt auf den Anlagehorizont zu achten. Die meisten ILS hätten eine Laufzeit von einem Jahr - die längste Laufzeit betrage bei ihrer Emission drei bis fünf Jahre. Im Gegensatz dazu würden Städte und groß angelegte Infrastrukturprojekte meist mit einem Zeithorizont von Jahrzehnten planen. Während traditionelle Anlagen teilweise höchst anfällig für die Folgen des Klimawandels seien, könnten ILS ihre Erträge relativ kurzfristig an die "Klimawandelinflation" anpassen.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe man beobachten können, dass der ILS-Markt auf Klimaveränderungen reagiert habe und diese bereits mit Blick in die Zukunft eingepreist habe. Grundsätzlich entspricht die Architektur des ILS-Marktes unserer Meinung nach einem "klimagebundenen Wertpapier" und/oder einer "klimaindexierten, variabel verzinslichen Anleihe", so die Experten von GAM. (22.01.2019/alc/a/a)
Neue und unerwartete Klimaeffekte würden sich nach Einschätzung der Experten von GAM insbesondere in den USA zuerst in den Kursen von ILS niederschlagen. Dafür gebe es mehrere Gründe.
Allerdings folge die Inflation einem Zeitplan, der zehnmal kürzer sei als beim Klima - weshalb sich Inflationsprognosen in aller Regel nur über zehn Jahre erstrecken würden, Klimaprognosen dagegen über bis zu 100 Jahre. Aus diesem Grund sei in Bezug auf die Anfälligkeit für Klimaveränderungen unbedingt auf den Anlagehorizont zu achten. Die meisten ILS hätten eine Laufzeit von einem Jahr - die längste Laufzeit betrage bei ihrer Emission drei bis fünf Jahre. Im Gegensatz dazu würden Städte und groß angelegte Infrastrukturprojekte meist mit einem Zeithorizont von Jahrzehnten planen. Während traditionelle Anlagen teilweise höchst anfällig für die Folgen des Klimawandels seien, könnten ILS ihre Erträge relativ kurzfristig an die "Klimawandelinflation" anpassen.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe man beobachten können, dass der ILS-Markt auf Klimaveränderungen reagiert habe und diese bereits mit Blick in die Zukunft eingepreist habe. Grundsätzlich entspricht die Architektur des ILS-Marktes unserer Meinung nach einem "klimagebundenen Wertpapier" und/oder einer "klimaindexierten, variabel verzinslichen Anleihe", so die Experten von GAM. (22.01.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


